Abgerissene Minigolf-Anlage war eine der letzten ihrer Art

Die ehemalige Minigolf-, genauer: Cobigolf-Anlage im Essener Grugapark im Sommer 2014.
Die ehemalige Minigolf-, genauer: Cobigolf-Anlage im Essener Grugapark im Sommer 2014.
Foto: Essen
Was wir bereits wissen
Zum Abriss der Minigolf-Anlage im Grugapark hat uns der Präsident des Deutschen Cobigolf-Sportverbandes zur Geschichte der Anlage geschrieben.

Essen.. Zum Abriss der Minigolf-Anlage im Grugapark hat uns Leser Walther Raffler aus Essen geschrieben. Er ist des Präsident des Deutschen Cobigolf-Sportverbandes Essen. Er schreibt:

Es ist schade um die ,Minigolf’-Anlage in der Gruga. Was viele nicht wissen: Dort wurde im Jahr 1974 sogar einmal eine Deutsche Cobigolf-Meisterschaft ausgetragen! Leider schlugen zur damaligen Zeit die Versuche fehl, in der Gruga einen Cobigolf-Verein zu gründen oder auch weiteren Turniersport zu betreiben. Zu jedem Training auf der Anlage hätte der Grugapark-Eintritt entrichtet werden müssen und dazu noch die Spielgebühr des jeweiligen Pächters.

Anfang der 1980er Jahre wurde noch einmal der Versuch gestartet, dort die Anlage weiterhin zu nutzen, aber es scheiterte immer auch daran, dass die Bahnen mit Splitt umrandet waren und dieser Splitt bei jedem Schritt auf die Bahnen getragen wurde. Das ließ einen vernünftigen Turnierbetrieb nicht zu. Leider lag die Anlage für das Publikum sehr versteckt, so dass zufällig vorbeigehende Besucher nicht auf die Idee kommen konnten, dort den beliebtesten Freizeitsport in Deutschland auszuüben.

Die Cobigolf-Anlage in der Gruga war in ihrer Art eine der letzten Groß-Cobigolf-Anlagen in Deutschland. Intakt sind nur noch zwei: In Hamm in Westfalen und auf der Nordsee-Insel Baltrum. Eine kleine Cobigolf-Anlage würde der Gruga bestimmt gut tun. Allerdings nicht versteckt in irgendeiner Ecke, wie die Groß-Cobigolf-Anlage.

Aber so etwas scheitert wohl nicht zuletzt an den fehlenden Geldmitteln.