Abi-Mottowoche: Platzverweise und Anzeigen gegen Essener Schüler

Die Essener Polizei musste in den vergangenen Tagen immer wieder ausrücken, weil Anwohner sich über Schüler beschwerten, die im Rahmen der Mottowochen feierten.
Die Essener Polizei musste in den vergangenen Tagen immer wieder ausrücken, weil Anwohner sich über Schüler beschwerten, die im Rahmen der Mottowochen feierten.
Foto: Michael Kleinrensing
Was wir bereits wissen
  • Zahlreiche Anwohner beschwerten sich über Schüler, in der Abi-Mottowoche zu heftig feierten
  • Polizei sprach Platzverweise aus und fertigte Anzeigen
  • Polizeisprecher: Keine Ausschreitungen wie in Köln

Essen.. Ruhestörungen, Müll, Schlägereien: Zahlreiche Anrufen haben sich in den vergangenen Tagen bei der Essener Polizei gemeldet, weil ihnen Schüler negativ aufgefallen waren. Hintergrund: Die Abschlussjahrgänge der weiterführenden Schulen feierten die Motto-Woche. Doch das verlief nicht immer friedlich: Die Polizisten sprachen jede Menge Platzverweise aus. Zudem liegt je eine Anzeige wegen Körperverletzung, Beleidigung und Widerstand vor.

Auch zur Langenberger Straße wurden die Beamten am Donnerstag gegen 20.40 Uhr gerufen. Sechs Fahrzeuge, darunter zwei mit Hundeführern, waren im Einsatz, weil Schüler dort zu heftig feierten. „Wir haben insgesamt 70 Platzverweise ausgesprochen“, sagte Polizeisprecher Peter Elke. Eine Person verbrachte die Nacht in Gewahrsam, weil sie Widerstand gegen die Beamten leistete. Ein weiterer Einsatzschwerpunkt war in den vergangenen Tagen der Bereich am Regattaturm am Baldeneysee. Immer wieder hatten sich Anwohner und Spaziergänger gemeldet, die von Schülern berichteten, die zu laut feiern, sich schlagen, oder mit Flaschen schmeißen würden, erklärte Elke. Allein bei einem Einsatz am Donnerstagnachmittag sprachen die Beamten 30 Platzverweise aus. Bis tief in die Nacht, 3.40 Uhr am Freitag, mussten die Polizei wiederholt zum Regattaturm ausrücken, meist mit drei bis vier Fahrzeugen.

„Die Feiern sind in den letzten Jahren extremer geworden. Wir müssen mehr und konsequenter einschreiten“, sagte Elke, der zugleich beruhigt: „Wir haben keine Ausschreitungen wie in Köln.“ Die Polizei hat Verständnis, dass die Schüler feiern wollen, appelliert aber an ihre Vernunft, es nicht zu übertreiben.