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Abi-Mottowochen

Abiturienten in Essen widersetzen sich Verkleidungsverbot

21.03.2013 | 06:00 Uhr
Abiturienten in Essen widersetzen sich Verkleidungsverbot
„Rentner“ des Gymnasiums Überruhr.Foto: Ulrich von Born

Essen.   Die "Motto-Woche" ist bei Abiturienten während der letzten Schultage Tradition. Wegen vieler Exzesse in der Vergangenheit müssen die Schüler in Essen in diesem Jahr strengen Regeln Folge leisten: Mottos wie "Asi" oder "Rotlicht" duldet die Direktorenkonferenz nicht mehr - sie seien diskriminierend.

Am morgigen Freitag beginnen die Osterferien – damit endet für die Abi-Jahrgänge die reguläre Schulzeit. Die „Motto-Woche “ in den letzten Tagen fällt in diesem Jahr erstmals aus – Schulleiter hatten im vergangenen Jahr ein Verbot verhängt. Es gab zunehmend Alkohol-Exzesse, Vandalismus, und die Kostüme waren nicht immer geschmackssicher.

Das Verbot, zeigt sich jetzt, wird aber weniger drastisch umgesetzt, als anzunehmen war. Von einem generellen Kostüm-Verbot für Essens Abi-Jahrgänge kann keine Rede sein. Das, stellen einige jetzt mit Recht fest, hat es auch nie gegeben.

Am Gymnasium Überruhr gingen sie Dienstag als „Rentner“, am Mittwoch als „Helden der Kindheit“. So und ähnlich war und ist es fast überall an den gymnasialen Oberstufen: „Wir haben nur zwei Kostüm-Tage erlaubt“, erklärt Christine Breimhorst (Gymnasium an der Wolfskuhle, Steele). Auch am Leibniz-Gymnasium in Altenessen gab es zwei Kostüm-Tage. Matthias Rink (Grashof, Bredeney) stellt fest: „Die Schüler sind weitgehend kooperativ.“ Das heißt: Die Schüler halten sich an die neuen Regeln, die im November von der Direktorenkonferenz verabschiedet wurden – und die dann doch eine deutliche Sprache sprechen: Es darf keine Kostüme mehr geben, die diskriminierend sind. Vor allem die früher beliebten Mottos „Asi“ und „Rotlicht“ werden nirgendwo mehr geduldet. Gleiches gilt für Autokolonnen durch die Stadt, Rumgrölen, Alkohol.

Verbot als Folge von krassen Exzessen

Es hat früher krasse Exzesse gegeben. Schulleiter patrouillierten bis 22 Uhr ums Gelände, um Vandalismus vorzubeugen. Es gab brennende Mülleimer, gebrochene Knochen und sehr viele genervte Anwohner.

Dass Schüler jetzt wenigstens heiter verkleidet erscheinen dürfen, halten viele Leiter für noch okay — und sprachen die Motti vorher mit Schülervertretern ab. Am konsequentesten hielten sich die Schüler des Nord-Ost-Gymnasiums an die neue Sachlichkeit – erst gestern, am Mittwoch, wurden erste Schüler in Frack gesichtet.

Die letzten Schulstunden vor den Ferien werden jetzt dazu genutzt, um Abi-Stoff zu üben. Viele Lehrer simulieren mündliche Prüfungen. „Das ist sehr effektiv“, lobt Leibniz-Leiter Martin Tenhaven.

Martin Spletter



Kommentare
23.03.2013
21:39
Abiturienten in Essen widersetzen sich Verkleidungsverbot
von Shy_Eye | #7

Was will man den Schüler das Verkleiden verbieten? :-) Langsam wird es lächerlich. Nach dem sie jahrelang nur für die Schule gelebt haben, darf es doch am Ende ein bisschen Spaß sein, oder? Niemand hat etwas gegen Verkleidungen, lediglich die Abi-Streiche sind oft übertrieben.

22.03.2013
15:29
Abiturienten in Essen widersetzen sich Verkleidungsverbot
von dschidschi5 | #6

Nun ja - was die Schüler jetzt ganz bestimmt lernen, ist, dass man Regeln nur konsequent genug brechen muss und schon knicken alle ein.
Das ist sicher eine Erfahrung fürs Leben.

21.03.2013
21:54
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Name von Moderation entfernt | #5

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

21.03.2013
18:00
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Name von Moderation entfernt | #4

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21.03.2013
16:23
Abiturienten in Essen widersetzen sich Verkleidungsverbot
von Plastia | #3

Man sollte Abiturienten grundsätzlich wegen Diskriminierung abschaffen!

21.03.2013
15:18
Abiturienten in Essen widersetzen sich Verkleidungsverbot
von ghostman | #2

Was soll das? Lasst den Schülern ihre Traditionen, muss man denn alles reglementieren?
Nein, der Ernst des Leben kommt für diese angehenden Abiturienten schnell genug!

2 Antworten
Abiturienten in Essen widersetzen sich Verkleidungsverbot
von Knuddelkater | #2-1

es geht nicht um das ob, sondern um das WIE. Also bei meiner Abifeier hatten wir 5000 Becher mit Wasser auf den Treppen des Gymnasiums vereilt und den Wagen des Rekors mit (unbenutzten) Klopapier umwickelt.

Vandalismus war und ist kein Abi-Scherz sondern eine Straftat.

Abiturienten in Essen widersetzen sich Verkleidungsverbot
von schloppke | #2-2

Bei uns ging die ganze Chose auch ohne Schrammen für irgendwen oder -was ab.
Wir haben von einem Pauker fürn Hunni nen Käfer abgekauft, entölt, ausgeweidet, in Schulfarbe lackiert und bepflanzt. Und in der Nacht vor dem letzten Schultag das Teil mit Radlader auf den Hochrasen vor die Schule gesetzt.
Am letzten Tag haben wir dann vor der Schule Schaumwein und Antialk genossen, und hatten auch Zeugs für die unteren Klassen mit dabei.
Dann mit Paukern noch durch die Freistundenkneipen und hinterher _irgendwo_ ausgekommen...
DAS war einfach nur geil.

21.03.2013
13:33
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Name von Moderation entfernt | #1

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