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Essen, 25.01.2008, NIKOLAOS GEORGAKIS

WIRTSCHAFT. Arcandor schließt Call-Center in Essen - im Osten entstehen neue Standorte.

Gerüchte über einen geplanten Stellenabbau hat es bei der Quelle-Contact-GmbH an der Leimkugelstraße schon seit einiger Zeit gegeben. Gestern sind die Befürchtungen unter den 127 Angestellten, die für die Betreuung der Quelle-Versandhandelskunden zuständig sind, trauriger Gewissheit gewichen. Schlimmer noch: Um Punkt zehn Uhr trat die Geschäftsführung vor die Belegschaft, um die Schließung des Call-Centers in Essen zum 31. Juli bekannt zu geben. Die Beschäftigten erhalten die betriebsbedingte Kündigung.

Neue Hoffnung für die 127 Mitarbeiter

Auf Anfrage der NRZ hieß es gestern bei der Muttergesellschaft Primondo, der Versandhandelssparte der Essener Arcandor AG (ehemals KarstadtQuelle) in Fürth: "Unsere Entscheidung ist unumkehrbar." Gleiches gelte für die Center in Leipzig und Chemnitz, hier fallen weitere 430 Stellen weg.

Mit Resignation wurde die Nachricht von der Schließung an der Leimkugelstraße aufgenommen. Die Angestellten legten nach der Ansprache ihrer Geschäftsführung die Arbeit geschlossen nieder, meldeten sich für den Freitag krank. Kurze Zeit darauf waren die Büroräume verwaist. Am kommenden Donnerstag tritt der Betriebsrat in Verhandlungen mit der Unternehmensleitung, um über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan zu verhandeln. Bis dahin mag sich auf beiden Seiten niemand äußern, ob die Mitarbeiter in einer Transfergesellschaft weiterbeschäftigt werden oder mit Qualifizierungsmaßnahmen.

Gleichwohl versucht die Arcandor-Tochter ihre Entscheidung zu rechtfertigen. Der Versandhandel, heißt es in Fürth, verlagere sich zunehmend vom Telefon ins Internet. "Darauf müssen wir reagieren, wenn wir effizient und wettbewerbsfähig arbeiten wollen", sagt Gerd Koslowski. Der Unternehmenssprecher der Quelle-Contact bestätigt der NRZ, dass für die gleichzeitig neu geschaffenen Standorte in Berlin, Cottbus und Magdeburg Fördergelder in Anspruch genommen wurden. Dies, so Koslowski, sei aber "nicht ausschlaggebend für die Schließungen in Essen und den anderen Standorten gewesen."

Unterdessen ist man bei der Essener Wirtschafts- und Förderungsgesellschaft (EMG) aktiv geworden. Hier hat ein von der Primondo-Entscheidung überraschter Peter Schumacher gestern Kontakt zu anderen Call-Centern in der Stadt aufgenommen - und dabei eine "deutliche Aufnahmebereitschaft" für die von Arbeitslosigkeit bedrohten Quelle-Contact-Mitarbeiter signalisiert bekommen. Der Essener "Verein Call-Center" werde sich in Abstimmung mit dem Leiter des Quelle-Call-Centers in Essen und mit der Agentur für Arbeit um eine schnelle Vermittlung der Menschen bemühen.

Die Hoffnungen sind nicht unbegründet. Die Call-Center-Branche ist ein wachsender Wirtschaftszweig - auch und vor allem in Essen. 4000 Angestellte sind hier in 50 Call-Centern beschäftigt. Noch im Oktober letzten Jahres meldete die Agentur für Arbeit 370 offene Stellen in den Unternehmen sowie 60 Ausbildungsplätze, für die händeringend Bewerber gesucht wurden.

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9 Kommentare

Ich arbeite in Essen und richtig ist, dass die Schliessung in letzter Zeit wie ein Damoklesschwert über uns hing. Aber die Art und Weise wie mit uns, den Kollegen der anderen Standorte und jetzt letztendlich mit den Kunden umgegnagen wurde und wird ist das Ergebnis der Firmenpolitik des talentierten Mister Middelhoff.
Mit den "Modell"-Standorten Berlin und Magdeburg und dem bald folgenden in Cottbus stösst sich der Konzern gesund.
Es wurden an den Standorten ebenfalls Callcenter geschlossen. Die Kollgen dort hatten die Möglichkeit für sehr viel weniger Geld, weniger Urlaub und mehr Stunden dort weiterzuarbeiten.
Für die gleiche Arbeit, versteht sich. Die neuen Center wurden umbenannt in die "Quelle Communication Center" anstatt "Quelle.Contact." und mit dieser Umbennenung ist es eine neue Gesellschaft mit enormer Fördergeldberechtigung. Herr Wowereit hat sich mit dem Berliner Callcenter an der Media-Spree und den damit enstandenen Arbeitsplätzen im Wahlkampf sehr gebrüstet. Er vergass das vorher geschlossenen Center in Berlin und die weggefallenen Arbeitsplaätze der Kollgene, die sich diese Lohneinschränkung definitiv nicht leisten konnten.
Anfang des Jahres wurde ich nach Berlin geschickt um die neuen Kollegen dort zu schulen.
Eingestellt wurden, wie jetzt in Magdeburg auch NUR Langzeitarbeitslose mit Vermittlungsgutschein. Diese Mitarbeiter arbeiten für mindestens ein halbes Jahr aktiv und produktiv für die Quelle, beziehen aber weiterhin NUR HartzIV, da diese Zeit vom Konzern als Schulungsmassnahmne deklariert wird. Die Kollegen werden aber zu Beginn nur 8 Tage geschult um dann direkt in die Leitung zu gehen. Weitere Schulungen folgen, die sich dann auf den Verkauf eines Fremdproduktes beziehen. Dieses muss mit einer gewissen Angebotsquote an den Mann/Frau gebracht werden. Gewinn für den Konzern ohne einen Hauch an Mitarbeiterkosten. Da können wir anderen Standorte mit real gezahlten Löhnen natürlich nicht mithalten.
Nicht für jeden ist die Callcenter-Arbeit etwas, aber lehnt man diese "wundervolle" Arbeitsbeschaffungsmassnahme ab, werden die Zahlungen der Argentur für Arbeit eingestellt.
In Magdeburg war es eine Zeit lang gar nicht möglich sich ohne Vermittlungsgutschein zu bewerben. Die Qualifikation des Einzelnen war da egal. Da hätte man ja normales Gehalt zahlen müssen.....

Auch in Essen wurden die Gehälter gekürzt, so dass neue Kollegen mit ihrem Vertrag gleichzeitig eine Broschüre mit an die Hand bekamen, welche öffentlichen Gelder ihnen noch zustehen, zusätzlich zum Gehalt.
Ich möchte hier klarstellen, dass wir zwar truarig und wütend über die kommende Schliessung sind, aber der Umgang mit uns die grösste Wut ausmacht.

Mitte Dezember hat sich einer der Geschätfsführer, Jörg Schmidt, auf der Essener Betriebsversammlung geäussert, dass für das Geschäftsjahr 2008 (bis 31.9. wäre das gewesen) keine Schliessung geplant ist. Den Worten der Geschäftsleitung schenken wir schon lange keinen Glauben mehr, nur das Gefühl der (pardon) "Verarsche" bleibt, da wir vor einigen Tagen erfahren haben, dass er diese Position schon seit Mitte November nicht mehr inne hat. Er wurde gestern auch erstmal gefragt, was denn seine eigentliche Funktion damals und auch heute ist und wie man seinen heutigen Worten Glauben schenken soll.Er "outete" sich als stellv. Geschäftsführer, so dass seine damalige Aussage egal war. War ja nicht der Geschätfsführer. Diese Konstellation hat man uns mit Kalkül präsentiert!

Die s.g. Sozialpläne wurden uns noch nicht präsentiert da die 3 Gesandten nicht wirklich zu Wort kamen. Der grössere Skandal ist aber die Erpressung in Richtung Betriebsrat und der Mitarbeiter. Es wurde dem BR unverblümt gesagt, wenn wir die Füsse stillhalten und die Öffentlickeit aus dem Spiel lassen ( Nokia-Geschädigtes-Ruhrgebiet) könnte man über einen besseren Sozialplan reden. Wir werden mit unserer Existenzangst auch noch mundtot gemacht !!!!!!!!!
Hat der Konzern Angst vor Imageverlusten bei der Eröffnung des Prestigeobjektes Limbecker Platz?

Für den Imageverlust sorgt Arcandor selber. Seit einem Jahr funktioniert kaum ein Service für die Kunden reibungslos. Kataloge werden verschict, aus denen kaum noch Ware bestellbar ist.
Gut, dass es kaum Weihnachtsgeschäft gab, denn auch die wenigen Bestellugnen mussten z.T. abgelehnt werden, da die Artikel nicht da waren, oder Weihnachtsbäume eine Lieferzeit bis zum 30.12. hatten. Keine Ware keine Kunden!

Den Kollengen der "Communication Center" macht kaum einer einen Vorwurf, denn diese werden nach 2 Monaten Telefonie in die Expertenteams gesteckt. Z.b. in den Finanzservice. Kontenklärungen u.ä. sind ein komplexes Thema und nach so kurzer Zeit und intensivster Schulung kaum zu bewältigen. Da fehlt die Erfahrung auf die früher tatsächlich erstmal gesetzt wurde und nicht auf die billige Arbeitskraft. Was dort mit den Kundenkonten passiert ist haarsträubend.

KarstadtQuelle ist tot, aber das wird nicht so auffallen. Die unsinnige Namensänderung in "Arcandor" war ein cleverer Schachzug.
Wenn morgens in der Bild-Zeitung steht, "Arcandor" ist pleite berührt es kaum jemanden, im Gegensatz zu "KarstadtQuelle" ist pleite. Arcandor kennt man kaum, Arcandor hat keine Seele mehr.

Guter Schachzug Herr Middelhoff.

Hoffentlich hat Madeleine ( die Tocher der alten Frau Schickedanz) genug zur Seite geschafft, wenn ich mir die Aktienkurse anschaue....

Wir sehen uns zur Eröffnung....!!!

An alle Kollegen aus Essen:
Es war schön mit euch. Ich hatte noch nie einen Arbeitsplatz an dem ich mich fast fühlte als käme ich nach Hause. Ihr habt eine spitzen Arbeit geleistet. DAS was ihr tut ist Service für den Kunden.
Danke für alle Kunden die gestern morgen anriefen, ihre Betroffenheit aussprachen und ihre Konten sperren lassen wollen.
DANKE! Es war eine schöne Zeit und der "alten" Quelle werde ich eine Träne nachweinen. Nicht dieser Geld-und Arbeitskraftvernichtungsmachinerie.

#1 von NiceSmile , am 26.01.2008 um 09:54

Hallo Essener Kollegen,
ich bin eine Padborger Kollegin und wollte euch nur mitteilen das wir alle aus Padborg bei euch sind.
Seit stark!!
Wir verhandelten auch wegen eines Sozialplanes. Aber alles wurde von der Geschäftsleitung abgeblockt. Weil wir ja im Ausland sind.Da braucht man ja nichts zahlen, weil wir alle nicht in der Gewerkschaft sind. Wir werden behandelt wie Dänische Mitarbeiter. Ich bekomme noch 64 Kronen die Stunde,in Dänemark ist der Mindestlohn pflicht. Und der liegt bei ,soweit ich weiß 120 Kronen. Kann sein das er irgendwo kurz darunter steht, aber wir liegen da ja mal gerade bei 50 Prozent, denn alle die weniger als 3 Jahre dabei sind, haben weniger Gehalt als ich. Dieses Ausland ist 5 Km von Flensburg entfernt!!!!!
Bei uns wurden auch neue Kollegen eingestellt im November.
Montags hat die Schulung begonnen, und Dienstags kam dann unser AUS!
Und dafür hatte der liebe Herr Holtmann den weiten Weg auf sich genommen, um uns in sage ind schreibe 20 Minuten unser AUS mitzuteilen!!!
In Dänemark ist es so, das alle möglichen Abgaben vom Arbeitnehmer und nicht Arbeitgeber gezahlt werden.Aber nun gut, viele meiner Kollegen waren auch zum Coachen und sogar zum Schulen und in anderen Standorten.
Und meine Kollegin die dort zur Schulung war fragte Herrn Holtmann wie er sich denn den Service vorstelle, wenn die Kollegen in den Standorten noch lange nicht so weit sind.
Seine tolle Aussage- WER SICH EINE WASCHMASCHINE FÜR 399,00 EURO KAUFT,KANN KEINEN GUTEN SERVICE ERWARTEN!!! DENN GUTEN SERVICE,DEN KANN DIE QUELLE SICH NICHT LEISTEN!!!!!
Das ist doch eine tolle, aussagekräftige Meinung!!!!!!
Auch wir kämpfen mit vielen Kunden am Telefon die sich bei uns beschweren, weil sie an unkompetende KOLLEGEN gelangt sind. Naja,es ist ja bald an der Tagesordnung wenn ein Kunde für einen Kontoauszug, einer Rechnung, einen Katalog, oder wofür auch immer,4 Mal anrufen muss bis er dieses erhält!
Wie war das noch mit der Ausage von Herrn Holtmann...äh...Herr Dr. Holtmann....GUTEN SERVICE KANN SICH DIE QUELLE NICHT MEHR LEISTEN!!!!!!!!!!!!

#2 von Lusa , am 26.01.2008 um 23:11

Wieder eine Arbeitsplatzvernichtung im Westen durch die irrsinnige Fördergeldpolitik der verantwortlichen Politiker, die wir nur mit unserem Wahl- und Konsumverhalten ändern können. Ich z.B. werde in Zukunft keine Produkte kaufen, die von solchen kapitalistischen Subventionsgeiern hergestellt oder vertrieben werden. Ich boikottiere ebenso Unternehmen, die raffgierige Politiker in ihren Vorständen oder Aufsichtsräten beschäftigen. Dies sollten möglichst viele Konsumenten machen, denn Einigkeit macht stark und bewirkt etwas in hohlen Politikerköpfen.

#3 von Bergmann , am 27.01.2008 um 12:33

WER SICH EINE WASCHMASCHINE FÜR 399,00 EURO KAUFT,KANN KEINEN GUTEN SERVICE ERWARTEN!!! DENN GUTEN SERVICE,DEN KANN DIE QUELLE SICH NICHT LEISTEN!!!!!


Herr Holtmann, das ist doch das Statment welches sie heute bestreiten, nicht wahr? Das ist das Statement was wir rausschreien werden, damit es auch der letzte zahlende Kunde versteht!!!!
Nein, nicht in der Leitung. Ganz so perfide sind wir nicht......

#4 von NiceSmile , am 27.01.2008 um 14:48

Ich denke, Herr Holtmann hat seine Schuldigkeit getan, er hat doch mit der Schließung jetzt ausgedient! Es ist sicher schon lange geplant...schon sehr lange...und was ist es was die hohen Herren möchten???
Die Quelle in den Keller fahren!!!!!!
Und wenn man mal die Mehrzeit der Kunden hört, da wirst du mir sicher Recht geben, NiceSmile, sind doch jetzt schon sehr unzufrieden, drohen wegen des schlechten Service´s, unkompetenten Kollegen, falsch Lieferrungen,schlechter Qualität Nie wieder zu bestellen, oder lassen gar ihr Einkaufskont bei uns *schliessen*
Und so werden es sicher immer immer mehr....und irgendwann....in einigen Jahren...wenn man sagt...ich habe einmal für die Firma Quelle gearbeitet, in einem Callcenter...ich habe Kunden zufrieden gestellt, nach Lösungen gesucht, und sie dem Kunden unterbreitet, ich habe dem Kunden aus seinen Finanziellen Schwierigkeiten geholfen, indem ich ihm eine Stundung für das Konto gemacht habe, ich Ersatzteile für ihn angefordert habe, ich ihm auch einfach mal zugehört habe..Ja, das war mein Job! Mein Job den ich geliebt habe, weil ich mit Leib und Seele dabei war, nicht für die Firma Quelle, oh nein...für jeden einzelnen Kunden!!!!
Dann wird man fragen....Firma Q..wer??
Habe ich noch nie gehört!!
Nur wir....wir werden unsere Arbeit nie vergessen...ich denke...ich spreche für sicher alle Langjährigen Mitarbeiter wenn ich sage...wir können unsere Arbeit nicht vergessen, weil sie unser Leben war!!!!!!

#5 von Lusa , am 27.01.2008 um 16:53

@NiceSmile und @Lusa
Ich danke Euch sehr für Eure ausführliche Stellungnahme. Seit Freitag überlege ich wie ich meinen Gefühlen von Hilflosikkeit, Wut und Trauer Ausdruck verleihen soll. Ihr habt es hervorragend gemacht!!!!
Ich halte es für wirklich wichtig, dass die breite Masse erfährt, wie mit uns Mitarbeitern und den Kunden umgegangen wird. Hoffentlich lesen hier möglichst viele!!!!
Ehrlich gesagt, weiß ich noch überhaupt nicht, wie unsere Arbeit ind den nächsten und damit letzten Monaten aussehen soll......

#6 von cookie1 , am 27.01.2008 um 18:30

Hallo ihr Beiden.
Naja, wir werden den Artikel morgen nicht im Medienspiegel finden..:-)
Aber in der Hauptverwaltung wird man ihn lesen!!
Wir werden nichts gegen die Schliessung tun können, aber dieser Fördermittelmissbrauch (*)
der auf jeden Fall einen Teil der Arbeitsplätze gekostet hat muss aufhören.
Es muss bekannt werden welchen Stellenwert der Mitarbeiter und der Kunde in diesem Unternehmen noch hat. Ja, ich habe diesen Job auch geliebt. Die meisten Kunden waren und sind einfach freundlich und nett. Diese Kunden sind es aber auch, die mittlerweile auch die Geduld verlieren und ihr Vertrauen zu Quelle, wenn nicht schon ganz verloren, zumindestens in Frage stellen.

Dass Quelle, oh pardon, Arcandor sich am Wettbewerb "Kundenorientiertestes Unternehmen 2008" beteiligt ist der Running-Gag hier.

Ich denke nämlich ähnlich wie Lusa; das Unternehmen wird in den Sand gefahren und dann kommt es zu so einem Super-Deal wie mit Neckermann.
Wir verschenken den Laden einfach...
Und legen noch eine kleine Mitgift von 50 Millionen drauf...
So,macht man Geschäfte. Aushöhlen und weg damit.


@ Cookie1 Es wird mir auch schwerfallen. Aber ganz ehrlich; wir haben uns doch nur noch aufgeregt und Schadensbegrenzung gemacht. Wie oft haben wir mit dem Kopf geschüttelt weil mit den Kunden haarsträubende Dinge passieren.
Wie oft haben wir gesagt, wie gut,dass wir hier selber in die Programme schauen können und andere Telefonnummern haben, da man als Kunde wirklich aufgeschmissen ist.

Ganz ehrlich, soviel Tönung wie ich bräuchte um meine baldigen grauen Haare verdecken müsste, kann ich mir von meinem Mini-Gehalt nicht leisten:-)

Im Ernst. Ich trauere, weil ich unglaublich viele liebgewonnene Kollegen verlieren werde und einen Beruf, bei dem ich mit Fug und Recht behaupten kann, dass ich ihn wirklich geliebt habe.
Aber im Moment überwiegt die Wut. Und, wie du schreibst, die breite Masse muss das erfahren.
Die nächsten Monate werden schwer, aber
ich glaube, wir sollten die Situation einfach mal anders betrachten. Wir bekommen die nächsten Monate hautnah mit, wie sehr sich der Service verschlechtert (Steigerung kaum möglich, ich weiss), wenn erstmal Padborg aus der Leitung geht und dann nach und nach die anderen Center. Magdeburg und Berlin sind noch lange nicht so fit um ALLE Callmengen (auch bei geringem Anrufvolumen) abzuarbeiten....
Lasst uns Lächelnd zuschauen wie sie absaufen....

(*) dies gibt ausschliesslich meine persönliche Meinung wieder

#7 von NiceSmile , am 27.01.2008 um 20:03

Resigniert? Waren Sie etwa dabei, als uns die Entscheidung mitgeteilt wurde?Quelles Pressesprecher mag viel erzählen können, aber wenn wir eins nicht haben, dann resigniert.
Eher wird die Geschäftleitung bemerkt haben, das sie es mit Essen nicht so leicht haben wird, wie sie es so gerne hätten.

#8 von Candy , am 29.01.2008 um 13:00

Hallo Candy,
auch mit Padborg hatten sie es nicht leicht. Wir haben sehr gut gekonntert, was natürlich im nichts an der Entscheidung änderte..aber was uns doch ein gutes gefühl gab nicht einfach zu hören was man uns zu sagen hatte, zu schlucken und es hin zu nehmen. NEIN!!!
Wir hielten zusammen, standen unsere FRAU und unseren MANN !!!!
Und wir hörten so manch ein Gestammel, wir merkten die Unsicherheit, denn so hatten sich die Hohen Herren das nicht vorgestellt mit uns...oh nein...
Wir dürfen nur nicht anfangen leise zu werden!!!!!!!!!!!!!
Wir müssen uns alle zusammen tun....zusammen halten...damit auch jeder einzelne Kunde in ganz Deutschland weiß, das sich die QUELLE KEINEN GUTEN SERVICE MEHR LEISTEN KANN!
UUnd mal ehrlich, was ist in der heutigen Zeit denn schon eine Waschmaschine im Wert von 399 Euro????
Wenn ich das Monatsgehalt von den Holtmann hätte....hätte ich sicher eine Putzfrau die meine 1000 Euro teure Waschmaschine bedient.Aber wer sagt mir, das der Service bei dem Preis besser ist??????
Niemand, denn die kommt sicher auch von Quelle!!!!!!!!

#9 von Lusa , am 29.01.2008 um 22:31
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