A 52-Pläne: Geht es schon 2018 weiter?

Die Bürgerinitiative „A 52 stoppen“ ruft Essener Bürger dazu auf, Einspruch gegen den geplanten Bau des Autobahndreiecks Essen/Gladbeck (A 2) einzulegen. Die Frist dazu endet am 20. Februar. So lange verbleibe noch Zeit, „die drohende Verkehrslawine aus dem nördlichen Ruhrgebiet mit dem Planungsrecht auszubremsen“, meint Initiativen-Sprecher Joachim Drell. Es gehe darum, eine „neue Transitautobahn durchs Ruhrgebiet“ zu verhindern.

Wie berichtet, werden seit gestern die Planungsunterlagen für das Dreieck Essen/Gladbeck bei der Bezirksregierung Münster bis zum 6. Februar ausgelegt. Das Dreieck wäre eine wichtige Voraussetzung für den geplanten A 52-Weiterbau (derzeit B224) zwischen der A 2 und A 42 zum Kreuz Essen-Nord und letztlich für die umstrittene und aktuell auf Eis gelegte Verlängerung durch das Essener Stadtgebiet bis zur Anschlussstelle Essen-Ost (A 40/A 52).

Auf NRZ-Anfrage erklärte Straßen.NRW, dass man hoffe, vor 2020 mit dem Bau des Autobahndreiecks Gladbeck/Essen beginnen zu können. Hinsichtlich des A 52-Weiterbaus zwischen A 2 und A 42 läuft das Planverfahren schon länger. Derzeit werden die Einwendungen abgearbeitet, so Straßen.NRW. Möglicher Baubeginn wäre 2018.

Die BI „A 52 stoppen“ wirft der Essener Stadtspitze vor, das Planfeststellungsverfahren für das Autobahndreieck in der Nachbarstadt Gladbeck zu ignorieren. Die Initiative fordert die Stadt auf, die Pläne abzulehnen. Für Bürger, die Einspruch einlegen wollen, haben die Autobahngegner auf ihrer Homepage (www.A52stoppen.de) einen Mustertext bereit gestellt. Sie befürchten, dass mit dem Bau des Autobahndreiecks und dem Lückenschluss zur A42 der Verkehr im Essener Norden deutlich zunehmen werde. (M.M.)