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A40-Sperrung hat Halbzeit - wie geht es nach den Ferien weiter?

20.08.2012 | 08:00 Uhr
Unter der heißen Sommersonne werkeln knapp 100 Bauarbeiter für eine rechtzeitige Fertigstellung der A40-Baustelle.Foto: Jan Dinter

Essen.   Ende September soll die Autobahn A40 wieder frei sein. Bis dahin heißt es: informieren, umsteigen, Gleitzeit nutzen. Im Nahverkehr können Evag & Co. auf die Sperrung reagieren. Die Bauarbeiten werden unterdessen teurer, das dauerhafte LKW-Verbot scheint vom Tisch.

Erbarmungslos prallt die Sonne auf den Beton. Kreissägen, Schaufelbagger und andere Baumaschinen lärmen, und wo sich bis zum 6. Juli noch Lastwagen und Autos drängten, schaufeln, hämmern und schrauben jetzt Tag ein Tag aus 60 Arbeiter. Geben alles, damit die größte Autobahn-Vollsperrung der Republik nicht noch länger dauert.

„Wir liegen wieder im Zeitplan. Das schlechte Wetter hatte uns anfangs in Rückstand gebracht, den haben wir wieder aufgeholt“, ist Projektleiterin Annegret Schaber von Straßen NRW sichtlich zufrieden mit dem Fortgang – trotz der schweißtreibenden Temperaturen. Am Freitag besuchte Schaber gemeinsam mit NRW-Bau- und Verkehrsminister Michael Groschek die Baustelle rund um die Helbingbrücken (die NRZ berichtete).

Lob für die konsequente Vollsperrung und Organisation

Dabei kam sie wieder zur Sprache, die viel diskutierte Frage: Ist eine dreimonatige Komplettsperrung der Ruhrgebiets-Verkehrsader richtig oder wären doch Arbeiten bei laufenden Verkehr effektiver gewesen? Zur Baustellen-Halbzeit und kurz vor dem Ende der Sommerferien fand Groschek nur lobende Worte für die Entscheidung pro Vollsperrung: Es sei eine „mutige Umsetzung“, ein „Modellprojekt, das vom Bund genau beobachtet wird“.

Nicht nur bundesweit, wie die Essener Landtagsabgeordnete Britta Altenkamp (SPD) sagt. „Der lange Planungsvorlauf von zwei Jahren hat einen Lerneffekt auch für städtische Projekte.“ So laufen die Vorbereitungen für den Neubau der Altendorfer Straße sehr gut, die Anwohner seien gut und ausführlich informiert worden, so dass im Oktober die gesamte Straße gesperrt werden kann. Auch im Falle der A40-Sperrung habe der lange Vorlauf dazu geführt, „dass die Menschen sehr gut informiert waren“, was wiederum zur stauarmen Situation in den Sommerferien geführt habe, wie Groschek meint.

Die Pendler kommen zurück

Doch mit den Ferien ist es jetzt vorbei, die Pendler kommen zurück, der normale, meist stauintensive Alltag wird die A40 schon bald zurück haben. „Jetzt wird es ernst“, weiß auch der Minister.

Nach all dem Lob für die ersten sechs Wochen müsse nun das alltägliche Verkehrsaufkommen bewältigt werden. Im gesperrten Streckenabschnitt sind das 90.000 bis 120.000 Fahrzeuge täglich. Die Ausweichstrecken auf der A42 und der A52 hätten sich laut Autobahnpolizei zwar bewährt, sagt Groschek, „wir bauen aber zusätzlich darauf, dass sich die Pendler auf öffentliche Verkehrsmittel ausweichen und Gleitzeiten nutzen“.

Die A40-Sperrung in Essen 2012

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Kommentare
20.08.2012
16:16
A40-Sperrung hat Halbzeit - wie geht es nach den Ferien weiter?
von Westwind | #3

Beim Minister stößt der Vorschlag auf wenig Verständnis: „Die A40 ist für den Schwerlastverkehr logistisch notwendig und wird nach der Sperrung auch...
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2012-08-20 08:00
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