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Nichtraucherschutz

Ärger ums Rauchverbot - "fast jede Woche kommt Polizei"

17.06.2013 | 06:00 Uhr
Ärger ums Rauchverbot - "fast jede Woche kommt Polizei"
Fühlt sich seit dem 1. Mai hinterm Tresen ziemlich allein: Beate Lehnhardt, Wirtin der Ampütte.Foto: Sebastian Konopka

Essen.   Die Traditionskneipen in Essen kämpfen mit den Folgen des Nichtraucherschutzgesetzes. Das Thekengeschäft ist in der Ampütte fast komplett weggebrochen. Und in der „Eule“ ist seit dem 1. Mai fast jedes Wochenende die Polizei gewesen, weil Anwohner sich über den Lärm beschweren. Das Ordnungsamt drohte Gastronomen bereits Bußgelder bis zu 5000 Euro an.

Der Streit um den blauen Dunst schwelt weiter. Rund 3500 Gastronomen und ihre Gäste demonstrierten am Samstag in der Landeshauptstadt gegen das seit 1. Mai gültige Nichtraucherschutzgesetz, das die Raucher seither wie Gestrandete auf die Straßen spült.

Etwa vor die Ampütte, wo die vergnügungssüchtige Gesellschaft schon qualmte, als die heutigen Gesetzgeber noch nicht auf der Welt waren. „Ich bin ganz schön vereinsamt hier hinter der Theke“, sagt Beate Lehnhardt. Seit 15 Jahren führt sie mit Patrick Ampütte die älteste Kneipe der Stadt. Das Tresengeschäft sei völlig eingebrochen, klagt sie: „Früher wurde vor meiner Nase wie wild diskutiert. Heute kommt so ein Gespräch gar nicht mehr auf, weil es alle regelmäßig vor die Tür zieht.“ Ein Stück Ruhrgebietskultur gehe den Bach herunter, ist die 45-Jährige überzeugt.

Patrik Lothmann fürchtet, das ein Stück Ruhrgebiets-Kultur in den Traditionskneipen stirbt.Foto: Sebastian Konopka

Gast Patrik Lothmann (43), der mit seinen drei Freunden – jeder eine Packung Tabak vor sich liegend – draußen in der Plastikgarnitur vor der Kneipe sitzt, geht in seiner Kritik noch weiter: „Gerade in Traditionskneipen wie der Ampütte geht die Kommunikation verloren. Dabei ist dieser Austausch doch der Grundgedanke dieser Läden.“

Noch härter trifft es Eckkneipen, vor denen dem Raucher nur der Bürgersteig bleibt. Dazu gehört der Sparfuchs, dessen Publikum „zu 90 Prozent“ qualmt, wie Kellnerin Sabine Schwarz schätzt.

“Viele Knobelrunden haben sich verabschiedet“, sagt Kellnerin Sabine Schwarz aus dem Sparfuchs.Foto: Sebastian Konopka

Die durch ihre günstigen Preise auch bei Jugendlichen beliebte Kneipe habe etwa ein Drittel der Gäste verloren, überschlägt Schwarz. „Viele junge Leute kaufen sich jetzt lieber eine Kiste Bier und treffen sich privat. Das Gleiche gilt für einige Knobel- und Skatrunden, die sich zum 1. Mai von uns verabschiedet haben“, sagt Schwarz. Es sei einfach ungemütlich, wenn die Stammtische regelmäßig für eine Zigarette auseinandergerissen würden. Das Plakat an einer der schweren Thekensäulen wirkt da fast trotzig: „Lokalverbot für Grüne. Freiheit für Raucherkneipen, ihr Kulturbanausen!“, ist darauf zu lesen. Für eine Bilanz sei es aber noch zu früh: „Die Sommermonate gehören ohnehin nicht zu den umsatzstärksten. Im Herbst wird man einen Vergleich ziehen können“, sagt die Kellnerin.

Simon Heidenreich von der „Eule“ erhielt bereits eine Verwarnung wegen Ruhestörung vom Ordnungsamt. „Irgendwo müssen die Raucher ja hin“, sagt er.Foto: Sebastian Konopka

Ähnlich sieht es auch Kollege Simon Heidenreich von der „Eule“: „Im Juni und Juli ist es ohnehin schwieriger.“ In der eingesessenen Kneipe an der Klarastraße geht es am Freitagabend zu wie im Bienenstock. Im Minutentakt geht die Tür auf und zu, Raucher kommen und gehen. Es grenzt an Ironie, als plötzlich zwei junge Frauen in der Montur eines Tabakriesen auftauchen und für jede ausgefüllte Postkarte Gratis-Zigaretten verschenken. Simon Heidenreich muss lachen. „Na das passt ja.“ Generell habe sein Stammpublikum Verständnis, auch der Tresen ist an diesem Abend gut gefüllt. „Wir können ja nichts für das Gesetz“, sagt Heidenreich.

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    Seite 2: Anwohner beschweren sich - Bußgelder bis zu 5000 Euro angedroht

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Kommentare
20.06.2013
15:50
Ärger um den Schutz am Arbeitsplatz-
von Stadtwaechter | #103

Ich frag mich auch,
was haben die Meckerer eigentlich wirklich für Probleme?
Warum geht das in anderen Ländern, sogar in anderen Bundesländer, selbst in Bayern?
Sind die Menschen im Ruhrgebiet wirklich so schief drauf?
Hallo Vivalavidea # 10,
hab auch noch eine einfache Lösung,
wie wärs mit rauchfrei in der Öffentlichkeit,
keine stinkenden Kleider mehr, wenn man aus der Kneipe kommt,
keine Kippen mehr auf der Straße, keine schlechten Vorbilder für die Kids,
es wäre toll

20.06.2013
07:15
Ärger ums Rauchverbot -
von Happysylvi | #102

Fällt Euch was auf? Kneipen sollen rauchfrei, ok, nun stehen die Raucher draußen, jetzt kriegt der Wirt die Androhung von 5000€ Strafe wegen Lärm vor der Tür! Das ist Willkür. Hält er sich an das Nichtraucherschutzgesetz verstößt er gegen das Lärmschutzgesetz. Er kann würfeln, Strafe bis 2500€ wenn er drin rauchen lässt, Strafe 5000€ wenn seine Gäste vor der Türe stehen. Denn in NRW sind die Kneipen in Wohngebieten integriert und da reicht ein Gespräch in normaler Lautstärke vor der Tür um den Nachbarn darüber und nebenan zu stören. Die Wirte in NRW werden quasi gemobbt und schikaniert, das ist in Deutschland verboten, wacht hier mal auf, es könnte demnächst auch euer Arbeitsplatz vernichtet werden. Verdammten Egoisten!

1 Antwort
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #102-1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

19.06.2013
12:20
Ärger ums Rauchverbot -
von vivalavida | #101

Dabei ist die Lösung doch ganz einfach!

Absolutes Rauchverbot in Speiselokalen.
Absolute Raucherfreiheit in Kneipen, die eindeutig als Raucherkneipe ausgewiesen sind.
Die Bevormundung durch die Politik in dieser Bananenrepublik muss endlich ein Ende haben.

4 Antworten
Ärger ums Rauchverbot -
von thoms | #101-1

Sie haben recht, eine Lösung wäre wirklich ganz einfach. Wenn jeder Raucher Rücksicht auf andere nehmen und nicht in Gegenwart von Nichtrauchern rauchen würde. Denn schließlich ist er es, der andere belästigt und ihre Gesundheit gefährdet.

Leider sieht das ein Teil der Raucher nicht ein und tut alles, um der Sucht nach wie vor ungehindert zu fröhnen. Gott sei Dank sind diese Zeiten vorbei und irgendwann wird das auch der gutwillige Teil der Raucher einsehen. Bei den anderen ist "Hopfen und Malz" verloren. Ich fürchte, das macht die Abhängigkeit vom Nikotin.

Ärger ums Rauchverbot -
von misterjones | #101-2

Genau so ist es, thoms. "Wenn jeder Raucher Rücksicht auf andere nehmen und nicht in Gegenwart von Nichtrauchern rauchen würde..."

...tja, dann bräuchten wir überhaupt keine weiteren Regeln und Verbote. Leider bleibt unsere Gesellschaft hier im Konjunktiv..

Ärger ums Rauchverbot -
von Hmoen | #101-3

101-1 + 101-2
Inwiefern Ihre Beiträge Antworten auf den Kommentar von 101 darstellen sollen, erschließt sich mir nicht. Wie wäre es mit einer Auseinandersetzung mit dem , was vivalavida konkret geschrieben hat ?

Ärger ums Rauchverbot -
von Herbert_Hein | #101-4

101-3
Inwiefern Ihre Beiträge Antworten auf den Kommentar von 101 darstellen sollen, erschließt sich mir nicht. Wie wäre es mit einer Auseinandersetzung mit dem , was vivalavida konkret geschrieben hat ?

19.06.2013
03:23
Ärger ums Rauchverbot -
von KingDesMonats | #100

#100 :-)

1 Antwort
Ärger ums Rauchverbot -
von Samenschock | #100-1

ich habs vorhergesagt...

18.06.2013
20:18
Ärger ums Rauchverbot -
von Throki | #99

"" Das Plakat an einer der schweren Thekensäulen wirkt da fast trotzig: „Lokalverbot für Grüne. Freiheit für Raucherkneipen, ihr Kulturbanausen!“, ist darauf zu lesen. ""

Na wenn man sich so sehr um neue Kundenschichten bemüht ... bei so einem Plakat würde ich als Nichtraucher (& Nichtgrüner) die Kneipe aber auch nur ein einziges Mal besuchen.

3 Antworten
Ärger ums Rauchverbot -
von lutzventura | #99-1

..genau darum geht es in einem guten lokal..leute die gäste einer kneipe als kunden sehen haben in ihr nichts zu suchen..

Ärger ums Rauchverbot -
von Throki | #99-2

Kun­de, der
Wortart: Substantiv, maskulin

jemand, der [regelmäßig] eine Ware kauft oder eine Dienstleistung in Anspruch nimmt [und daher in dem Geschäft, in der Firma bekannt ist]

-

Mir scheint die Definition ganz gut zu passen. Aber wenn sie es gerne "Gast" (o.ä.) nennen möchten - be my guest. Ändert nur am Rest meines Beitrages nicht das Geringste.

@lutzventura | #99-1
von misterjones | #99-3

Wenn die "Gäste" wegbleiben, muss man sich wohl um "Kunden" bemühen.

18.06.2013
15:04
Ärger ums Rauchverbot -
von Pase_Lacki | #98

Mir scheint, den meisten derer, die hier so vehement nach Nichtraucherkneipen schreien, die Sie aber gar nicht besuchen wollen, geht es gar nicht um rauchfreie Kneipen. Sie wollen nicht, dass andere Leute rauchen, selbst da nicht, wo sie sich der Logik nach sich gar nicht aufhalten können (Raucherkneipe, Raucherclub) als Nichtraucher.

Aus den meisten Kommentaren sind nämlich keinerlei Tipps für die Wirte herauszulesen, die Umsatzeinbußen von 30% und mehr vorweisen können (bereits nach 1 Monat), sondern diebische Freude, wenn wieder ein Laden schließen muss. Warum auch immer man sich über so etwas freut (Existenzvernichtung) bleibt mir ein Rätsel.

8 Antworten
Ärger ums Rauchverbot -
von thoms | #98-1

Was reden Sie sich ein? Niemand hat etwas gegen Rauchen. Das können Sie in Ihren eigenen vier Wänden bis das Nikotin von den Wänden tropft. Und warum haben die Wirte denn Probleme - wenn überhaupt? Weil die Raucher wegbleiben, denn denen ist es nicht zuzumuten, einmal pro Stunde zum Rauchen ins Freie zu gehen. Soviel zur Solidarität von Rauchern zu ihren Stammkneipen.

Jahrzehntelang konnten Nichtraucher keine Kneipe betreten, ohne erbarmungslos eingequalmt zu werden. Sie wurden damals auch nicht vermisst, jetzt plötzlich sind sie willkommen, nein, sie werden ultimativ zum Besuch aufgefordert. Wie oft muss ich denn pro Woche eine Kneipe als Nichtraucher nach ihren Vorstellungen besuchen und gibt es eine Stempeluhr zur Dokumentation?

Ärger ums Rauchverbot -
von Pase_Lacki | #98-2

"Das können Sie in Ihren eigenen vier Wänden bis das Nikotin von den Wänden tropft."

Ich rauche nicht. Asthma & COPD

"Jahrzehntelang konnten Nichtraucher keine Kneipe betreten, ohne erbarmungslos eingequalmt zu werden."

Es gab in den letzten Jahren schon reichlich gastronomische Betriebe, wo nicht mehr geraucht wurde.

"Sie wurden damals auch nicht vermisst, jetzt plötzlich sind sie willkommen..."

Weil doch die meisten alle nach den rauchfreien Kneipen geschrien haben. Jetzt sind die Kneipen rauchfrei, es geht aber trotzdem kein Nichtraucher rein. Zumindest bei uns in Mülheim. Wenn 90% oder mehr der Besucher einer Kneipe Raucher sind, sich mittlerweile das gesamte Kneipenleben vor der Tür abspielt und sich drinnen kein einziger nichtrauchender Gast aufhält, dann ist doch irgendetwas falsch gelaufen.

Oder finden Sie es logisch, dass in einer Shisha-Bar, die nur dazu da ist, um zu rauchen, nicht mehr geraucht werden darf, damit ein Nichtraucher diesen laden aufsuchen kann? Ich nicht

Ärger ums Rauchverbot -
von Pase_Lacki | #98-3

Ich habe nämlich nichts von rauchfreien Kneipen, wenn es demnächst keine Kneipen mehr gibt. Wir haben bei uns in der gesamten Innenstadt nicht mehr viele Läden, 3 sind schon wieder zu und die nächsten 3 folgen innerhalb der nächsten 3 Monate, länger gehts dann wohl nicht mehr.

Frage: Wenn sich vor dem 1. Mai in einem Laden jeden Tag ca. 30 Leute aufgehalten haben und 20 € dort ausgegeben haben, nach dem 1. Mai es aber nur noch 15 sind, die nur noch 10 € dort lassen, wie soll der Wirt das auffangen? Wieso kommt denn nun keiner der nichtrauchenden Kneipengänger? Weil es diese für solche Kneipen fast gar nicht gibt. Was also tun? Ich kenne die Antwort der meisten: Dann müssen die Kneipen eben dicht machen. Gutes Argument. Solche Leute kaufen auch beim Backexpress ihre Brötchen für 12 Cent oder ihr Fleisch für 1,49 (500g) beim Discounter und sorgen somit dafür, dass Metzger, Bäcker etc. für immer die Türen schliessen. Hauptsache ich und hauptsache billig. Alles andere ist mir doch egal.

Ärger ums Rauchverbot -
von Pase_Lacki | #98-4

"Was interessiert mich der Typ, dem die Kneipe gehört, was interessieren mich die Leute die dahin gehen?" Gar nicht. Ich will aber nicht, dass die dort rauchen, weil ich ja evtl. zumindest mal vorhaben könnte, dort hinzugehen."

Da kommts mir hoch. Aber ist halt ein gesellschaftliches Problem.

@thoms
von bigkahuna | #98-5

Die Entscheidung, eine Kneipe zu besuchen, wird von mehreren Faktoren bestimmt.
( Musik, Publikum, Biersorte ). Dazu die Frage, ob Raucher oder Nichtraucher.
Die Entscheidung, eine Kneipe nicht mehr zu besuchen, weil dort nicht geraucht werden darf, ist eine ebenso zu akzeptierende Begründung, wie eine aufgrund der o.g. Faktoren.
Umsatzsteigerung oder mindestens gleicher Umsatz ist doch das Argument der Rauchverbotsbefürworter, nicht das der Gegner .
Hurra - endlich können wir auch in die Kneipen gehen" Tut bloß keiner!
Und wenn kein Nichtraucher in die Kneipe kommt - na, dann kann ich auch weitereauchen. Womit wir wieder beim Beispiel "Rote Ampel um halb vier nachts" wären:
Ich fahre weiter - Sie bleiben bis mittags stehen!
"Wie oft muss ich denn pro Woche eine Kneipe als Nichtraucher nach ihren Vorstellungen besuchen und gibt es eine Stempeluhr zur Dokumentation?" fragen Sie.
Andersrum wird ein Schuh draus- Sie fordern uns Raucher doch zu bedingungsloser Solidarität auf.

Ärger ums Rauchverbot -
von misterjones | #98-6

Ich gehe seit dem 1.Mai in die selben Kneipen wie vorher, und zwar genau so oft. Und das war für mich schon vorher klar; denn durch eine Gesetzesänderung habe ich ja nun nicht mehr Geld oder Zeit. Der entscheidende Unterschied für mich ist, dass ich jetzt mein Bier in besserer Luft genießen kann. Allerdings sehe ich den Zweck des NRSG auch nicht in der Wirtschaftsförderung, sondern im Gesundheitsschutz.

ach Pase_Lacki...
von Samenschock | #98-7

dein Geweine um das Schicksal der Wirte nimmt doch keiner mehr ernst. Sollen wir jeder aussterbenden Gattung ne Rente zahlen, nur weil die nicht imstande sind, sich nach der Kundschaft zu richten? Die Kundschaft sind nunmal zu MINDESTENS drei Viertel Nichraucher.

Ärger ums Rauchverbot -
von Hmoen | #98-8

98-1
Warum schreiben Sie immer am Thema vorbei ? Antworten Sie doch einfach mal konkret auf die Kommentare. Allgemeinplätze ohne konkreten zum Kommentar stellen keine Antwort dar.

18.06.2013
10:54
gesammelte Weisheiten :D
von netzschrecken | #97

"Raucher ... sind ... offener für einen Kneipenbesuch"
"Ich werde ... JEDEN Nichtraucher ... zur Rede stellen und gleichzeitig Polizei anrufen"
"Den psychotischen Raucherhasser"
"lasst doch den leuten ihre raucherei.wozu kommunikation zerstören"
"Ein paar Intolerante mit Egoproblemen rotten sich zusammen und verbieten den anderen irgendetwas."
"ist ja bei genauer Betrachtung die rotgrüne Landesregierung mit einem handwerklich schlecht gemachten Gesetz für die Ruhestörung der Nachbarn berantwortlich und nicht der Gastwirt."
"irgendwelche Blockwarte meinen alle Menschen müssten so leben wie sie es sich vorstellen."
"Was machen eigentlich die ganzen Nichtraucer hier ?"

:D

8 Antworten
Ergänzung :
von bigkahuna | #97-1

Jeder, der sich durch den Rauch belästigt fühlt, sollte sich ernsthaft fragen, ob er sich jemals in seinem Leben nochmal in die Nähe eines Grills begibt.
Ansonsten frage ich mich natürlich, warum ich auf jemanden Rücksicht nehmen soll, der sich 10 Minuten später selbst durch Einatmen der schädlichen Grillrauchgase derart schädigt, daß das Passivrauchen im Vergleich dazu wie ein Aufenthalt an der Nordsee wirkt.

Ärger ums Rauchverbot -
von misterjones | #97-2

"Ansonsten frage ich mich natürlich, warum ich auf jemanden Rücksicht nehmen soll, der..."

Und so entscheidet jeder selbst, auf wen er Rücksicht nimmt, und auf wen nicht. Genau diese Einstellung führt am Ende zu so vielen an sich überflüssigen Regularien und Verboten.

Ärger ums Rauchverbot -
von thoms | #97-3

@bigkahuna: Ich schlage Ihnen vor, nicht mehr im Wohnzimmer, sondern draußen zu grillen. Dabei können Sie dann auch gleich rauchen und alle sind zufrieden. Die Familie bekommt Grillwürstchen und muss nicht mehr den Zigarettenqualm ertragen.

Woran erkennt man eigentlich, dass jemand 10 Min. später grillen will? Ich habe mich heute umgesehen, bin dazu aber nicht in der Lage. Bitte klären Sie mich auf.

@misterjones
von bigkahuna | #97-4

Der Satz beginnt mit " Ansonsten frage ich mich natürlich,..." und nicht mit
"Ich entscheide mich dafür,..."

@thoms
von bigkahuna | #97-5

Offensichtlich wissen Sie nicht, welche Stoffe beim Grillen freigesetzt werden, sonst würden Sie wahrscheinlich lieber eine rauchen oder direkt eine Camel Filter grillen ( oder im smoker zubereiten ). Von der Umweltbelastung mal ganz abgesehen !

Ein Nichtgriller-Schutzgesetz hätte daher einen größeren positiven Effekt auf die allgemeine Gesundheit als das Nichtraucherschutzgesetz- aber das nur am Rande.

Mir leuchtet nicht ein, wie sich jemand , der regelmässig grillt und sich und andere damit vorsätzlich schädigt ( jaja- die rücksichtslosen Griller ) sich über Raucher empört.

@bigkahuna | #97-4
von misterjones | #97-6

Roger!

und nochmal @bigkahuna
von misterjones | #97-7

"Mir leuchtet nicht ein, wie sich jemand , der regelmässig grillt und sich und andere damit vorsätzlich schädigt ( jaja- die rücksichtslosen Griller ) sich über Raucher empört."

Also, der Abstauber, hier die beiden Tätigkeiten auszutauschen, ist mir zu billig. Zudem gehe ich beidem möglichst aus dem Weg - was allerdings beim Grillen i.d.R. einfacher ist.

...und weiter gehts: :D
von netzschrecken | #97-8

"frage ich mich natürlich, warum ich auf jemanden Rücksicht nehmen soll..."
"sonst würden Sie wahrscheinlich lieber ... eine Camel Filter grillen"
"Mir leuchtet nicht ein, wie sich jemand ... über Raucher empört."
"diebische Freude, wenn wieder ein Laden schließen muss."

:D

18.06.2013
10:22
Ärger ums Rauchverbot -
von gernedabei | #96

Nochmal !!! Warum entpuppen sich die ehemaligen "Raucherkneipen" nicht plötzlich als Goldgruben ? Da müssten doch die Nichtraucher jetzt in Mengen auftauchen ? Aber was passiert. Meist drastische Umsatzeinbussen. Wo sind die Nichtraucher ( die Grünen ? ). Denen gehts, wie bei vielen anderen Sachen nur um´s verbieten und reglementieren. In meinem Bekanntenkreis geht die Mehrzahl der Nichtraucher nicht oder selten in Gaststätten. Die Raucher dagegen sind schon offener für einen Kneipenbesuch. Manche sogar 2 - 3 x die Woche. Die Entscheidung ob Nichtraucher- oder Raucherkneipe sollte den Wirten vorbehalten bleiben. Und wenn es sich für den Wirt lohnt, werden sich auch genug Wirte für ein Nichtraucherlokal entscheiden.

5 Antworten
Ärger ums Rauchverbot -
von cockfosters | #96-1

"Die Entscheidung ob Nichtraucher- oder Raucherkneipe sollte den Wirten vorbehalten bleiben"

Jahrzehntelang war den Wirten diese Entscheidung vorbehalten gewesen. Das Ergebnis dürfte bekannt sein.

Als Nichtraucher konnte man keine Gastro aufsuchen, ohne dabei Qualm ausgesetzt zu sein.

Ärger ums Rauchverbot -
von gernedabei | #96-2

@ cockfosters

Genau !!! Und warum war das so ? Bestimmt weil die Wirte so gut von den Nichtrauchern leben konnten. Wäre es anders gewesen, so hätte es auch Nichtraucherkneipen gegeben.

Es gibt kein verfassungsmässiges Recht
von bigkahuna | #96-3

auf eine Kneipe , die so ist, wie ich es will.

Ärger ums Rauchverbot -
von misterjones | #96-4

Na also.

...
von Samenschock | #96-5

kein Nichtraucher mit Stil und Geschmack verirrt sich in eine "rauchfreie" Kneipe, in der das Jahrzehnte alte Nikotin von der großgemusterten Blümchentapete tropft.

17.06.2013
21:34
Ärger ums Rauchverbot -
von pemado | #95

So in ein paar Minuten ist wieder 22 Uhr...also Nachtruhe!!
Ich werde nun auch JEDEN Nichtraucher, der bei mir laut redend / lachend / singend / gröhlend (wie jedesmal, wenn Nachts irgendwelche Fußballfans von der S-Bahn kommen) schon von weitem zu hören, bei mir am Haus vorbeilaufen wollen.
Sofort den Nichtraucher zur Rede stellen und gleichzeitig Polizei anrufen...wegen Ruhestörung! Mein nichtrauchender Nachbar macht sogar mit!

Ist auch mein Recht, weil ich um den Schlaf gebracht werde und ich es nun auch als eine BELÄSTIGUNG ansehe!!

4 Antworten
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #95-1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

@pemado | #95
von misterjones | #95-2

Na, wenn Sie so gern petzen...

Ärger ums Rauchverbot -
von cockfosters | #95-3

Aber was ist, wenn es sich bei dem vorbeilaufenden Typen auf dem Gehweg um einen Raucher handelt? Werden Sie diesen dann umarmen vor lauter Freude?

Ärger ums Rauchverbot -
von Samenschock | #95-4

das kannst du natürlich machen, nur: die saufenden Proleten, die vom Fußball kommen dürften wohl Raucher sein.

17.06.2013
21:11
Ärger ums Rauchverbot -
von Karlot | #94

@Bohrmaschine

Sie meinen wohl, wie gut es funktioniert, die Existenz von Gaststätten zu zerstören.

Übigens: was verboten ist, ist besonders reizvoll.
In Großbritannien steigt die Zahl der Raucher trotz Werbeverbots und trotz Rauchverbots in Kneipen.

Den psychotischen Raucherhasser sei gesagt Prohibition hat noch nie funktioniert.

1 Antwort
Ärger ums Rauchverbot -
von misterjones | #94-1

Mit "Prohibition" hat das Nichtraucherschutzgesetz ja nichts zu tun. Es geht nur darum, dass man zum Rauchen (wie auch für gewisse andere Verrichtungen) den Gastraum verlassen muss.

Wenn in Großbritannien tatsächlich die Zahl der Raucher steigt, dann ist das doch erfreulich für die Steuerkasse und die Tabakindustrie, die zudem noch ihren Werbeetat einspart, Dass in den Pubs dort nicht mehr geraucht wird, ist wiederum erfreulich für die nicht rauchenden Gäste. So kann doch jeder zufrieden sein.

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