850 Spender wollen der kleinen Ava helfen

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Der Name Ava geht auf „aval“ zurück, das altsächsische Wort für „Kraft“. Diese Interpretation passt wohl am besten zu dem dreijährigen Mädchen aus Bottrop, das gegen MDS kämpft, eine lebensbedrohliche Erkrankung des blutbildenden Systems. Eine Stammzellspende kann sie heilen.

Daniel Tschirner, ein Freund der Familie, organisierte am Sonntag eine Registrierungsaktion in Frintrop und sorgte dafür, dass sich mehr als 850 neue Spender in die Deutsche Knochenmarkspenderdatei DKMS eintragen ließen.

„Ava ist so tapfer, sie hat trotz der Krankheit nicht ihr Lächeln verloren“, sagt Avas Mutter Jenny, die von der Unterstützung sichtlich gerührt ist. Alle zwei bis drei Tage muss Ava ins Krankenhaus zur Bluttransfusion. Das hat nicht nur Freunde und Bekannte, sondern auch weitere zahlreiche Helfer mobilisiert, dem kleinen Mädchen zu helfen. Auf der Bezirkssportanlage „Am Wasserturm“ konnte sich jeder als Spender registrieren lassen. Der DJK Adler Union Essen-Frintrop stellte die Sporthalle und viele ehrenamtliche Helfer. Michael Tschirner, der Vater des Initiators, ist der Geschäftsführer des Vereins. „Ich finde es toll, was die DKMS macht und unterstütze ihre Arbeit gerne“, sagt er. Nachdem ehrenamtliche Helfer die Daten der 17- bis 55-jährigen Spender erfasst hatten, nahmen ihnen die Johanniter Blut ab und trugen sie in die Knochenmarkspenderdatei ein. „Die 20 Helfer, die heute von uns hier sind, haben sich natürlich auch schon typisieren lassen“, sagt Einsatzleiter Thorsten Strack.

Alle Beteiligten sammelten Geldspenden für die DKMS, da jede Typisierung 50 Euro kostet. „Der gesamte Erlös, den wir heute erwirtschaften, geht natürlich auch an die Knochenmarkspenderdatei“, sagt der Organisator Daniel Tschirner. Über 1000 Besucher sind am Sonntag auf die Sportanlage gekommen, um zu helfen. „Wir wissen, dass es extrem schwierig ist, einen passenden Spender zu finden“, sagt Avas Mutter. „Das ist, als suche man die Nadel im Heuhaufen. Wenn unter den neuen möglichen Spendern keiner für Ava dabei ist, kann aber vielleicht einem anderen Schwerkranken geholfen werden.“