5300 Euro für Förderschule in der Ukraine

Riesenstimmung herrschte bei der Saal-Wette am Ende der Show: 28 Erwachsene sollten auf die Bühne kommen und die erste Strophe der Europa-Hymne singen. Diese Aktion fand im Rahmen des Benefiz-Abends in der Sporthalle des Theodor-Heuss-Gymnasiums (THG) statt. Jochen Unterhansberg vom Buchholzhof hatte 500 Euro dagegen gewettet und freute sich, dass er diese für einen guten Zweck verloren hatte.

Verlorene Saalwette

„Europa heißt Helfen“ lautet das Hilfsprojekt am THG. „Es war uns als Europaschule wichtig, etwas für diese Gemeinschaft zu tun, daher haben wir uns ganz bewusst für die ferne Ukraine entschieden. Dort herrscht großes Leid und unsere Schüler sollen lernen, über den Tellerrand hinaus zu schauen“, erklärt Koordinatorin Madeleine Werners. Nach aktuellem Stand kamen über 5300 Euro zusammen.

Im Rahmen einer einwöchigen Projektwoche bereiteten die Schüler, allen voran Schülersprecher Lucas Spelter, den Abend vor. Das Team der Schülervertreter hingegen bereitete leckere „THG-Snack-Tüten“ vor und verkaufte kulinarische „Europa-Teller“ vor der Veranstaltung und in der Pause.

Konkret geht es um eine Förderschule für Kinder mit Behinderung, die unter Trisomie 21 – auch als Down-Syndrom bekannt – leiden. „Dies soll keine einmalige Aktion sein, wir möchten die Schule für lange Jahre im Sinne der Nachhaltigkeit begleiten“, erklärt Werners.

„Europa“ war also auch das Thema des gesamten Showprogramms, dass Jan-Niklas Alvers aus der elften Jahrgangsstufe gemeinsam mit Fabienne Liedke aus der 8c mit viel Witz und Eloquenz moderierte. Gleich zu Anfang präsentierten der Unterstufenchor und die Teen Voices des THG die „Ode an die Freude“ von Ludwig van Beethoven. Gemeinsam mit dem deutsch-bulgarischen Kulturverein hatte die 6c einen Folklore-Reihentanz einstudiert. Auch der berühmteste Tanz Griechenlands, der „Kalamatianos“, unter der Choreographie von Abiturient Nikolaos Tetos kam sehr gut bei den rund 500 Zuschauern an.

Einen Dank an alle Beteiligten gab es auch von Schulleiter Dr. Thomas Doepner: „Ich habe unsere Schüler von einer ganz neuen Seite erlebt. Dies war eine unglaublich produktive und moralische Sache.“