A40-Sperrung bringt 80.000 Autos mehr auf Essener Straßen
16.02.2012 | 06:02 Uhr 2012-02-16T06:02:00+0100
Essen. Während der A 40-Sperrung im Sommer werden die innerstädtischen Umleitungsstrecken in Essen von langen Staus geplagt. Das Verkehrskonzept für die Sperr-Zeit sieht im Kern drei Umleitungsstrecken vor. Den Durchgangsverkehr will der Landesbetrieb weiträumig über die A2 und A3 umleiten. Das wird aber nur wenig helfen.
Die Stadt stellt in dieser Woche Grundzüge eines Verkehrskonzeptes vor für die Dauer der Vollsperrung der A 40 in der Innenstadt vom 7. Juli bis Ende September. Umleitungen werden eingerichtet, Baustellen verschoben, Ampelschaltungen geändert. Das wird nach Einschätzung der Verkehrsplaner aber nicht verhindern werden können, dass „immense Mehrverkehre“ für lange Staus sorgen werden. Bis zu 80.000 Fahrzeuge zusätzlich, so die Prognose, wird das städtische Straßennetz zusätzlich verkraften müssen.
Der Landesbetrieb Straßen NRW hat sich für die Vollsperrung zwischen Huttrop und dem Dreieck Essen-Ost entschieden, um gleich mehrere Sanierungen auf einen Schlag durchzuführen - und die Gelegenheit zu nutzen, dass die Deutsche Bahn in den Sommerferien ihre Bahnhöfe entlang der S-Bahn-Linie 6 auf Vordermann bringt und deshalb die Strecke im Essener Süden von Juli bis Mitte August sperrt. Es fahren Busse als Ersatz.
Mehr Notrufkabinen
In dieser Zeit will Straßen NRW die Stadtwaldbrücke über die Hohenburgstraße und die Bahnlinie abreißen und die Eckpfeiler für einen Neubau aufstellen. Ohne die Autobahn- und die Gleissperrung würde der Brücken-Neubau an dieser Stelle bis zu zweieinhalb Jahre dauern, rechnen die Planer vor.
Neben dem Brückenneubau will der Landesbetrieb die Helbingbrücken und die Fußgängerbrücke Steubenstraße sanieren. Außerdem soll der Tunnel unter der Innenstadt sicherer werden; durch bessere Beleuchtung, mehr Notrufkabinen, größere Notausgänge und einer erneuerten Löschwasserversorgung. Der Landesbetrieb verspricht als Trostpflaster: Wenn wir mit diesem Maßnahmenpaket fertig sind, werden in den nächsten Jahren keine größeren Instandsetzungen an der Autobahn anfallen.
Hinweistafeln an Stadtgrenze
Das Verkehrskonzept für die Sperr-Zeit sieht im Kern drei Umleitungsstrecken vor. Den Durchgangsverkehr will der Landesbetrieb weiträumig über die A2 und A3 umleiten. Das wird aber nur wenig helfen. Aus Verkehrserhebungen wissen die Planer: Der Durchgangsverkehr macht auf der A 40 im Innenstadtbereich nur etwa 16 Prozent aus. Bei einer durchschnittlichen Verkehrsbelastung von 95.000 Fahrzeugen bedeutet das: Bis zu 80.000 Fahrzeuge täglich werden auf Essener Gebiet umgeleitet werden müssen.
Zu diesem Zweck wird der Landesbetrieb in beide Fahrtrichtungen zweispurige Zufahrten von der A 40 auf die A 52 bauen. Richtung Westen sollen die Autofahrer so auf den Abfahrten Bergerhausen und Rüttenscheid aufschlagen. Mit Hinweistafeln schon an der Stadtgrenze sollen Autofahrer darauf hingewiesen werden, dass sie auch über die Ausfahrten Kray und Frillendorf innerstädtische Ziele anfahren können.
Stau ist vorprogrammiert
In Richtung Osten will die Stadt auf Vorschlag eines Gutachters den Verkehr vor dem gesperrten Tunnel an der Holsterhauser Straße ableiten und innerstädtisch über Friedrich-/Hohenzollern-/Kurfürstenstraße Richtung Steeler Straße führen, wo die Autofahrer an der Anschlussstelle Huttrop wieder auf die Autobahn zurück können. Die Stadt will für diesen Umleitungsverkehr die Ampeln auf Grüne Welle schalten und Bauarbeiten auf den Hauptverkehrsstraßen entweder bis Juli zumachen oder erst nach der Sperrung neu einrichten. Auch Straßen NRW hat versprochen, die Ausweich-Autobahnen von Baustellen frei zu halten.
Stau ist dennoch programmiert, warnen die Verkehrsplaner. Schon jetzt seien viele innerstädtische Knoten „an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit“.
12:37
Auch ich werde mich gegen die geplante Umleitung "Friedrich-/Hohenzollern-/Kurfürstenstraße Richtung Steeler Straße" sperren. Wie stellen sich die Stadtplaner das vor, die Kurfürstenstraße ist einspurig, was für ein Gutachter hat diesen Vorschlag eingebracht? Einer aus Duisburg?
Die Feinstaubwerte im Innenstadtbereich werden überschritten werden und das ist nicht in Ordnung!!!
14:16
Klasse, die Straßen werden zwangsläufig in einem täglichen Megastau münden, - und die Bahn plant, baut und setzt auf Busse! Grotesker gehts eigentlich kaum noch.
Nicht das die Bahn die mehr zu erwartenden Kunden, die ja vom Auto weg auf die Schiene umsatteln, etwaig kompensieren könnte, aber das sie dann noch einen draufsetzt, ist schon ungeheuerlich.
Gruß
13:44
Ich freu mich drauf. Stehe eigentlich auf der 40 nur im Stau wenn es die Leute mal wieder nciht geregelt kriegen sich am Dreick Essen-Ost vernünftig einzuordnen. MIt 2 Spuren müsste das ja eigentlich besser klappen.
11:20
Im Artikel ist auch nicht erwähnt, dass die A40 zwischen Essen und Kreuz Kaiserberg gesperrt werden soll, da dort die Fahrbahndecke noch erneuert werden soll, da es im letzten Jahr nicht mehr in den Zeitplan passte... aber die sperrung soll "nur" 4 Wochen dauern...
11:08
Schön, dass sich hier mal wieder die Hoch- und Straßenbauexperten der "freie Fahrt für freie Bürger"-Fraktion versammeln... ;-)
07:11
Dat Bild da oben ist aber auch schon nen Schätzchen...
14:57
So wie ich die Fürsten der Stadt kenne, werden sicherlich noch im Chaos der Umleitungsstrecken Baumschnittarbeiten zu erledigen sein.
Auch ist mit erheblich hohen Feinstaubwerten zu rechnen, daher werde ich zu gegebener Zeit bei der Staatsanwaltschaft Strafantrag wegen Körperverletzung stellen.
Baumschnittarbeiten im Sommer? wohl eher nicht!
14:08
Ich stelle mir das gerade Bildlich vor,
Essen-Holsterhausen A40 Runter und an der Steelerstr. wieder Drauf .
Wer ein Essener ist , wird feststellen das dort durch die Umleitung
6 wichtige Kreuzungen im Querverkehr ,durch eine Grüne Welle/Ampelschaltung ins Aus bringen würde.
2 Strassenbahnen und Buslinien sind dort besonders betroffen.
Ebenso der Anschluss zu A52 Richtung Düsseldorf - Essen Süd und Ruhrallee
Aber wer im Stau steht , keine Angst , 2 Tankstellen ,Trinkhallen ,Pommesbuden ,Pizzarien , Dönnerlläder und der Rewe auf der Steeler hat bis 24°° Uhr auf also alles auf der Strecke vorhanden :-)
Ich Lach mich mal wieder TOT :-)
@dr_john_becker | #2
Würde das Land NRW solche Baustellen mal richtig angehen,
Da gibt es nur eins ,die Herren mal zu einer Lustreise nach Frankfurt einladen ,
Flughafen Frankfurt Fraport
Dort Stampft der Fraport 600 bis 800 Meter Start/Landebahn in der Zeit von 23°° bis 05°° Uhr NEU aus dem Boden Eine Meisterleistung.
Brücken können heute aus Betonvertigteilen oder als Stahlbrücken schon im Vorfeld Hergestellt werden.
Aber warum Einfach wenn es ja auch Umständlich geht
13:05
Der Hinweis auf Bus und Bahn auszuweichen ist auch lustig, dann steht man mit Bus und Bahn im Stau, da es keine Busspuren gibt.
@ 2 Mehr Leute ist gut, aber zuviele Köche verderben den Brei. Man muss hier mal den Ball flachhalten, denn es wird hier in der kurzen Zeit ne Menge bewegt. Ein Brücken-abriss und -neubau erledigt sich auch nicht so schnell. Viele Arbeiten können auch nicht gleichzeitig durchgeführt werden. Warum gibt es wohl Ablaufpläne?
12:30
Die Umweltzonen sind wirklich absolut (!) sinnlos und erfüllen überhaupt keinen Zweck - abgesehen davon natürlich, unnötigen Verwaltungsaufwand zu produzieren und einen Dieselpartikelfilter-Herstellern das Säckerl zu füllen.
Zu der Sperrung: Hier kommt wieder das Problem zum Tragen, dass die beiden Autobahnbauarbeiter NRWs - Jupp und Hans - zwar ihr bestes geben, aber halt auch immer relativ lange brauchen, da sie ja alleine sämtliche Autobahn-Baustellen in NRW ,,bearbeiten". Und ein ganzes Autobahn-Dreieck ist nun mal viel Arbeit für 2 Arbeiter.
Würde das Land NRW solche Baustellen mal richtig angehen, wären sie binnen weniger Tage bzw. 1-2 Wochen auch FERTIG. Richtig angehen heißt, 3 Schichten fahren, 200-300 Mann einsetzen. Stattdessen gibt es, so mein Eindruck als Autofahrer, meistens nur 1 Schicht - mit besagten (maximal) 2 Arbeitern auf Baustellen, die manchmal über ganze Kilometer reichen. Dass es dann lange dauert / nix fertig wird, ist eigentlich kein Wunder. Ggf. müsste man auch mal in Erwägung ziehen, für solche Projekte einfach mal Straßenbau-Arbeiter aus Indien einzufliegen, wie es ja z.B. auch in Dubai geschieht.