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500 Kilo schwerer Buddy am Essener Kreisverkehr

04.12.2009 | 08:53 Uhr
500 Kilo schwerer Buddy am Essener Kreisverkehr

Essen. Den Kreisverkehr am Berliner Platz in Essen ziert nun ein mit Fiberglas umhüllter, 500 Kilogramm schwerer und sechs Meter großer Buddy Holly. Da der vor einiger Zeit ausgelobte Gestaltungswettbewerb für den Platz nicht den gewünschten Erfolg brachte, gibt er wohl ein längeres Gastspiel.

Er steht an der Kreuzung von siebter und achter Straße, gleich neben dem Holiday Inn und nicht weit von einem „7 Eleven“-Laden. Aber das ist – zugegeben – weit, weit weg: im fernen Lubbock, Texas, wo sie Buddy Holly, dem großen Sohn dieser Stadt, dieses Denkmal für die Ewigkeit gesetzt haben.

Mit Fiberglas umhüllt

Kein Vergleich mit Essen, Germany, wo die Rock’n’Roll-Legende ja nur ein Gastspiel im Colosseum gibt, und dennoch: Weil der Berliner Platz nach dem Umbau noch ein wenig öd und leer schien, ziert nun ein mit Fieberglas umhüllter, 500 Kilogramm schwerer Buddy Holly aus Stahlrohr und Polyesterschaum den Kreisverkehr – der texanischen Statue mittels 3-D-Modelling nachempfunden und mit sechs Metern gleich doppelt so groß wie das Original. Gefertigt wurde das gute Stück von der Firma 3D-Culture und nur aus Fotografien, die sich in dreidimensionale Dateien umarbeiten ließen.

Eigentlich war geplant, den Essener Buddy nur ein paar Wochen zum Platzhalter für ein ständiges Kunstwerk zu machen, nun aber scheint nicht ausgeschlossen, dass sein Gastspiel als Werbestatue fürs Stage-Musical nebenan noch ein paar Monate länger dauert - vielleicht bis zum Ende der geplanten Laufzeit des Singspiels im Sommer.

Gestaltungswettbewerb blieb ohne Erfolg

Denn der vor einiger Zeit ausgelobte Gestaltungswettbewerb für den Berliner Platz hat dem Vernehmen nach nicht jene Qualität hervorgebracht, die mancher sich davon versprach. Zwei zweite Preise wurden vergeben, doch weder der vorgeschlagene Anker (der in die U-Bahn-Passage hinabgereicht hätte) noch Idee Nummer 2, eine Weltkugel, sollen umgesetzt werden.

Vielleicht, so mutmaßen Beteiligte, brächte ein höheres Preisgeld mehr zustande? Im Kulturhauptstadt-Jahr 2010  wird die langfristige Lösung jedenfalls noch nicht umgesetzt. Es scheint, als würde in künstlerischen Fragen am Berliner Platz noch so manche Runde zu drehen.

Wolfgang Kintscher

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