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1. Mai

5000 Besucher bei Maifeier auf Zeche Carl in Essen

01.05.2012 | 18:16 Uhr
5000 Besucher bei Maifeier auf Zeche Carl in Essen
Das traditionelle Fest zum 1. Mai feiert 2012 seinen 30.Geburtstag. Foto: Ulrich von Born

Bottrop.   Mindestens bei den Besucherzahlen der traditionellen Maifeier hat die Zeche Carl den Anschluss an die guten alten Zeiten geschafft. Rund 5000 Menschen, deutlich mehr als in den Vorjahren, kamen am Dienstag zur Wilhelm-Nieswandt-Allee. Und fast alle wollten schauen: Wie sieht sie denn aus, unsere neue alte Zeche Carl?

Abschließende Antworten auf diese Frage nach der neuen alten Zeche Carl gab es noch nicht bei der zweiten „Baustellen-Party“ seit dem Beginn des Umbaus des Casinogebäudes. Denn fertig sieht anders aus. Immerhin sind Lichthof und Festhalle (die bei den alten Carl-Fans immer noch Turnhalle heißt) inzwischen wieder nutzbar, wenn auch noch nicht wirklich fertig. So hat das Casino endlich wieder einen richtigen Eingang.

Dafür allerdings ist die Kaue jetzt wegen Umbaus voraussichtlich bis Juni geschlossen. Auch nicht ganz einfach, sagt Carl-Geschäftsführerin Kornelia Vossebein: „Unsere Partyformate über Festhalle und Lichthof abzuwickeln, birgt einige Tücken, wie wir gemerkt haben.“ So bittet das Gastronomie-Team auf Anschlägen in der Festhalle um Nachsicht vor allem der durstigen Gäste mit den Worten: „Aufgrund der Umbauarbeiten in unserer schönen Zeche können wir euch nur einen etwas eingeschränkten Service bieten.“

Keine Prognosen zum Umbau

Prognosen zur Umbau-Dauer will die Carl-Chefin nicht abgegeben. Der September steht als Termin für ein Ende der Bauarbeiten im Raum. Aber noch immer kann viel passieren, können Bauarbeiter wie in der Festhalle auf Überraschungen an der Hallendecke stoßen, die die Bauarbeiten mal eben für eine Woche stoppen. Immerhin, sagt Kornelia Vossebein: „Der Höhepunkt der Schwierigkeiten dürfte überschritten sein.“

Davon konnten sich am Dienstag gleich zwei Mitglieder der Landesregierung überzeugen, was auch dem Wahlkampf geschuldet sein dürfte. Justizminister Thomas Kutschaty, der sich im Essener Norden zur Wahl stellt, löste ein Versprechen ein und sang mit der Truppe der „Ruhrpott-Revue“ relativ textsicher eine Version des „Steigerliedes“. Und am Abend schaute Ministerpräsidentin Hannelore Kraft vorbei. Dass auch die CDU mit einem Stand auf dem Zechengelände vertreten war, war nicht nur Wahlkampf: Letztes Jahr war sie auch schon da.

Kai Süselbeck



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