73 neue Brückenbauer in Essen am Start

Foto: eingereichtes Fremdbild
Was wir bereits wissen
Sprach- und Integrationsmittler – so genannte „SprInt“ - helfen in Schule, Krankenhaus und Kita, wenn es bei der Verständigung mit Einwanderern hapert.

Essen.. Ob in der Schule, im Krankenhaus oder beim Wohnungsamt – wer mit Kunden, Patienten oder Klienten zu tun hat, kennt die Situation: Mangelnde Deutschkenntnisse erschweren den Kontakt. Verständigungsschwierigkeiten und Missverständnisse führen zu Mehraufwand und unbefriedigenden Beratungsergebnissen.

Seit dem 1. April bieten professionelle Brückenbauer in Essen Hilfe für genau solche Probleme: den Vermittlungsservice für Sprach- und Integrationsmittler „SprInt Essen“.

Mehr als 40 Sprachen und Dialekte

Unter der Trägerschaft der Fördergesellschaft Kultur und Integration und in enger Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Essen geht ein Pool von 73 professionellen Sprach- und Integrationsmittlern (sogenannte SprInt) an den Start. Sie stehen den Einrichtungen des Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesens zur Verfügung, um eine reibungslose Verständigung zwischen den Fachkräften und ihrem fremdsprachigen Klientel zu gewährleisten.

In mehr als 40 Sprachen und Dialekten können die „SprInt“ fachgerecht dolmetschen, vermitteln aber auch in interkulturellen Konflikten mit der Methode der interkulturellen Mediation. „SprInt Essen“ ist eingebunden in ein bundesweites Netzwerk Sprach- und Integrationsmittlung, das aus über dreißig Partnerorganisationen in elf Bundesländern besteht.

„Mit SprInt Essen leisten wir einen wichtigen Beitrag"

Dank eines Budgets der Stadt Essen für den Ausbau der interkulturellen Orientierung ist dieser Dienst für alle städtischen Einrichtungen, darunter auch Schulen und Kindertagesstätten, kostenfrei. Auch alle als gemeinnützig anerkannten Vereine und Verbände profitieren von dem kostenlosen Service. Alle anderen Einrichtungen (wie etwa Krankenhäuser, Arztpraxen, Wohnungsvermittlungen) können kostenpflichtig einen „SprInt“ anfordern.

„Mit SprInt Essen leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Willkommenskultur in dieser Stadt“, sagt Andreas Bomheuer, der für Integration zuständige Dezernent. „Das Konzept ist in einer jahrelangen Projektphase gründlich getestet worden und hat sich vorzüglich bewährt.“ Die Anfragen nach Sprachmittlern seien ständig gestiegen und würden auch in nächster Zeit nicht weniger werden, zumal zahlreiche Flüchtlinge zu uns nach Essen kommen, betont Bomheuer. „Da kommt der Start von „SprInt Essen“ gerade zur rechten Zeit.“ Für diejenigen, die im Arbeitsalltag mit Sprachhindernissen zu kämpfen haben, wird es auf jeden Fall eine Erleichterung sein, wenn ihnen ein „SprInt“ zur Seite steht.

SprInts kann man online buchen auf www.sprint-essen.de oder unter 88-88481.