A52-Sperrung - So umfahren Sie den befürchteten A40-Stau
31.01.2013 | 12:10 Uhr 2013-01-31T12:10:32+0100
Essen. Nach der A40, jetzt die A52: Wieder müssen sich die Pendler im Ruhrgebiet auf eine gesperrte Autobahn im Sommer einstelllen. Vom 1. Juli an ist die A52 in Fahrtrichtung Essen dicht. Straßen.NRW empfiehlt eine "großräumige" Umleitung. Wer will, kann aber auch auf die Landstraße ausweichen.
Die Schäden an der Ruhrtalbrücke bei Mülheim sind größer als befürchtet, deshalb sperrt Straßen.NRW die A52 zwischen Breitscheid und Essen im Sommer für drei Monate . Vom 1. Juli an müssen Autofahrer, die von Düsseldorf nach Essen wollen, sich einen neuen Weg suchen.
Straßen.NRW will den Verkehr "großräumig" umleiten, vermutlich über A3 und A40: Ab dem Kreuz Breitscheid auf die A3 und dann am Kreuz Duisburg-Kaiserberg auf die A40 Richtung Essen - ein Umweg, der laut Google Maps etwa zwölf Kilometer länger ist als die Originalstrecke, aber - bei wenig Verkehr - nur circa zwei Minuten länger dauert.
A52-Pendler könnten die A40 verstopfen
Doch genau die Bedingung "bei wenig Verkehr" könnte bei den chronisch verstopften Ruhrgebiets-Autobahnen zum Problem werden. Auf der A40 knubbeln sich schon jetzt täglich bis zu 120.000 Autos. Wenn die A52 im Sommer gesperrt wird, könnten bis zu 40.000 Autos hinzukommen - so viele fahren Tag für Tag über die A 52 von der Landeshauptstadt nach Essen.
Wem der Umweg über das Kreuz Kaiserberg zu weit ist, könnte sich am Schleichweg über Mülheims Süden versuchen: An der Abfahrt Breitscheid auf die Kölner Straße (B1), über die Mendener Brücke, auf die Untere und dann auf die Obere Saarlandstraße und schließlich über die Essener Straße an der Auffahrt Mülheim-Heißen auf die A40. Diese Strecke ist im Vergleich zur A52-Route kaum länger, dauert aber schon ohne Stau fünf Minuten länger.
Das allerdings würde voraussetzen, dass Autofahrer aus Düsseldorf die A52 bis zur Abfahrt Breitscheid nutzen können, die kurz hinter dem Autobahnkreuz Breitscheid liegt. "Das wissen wir noch nicht", sagt Straßen.NRW-Sprecher Bernd Löchter, das werde in den nächsten Wochen entschieden.
Straßen.NRW will A52-Sperrung nicht verschieben
An dem Termin für die Sperrung will Straßen.NRW aber trotz der Kritik aus Essen festhalten: Man habe bewusst die verkehrsarme Zeit in den Sommerferien ausgewählt. Einen besseren Termin in diesem Jahr gebe es nicht. "Und 2014 wollen wir die A59 angehen", sagt Löchter. Beide Sperrungen im gleichen Jahr - das wolle man den Autofahrern nicht zumuten.
Die Messe Essen hatte den Termin der Sperrung kritisiert, weil in dem Zeitraum die wichtige Leitmesse "Schweißen und Schneiden" stattfindet, zu der 1000 Aussteller und gut 60.000 Gäste erwartet werden. Viele von ihnen würden am Flughafen Düsseldorf ankommen. Dass mit der A52 die wichtigste Verkehrsstrecke gesperrt werde, sei nicht hilfreich, sagte Messesprecherin Gabriele von Graes. Essens Baudezernentin Simone Raskob will sich bei NRW-Verkehrsminister Michael Groschek für eine alternative Planung einsetzen: Es gebe wichtige Gründe, die A52 zwischen Düsseldorf und Essen freizuhalten.
Stadt Mülheim will sich auf die A52-Sperrung einstellen
In Mülheim geht man noch etwas gelassener mit der angehenden Sperrung um, obwohl etwaige Umleitungen die Stadt direkter treffen würden als die Essener Nachbarn. "Wir haben die anstehende Sperrung zur Kenntnis genommen und richten uns entsprechend ein", sagt Stadtsprecher Volker Wiebels. Welche Auswirkungen die A52-Sperrung für die Stadt Mülheim haben werden, lässt sich aus seiner Sicht heute noch nicht absehen.
Der Einzelhandel fürchtet angesichts der erneuten Verkehrsbehinderung um seine Kunden . "Wenn es irgendwo Probleme gibt, weichen die Kunden schnell aus", weiß Marc Andre Heistermann, Geschäftsführer des Einzelhandelsverbands Ruhr. Er warnt davor sich wegen der "prima verlaufenen A40-Sperrung" in Sicherheit zu wähnen: "Solche Projekte erfordern immer sehr viel Kommunikation zwischen allen Beteiligten, sowohl vor als auch während der Sperrung." Deshalb hoffe er, dass Straßen.NRW sich ähnlich kooperativ verhalte wie im letzten Sommer.

19:05
40.000 Autos fahren laut Bericht TÄGLICH über die A 52 von Düsseldorf nach Essen (macht in 3 Monaten Sperrzeit nach Essen über 3,6 Millionen Fahrzeuge) aber wegen 60.000 Besuchern insgesamt will die Messe Essen ernsthaft eine Verschiebung des Termins? Ist das ernst gemeint? Und hat Frau von Graes schon mal davon gehört, dass man vom Flughafen Düsseldorf Essen super mit dem Zug erreichen kann?
16:57
Die Durchstreckung der A44, samt Ruhralleetunnel wird nun dringend erforderlich. Dann hätten wir keine Probleme! Der Verkehr von Essen in Richtung Süden, wird jetzt ehe über die Ruhralle, Wuppertalerstr, A44 bis Velbert, dann A535 bis W-Sonnborn und weiter A46 bis Hilden, als auch in Gegenrichtung laufen und nicht wie oben beschrieben.
13:42
Ich fühle mich mal wieder bestätigt und werde auch in den 3 Sommermonaten nicht wieder auf das Auto umsteigen, sondern eine der zahlreichen RE- oder S-Bahn-Verbindungen zwischen Düsseldorf und Essen nutzen. Die gelegentlichen Bahn-Verspätungen stehen in keinem Verhältnis zu der Zeit, die man in den Staus verplämpert, man kann lesen, lernt nette Menschen kennen.
00:03
Warum wohl ist die zweispurige Verkehrsführung von Essen nach Düsseldorf wichtiger als umgekehrt? Vielleicht weil mehr Essener nach Düsseldorf pendeln und morgens pünktlich sein müssen als umgekehrt? Auf dem Rückweg ist es dann schade und Pech wenns länger dauert, aber von Frau und Kind gibts i.d.R. keine Abmahnung oder Kündigung. Könnte diese Priorisierung evtl. daran liegen? Wenn man die Strecke morgens selbst fährt, sieht man das eigentlich auch aus dem Stau nach Düsseldorf heraus an der freien Gegenfahrbahn...
22:09
Warum hinterfragt denn niemand, warum die A52 zweispurig nach Düsseldorf geführt werden muss und nur nach Essen gesperrt wird!?
Warum nicht besser einspurig in beide Richtungen - das kennen wir doch schon vom letzten Mal auf unserer schönen Brücke?
Das kann doch nur ein vorgezogener Aprilscherz sein?
Die A40-Vollsperrung als Vergleich und Glanzstück heranzuziehen kann nur ein Krefelder Planer machen, der nie die Strecke täglich selbst genutz hat.
15:41
Man kann also auch die Landstraßen benutzen. Ist ja toll. Da braucht auf der Kölner Straße nur ein Pfurz quer zu sitzen, oder Montags in der Frühe sich die Müllabfuhr durch Selbeck arbeiten und schon staut sich der Verkerhr bis auf die Bahn(en) in Breitscheid, oder aber runter bis McDonalds, Ecke Straßburger Allee. Da kommt doch richtig Freude dann im Sommer auf, vor allen für jene, die unbedingt auf die B1 angewiesen sind.
Die Geschäfte längs der Kölner wirds freuen.
Gruß
15:22
Echte "Schmunzel-Tips" von der WAZ-Gruppe.
Auch die WAZ kann die vorhandenen Straßen und besonders Brücken auf dem Weg von Düsseldorf nach Essen nicht vermehren, daher kann man darüber nur müde schmunzeln und sich ganz entspannt ab 1. Juli in den täglichen Stauwahnsinn stellen.
Besser Baldrian empfehlen.
..oder S6 fahren...? Dabei Zeitung lesen, Kaffe schlürfen, entspannen... mach ich seit 17 Jahren und billiger ist es auch...
Also ich bin früher S1 von Duisburg nach Düsseldorf gefahren. Ich kann nur sagen, da ist selbst im Stau stehen noch entspannter. Besonders schön waren die Zeiten im Winter: Wagen voller schwitzender Menschen, weil der Zug gnadenlos überheitzt war, Mitleidensgenossen, die einem fast auf den Zehen standen, Gestank all überall. Auch japanische Zustände habe ich erlebt, als die Türen in einem Nahverkehrszug nur durch drücken von außen sich schließen ließen. ÖPNV im Berufsverkehr ist alles andere als ein Spaß!
14:39
Stau ist nur hinten blöd - vorne gehts.
Da spricht der Fachmann, wohl selbst immer vorne :-))
Genau richtig! Die Durchstreckung der A44, samt Ruhralleetunnel wird nun dringend erforderlich. Dann hätten wir keine Probleme! Der Verkehr von Essen in Richtung Süden, wird jetzt ehe über die Ruhralle, Wuppertalerstr, A44 bis Velbert, dann A535 bis W-Sonnborn und weiter A46 bis Hilden, als auch in Gegenrichtung laufen und nicht wie oben beschrieben.
13:51
Toll, wäre der Lückenschluß der A44 zwischen Ratingen und Velbert und der mal geplante Ruhralleetunnel in Essen fertig hätte man keine Probleme für eine Umleitungsstrecke. Aber gerade bei der A44 ruht das ganze Vorhaben ja schon seit längerer Zeit.
Ja sicher, pflastern wir einfach alles mit Autobahnen und Tunneln zu. Das ist natürlich die Garant-Lösung für alle jetzigen und zukünftigen (Verkehrs-)Probleme!
Und den Ruhralleetunnel blockiert Essen ja schon seit Jahr(zehnt)en...
Die ganzen Probleme zeigen leider zu deutlich, das über Jahre hinweg sinnlose Prachtautobahnen im Osten (s. A4) gebaut worden sind, aber alle wichtigen Vorhaben von Politikern und anderen blockiert wurden und die Gelder stattdessen verschleudert wurden. Bin schon gespannt wenn Strassen.NRW die tollen Aktionen dann mit der A1 Brücke bei Leverkusen ohne Rücksicht auf Verluste und ohne eine Umleitung fortführt.
Das sind keine "tollen Aktionen", sondern nötige Instandsetzungsarbeiten, die u.a. auch Ihrer Sicherheit dienen. Aber Sie gehören wohl auch zu denjenigen Autofahrern, die meinen, Baustellen würden nur eingerichtet, um die Autolobby zu ärgern.
12:59
Toll!
Straßen NRW will den Schwerverkehr über die A40 umleiten und derwesten.de schickt ihn durch Wohngebiete! HAbt ihr euren Kopf eigentlich nur zum Haare waschen oder auch zum denken! Mir graut es shcon davor wenn die ganzen "Umleiter" durch Kettwig fahren und dann auf der Meisenburg stehen!
Mal ganz abgesehen von der Praktikabilität der Umelitungsempfehlung der WAZ, wo bitte ist denn auf dieser Strecke:
"An der Abfahrt Breitscheid auf die Kölner Straße (B1), über die Mendener Brücke, auf die Untere und dann auf die Obere Saarlandstraße und schließlich über die Essener Straße an der Auffahrt Mülheim-Heißen auf die A40."
ein Wohngebiet? Es ist doch die komplette B1. Wenn das als Wohngebiet bezeichnet wird, dann ist die A40 ein Campingplatz.
Auch wird Kettwig von dieser Umleitungsempfehlung überhaupt nicht berührt.
Als Empfehlenswert sehe ich diese Umelitung auch nicht, aber Ihr Kommetar ist inhaltlich falsch.
Entlang der B 1 (Kölner Str.) befinden sich die Ortsteile Selbeck, Saarn und der Stadtbezirk Mitte-Ost. Das sind schon einige Wohngebiete in der näheren Umgebung der B 1. Gut, unmittelbar betroffen sind eher wenige Anwohner.
ok. Nur Kett-Wiger schreibt so, als ob es sich um verkehrsberuhigte Strassen handelt. Die B1 ist nun mal eine Hauptverkehrsstrasse und teilweise 4spurig ausgebaut.
Auch die A40 "geht durch" Stadteile. Ein Wohngebiet ist das aber noch lange nciht.
Chaos ist da auch ohne diese Empfehlung