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53. Marathon rund um den Baldeneysee startet am Sonntag

05.10.2015 | 18:04 Uhr
Rund 2500 Aktive werden zum 53. Marathon rund um den Baldeneysee erwartet.Foto: Michael Gohl / FUNKE Foto Services

Essen.  Am Sonntag geht es zum 53. Mal rund um den Baldeneysee in Essen. Rund 2500 Aktive werden beim Marathon erwartet. Thorben Dietz gilt als Favorit.

Am Baldeneysee geht es am kommenden Sonntag sprichwörtlich wieder rund. Wenn Essens 1. Bürgermeister Rudi Jelinek um kurz vor Zehn auf seine Armbanduhr schaut, greift er wahrscheinlich auch in diesem Moment zur Pistole. Knapp 2500 Menschen werden gespannt und aufgeregt, möglicherweise auch etwas zittrig zu ihm schauen. Dann wird Jelinek ein paar letzte Worte sprechen und abdrücken. Aber alles halb so schlimm – es ist ja nur ein Startschuss.

Dann geht – oder besser: läuft es los. 42,195 mitunter quälende Kilometer liegen vor den Läufern, zweimal um den Baldeneysee herum. Entweder als Einzelkämpfer oder im Team als Staffel.

„Vieles ist möglich, gerade bei einem Marathon“

Mit dabei ist auch Thorben Dietz. Er ist Referendar an der Grundschule im Nordviertel und gilt als ein großer Favorit auf den Sieg. „Ich freue mich riesig auf den Marathon in meiner Wahlheimat. Die Vorbereitung hat sehr gut funktioniert, allerdings bin ich öfter um den See gelaufen als geplant“, schmunzelt der diesjährige westdeutsche Vizemeister.

Der 52. RWE Marathon

Dietz sieht aber andere in der Favoritenrolle, darunter auch Titelverteidiger Daniel Schmidt von der Sporthochschule in Köln. „Aber vieles ist möglich, gerade bei einem Marathon“, weiß der 26-Jährige. Dennoch will er den Heimvorteil nutzen, die Strecke kennt Dietz jedenfalls schon gut. „In der zweiten Runde wird es ab Kupferdreh ernst“, sagt er daher. Dann stehen die letzten sieben intensiven und vielleicht auch schmerzhaften Kilometer an. Noch einmal über die Kampmannbrücke, an Heisingen vorbei und auf die Zielgerade in Richtung Regattahaus. Dann ist nicht nur der Kampf gegen die anderen, sondern wahrscheinlich auch der gegen den eigenen Körper und den Kopf entschieden.

Musikgruppen, Trommler und Cheerleader

Auf der Strecke gibt es, sofern es denn die Zeit des ehrgeizigen Läufers zulässt, viel zu sehen. Musikgruppen, Trommler und Cheerleader sollen für eine gute Stimmung sorgen und die Aktiven zur Höchstleistung antreiben. Das dürfte für den einen wichtiger sein als für den anderen.

Die Allbau-Staffel zum Beispiel, tritt vor allem für den guten Zweck an. Radio Essen-Moderator Björn Schüngel läuft gemeinsam mit den Essener Spitzensportlern Max Rendschmidt (Kanute der KGE) sowie Carsten Ridder und Lasse Seidel, die Zweitliga-Handballer vom Tusem. Seidel ist bereits zum dritten Mal dabei: „Das ist schon was anderes als auf dem Handball-Feld zu stehen, wo man eigentlich nur kurze Wege macht. Nach den letzten Malen war ich richtig kaputt. Ich habe großen Respekt vor denen, die den Marathon komplett laufen“, so der 22-Jährige.

Start des 52. RWE Marathon

Traditionsreicher Baldeneysee-Marathon

Für jede Staffel, die schneller als die „Promis“ unterwegs ist, spendet der Sponsor 50 Euro an die Aktion „Lichtblicke“. Bei rund 300 Staffeln dürfte also eine Menge zusammen kommen.

Der Marathon rund um den Baldeneysee gilt seit seinem Debüt 1963 als der traditionsreichste und schnellste Deutschlands. Die Bestzeit von 2:14,36 holte der Essener Werner Grommisch 1987. Das kann doch nicht ewig halten, denken sich Veranstalter Tusem und der namensgebende Sponsor. Deshalb gibt es einen Sonderpreis unter dem Motto: „Schlagt den Grommisch sein Rekord“. Der Gewinner erhält ein Überraschungspaket. Was da wohl drin ist? Vielleicht erfahren wir es am Sonntag.

Wichtiges rund um den RWE-Marathon

  • Bislang haben sich 1200 Einzelläufer und knapp 300 Staffeln angemeldet.
  • Wer noch mitlaufen möchte, kann sich am Samstag von 13 bis 18 Uhr und am Sonntag zwischen 7.30 und 9:30 Uhr am Veranstaltungsort nachmelden. Für die Teilnahme zahlen Einzelläufer 55 Euro, Staffeln 95 Euro.
  • Von 9 bis 15 Uhr kommt es am Sonntag rund um den Baldeneysee zu starken Verkehrsbeschränkungen. In Werden, Kupferdreh und Heisingen werden Straßen und Radwege gesperrt. Es wird darum gebeten, besondere Rücksicht zu nehmen.
  • Auch bei der Evag kommt es zu Einschränkungen: Im Bereich der Laufstrecke in Kupferdreh und Heisingen sind die Wuppertaler Straße, die Kampmannbrücke und die Prinz-Friedrich-Straße gesperrt. Die Gustav-Heinemann-Brücke und die Bredeneyer Straße in Werden sind nur eingeschränkt nutzbar. Diese Buslinien werden am Sonntag zwischen 9 und circa 14.30 Uhr umgeleitet: 155 zwischen den Haltestellen Annental und Kupferdreh Bahnhof, 169 in Richtung Margarethenhöhe zwischen Werden Markt und Löwental und 181 in Richtung Heisingen zwischen Werden Markt und Stadtwaldplatz.
  • Weitere Einschränkungen bei der Evag: Auf der Linien 141 fallen die Haltestellen Prinz-Friedrich-Straße bis Heisingen Baldeneysee ersatzlos aus. Die 141 endet am Kupferdreher Bahnhof. Auf der Linien 155 werden die Haltestellen Sartoriusstraße und Annenfähre in Richtung Kupferdreh aufgehoben. Die Stationen Rote Mühle, Kampmannbrücke und Prinz-Friedrich-Straße fallen in beide Richtungen aus. Die Busse der Linien 169, 180, 181 und 190 halten nicht an der Haltestelle Werden S auf der Bredeneyer Straße und Werden Brücke. Dafür richtet die Evag die Haltestelle Werden S auf dem Bahnhofsvorplatz der Ruhrtalstraße als Ersatz ein. Auf der Linie 181 fällt die Haltestelle Hügel/ Regattahaus in Richtung Heisingen aus.

Joshua Windelschmidt

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53. Marathon rund um den Baldeneysee startet am Sonntag
53. Marathon rund um den Baldeneysee startet am Sonntag
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2015-10-05 18:04
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