59 Reihenhäuser auf Brachgelände

Altenessen..  Ob es ein ehemaliger Güterbahnhof war oder eher ein Elektrizitätswerk, darüber sind sich die Altenessener nicht einig. Dafür steht jetzt die Zukunft an der „Ecke Stankeitstraße/Altenessener Straße“ fest: 59 Reihenhäuser werden hier errichtet. Die Stadt macht den Weg frei und stellt einen Vorhabenbezogenen Bebauungsplan auf.

Die Siedlung mit den unterschiedlich großen Reihenhäusern wird auf Grundlage des Wohnungseigentumsgesetzes umgesetzt. Das Grundstück, so informiert die Stadtverwaltung, bleibt danach im Gemeinschaftseigentum, die Häuser werden Sondereigentum, ähnlich wie bei Eigentumswohnungen.

Energieeffizientes Bauen wird erreicht, indem die Gebäude auf die Installation einer Solaranlage ausgelegt werden. Das Gebiet wird von einer zentralen Versorgungseinheit, einem Blockheizkraftwerk, mit Energie versorgt. Das Wohngebiet wird durch Fußwege an den Kaiser-Wilhelm-Park angebunden. Auch die bereits bestehende Radwegeverbindung wird im Konzept berücksichtigt, versichert die Stadt.

Laut Planentwurf ist entlang der Altenessener Straße und der Stankeitstraße eine geschlossene Bauweise bei vier Vollgeschossen festgesetzt. Im rückwärtigen Planbereich ist eine offene Bauweise bei maximal drei Vollgeschossen zulässig. Für alle Planbereiche sind nur Satteldächer zulässig.

Als Grundgerüst für das etwa 250 m lange und verhältnismäßig schmale Baugrundstück wird eine private Haupterschließungsachse von Norden nach Süden gebildet. Diese Erschließungsachse mündet im Norden in die Stankeitstraße und bindet über eine von der Nord-Süd-Verbindung ausgehende Achse an die Altenessener Straße an.

Es ist die Errichtung von insgesamt 59 Hauseinheiten vorgesehen, insgesamt 17 Häuser mit 116 qm und 42 Häuser mit 141 qm Wohnfläche. Diese besteht ausschließlich aus einer Reihenhausbebauung mit zwei Vollgeschossen, Satteldach und einer Dachneigung je nach Haustyp von 35 und 34 Grad.

Als die Pläne vor einem Jahr bekannt wurden und dann im April in einer Bürgerversammlung vorgestellt worden waren, zeigten sich nicht alle kommunalen Politiker begeistert. „Die Bebauung ist nicht ganz in unserem Sinne. Wir hätten uns da eher ein bisschen weniger dicht gedrängte Häuser gewünscht“, sagte z. B. Klaus Hagen (CDU), der stellvertretende Bezirksbürgermeister. „Aber nach der langen Zeit, in der das Grundstück brach liegt, ist das ein positiver Weg.“

Der Investor aus Köln hat bereits an der Johanniskirchstraße, ehemalige Brennerei Hasebrink, 28 Häuser errichtet.