Abi-Randale in Überruhr: Ermittlungen nach Polizeieinsatz

Beim Großeinsatz in Essen-Überruhr waren nach Anwohnerbeschwerden über feiernde Abiturienten zahlreiche Polizisten im Einsatz.
Beim Großeinsatz in Essen-Überruhr waren nach Anwohnerbeschwerden über feiernde Abiturienten zahlreiche Polizisten im Einsatz.
Foto: Michael Kleinrensing
Was wir bereits wissen
  • Junge Frau stellt Strafanzeige gegen Beamten, der sie an der Langenberger Straße geohrfeigt haben soll
  • Heftig betrunkener Jugendlicher soll mit Bierflasche auf Polizisten losgegangen sein
  • Polizeisprecher: „Zum Teil sind die Anwesenden mit körperlicher Gewalt aus dem Bereich herausgedrängt worden“

Essen.. Die Randale auf der Abi-Feier am Donnerstag in Überruhr hat ein Nachspiel: Eine junge Frau hat eine Strafanzeige gegen einen Beamten gestellt, der sie im Verlauf des Groß-Einsatzes an der Langenberger Straße geohrfeigt haben soll.

Die Polizei ermittelt ihrerseits gegen einen Schüler, der mit einer Bierflasche auf Beamte losgegangen sein soll, bevor er überwältigt und abgeführt wurde. Der junge Mann war offenbar „heftig betrunken“, wie Polizeisprecher Peter Elke am Montag sagte. Ein Alkohol-Test habe einen Wert von 2,6 Promille ergeben.

„Zum Teil mit Gewalt aus Bereich herausgedrängt worden“

Nach Beschwerden über massive Ruhestörungen durch rund 100 Feiernde, Müll und Glasscherben auf der Straße hatten die Polizisten die Anwesenden im Vorfeld ermahnt, die Musik leiser zu drehen. „Wir wollten die berechtigte Feier nicht einfach verbieten“, sagte Elke. Als jedoch 70 bis 80 Anwesende auf die wiederholten Hinweise partout nicht reagierten, sei entschieden worden, die Veranstaltung aufzulösen, so Elke: „Zum Teil sind die Anwesenden mit körperlicher Gewalt aus dem Bereich herausgedrängt worden.“ (j.m.)