50 Jahre Kita „Vogelweide“

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Freisenbruch..  „Auf dem Weg“ – Pfarrer Olaf Zechlin von der Evangelischen Kirchengemeinde Freisenbruch-Horst-Eiberg hatte das Motto des Gottesdienstes zum Jubiläum der Kindertagesstätte „Vogelweide“ in Freisenbruch mit Bedacht gewählt. 1. Juli 1965: 50 Jahre liegt der Tag zurück, an dem die Kita des Diakoniewerks Essen an der Von-der-Vogelweide-Straße 58 öffnete. Ein halbes Jahrhundert lang begleitet die Einrichtung nun Kinder auf ihrem ersten, so wichtigen Lebensabschnitt und lehrt sie, sich und andere in ihrer Verschiedenheit zu akzeptieren. Denn schon immer wurde in der Kita Vogelweide das Zusammenleben von Kindern aus verschiedenen Kulturen, Religionen und Konfessionen gefördert.

„Auf dem Weg“

„Auf dem Weg“ – das steht sinnbildlich auch für die Entwicklung, die die Kita erfuhr. Für die Veränderungen, die heute deutlicher zu Tage treten als je zuvor. Etwa in Form des 2014 neu gestalteten Anbaus und der ebenfalls neu errichteten Turnhalle. „Dadurch verfügen wir über eine zusätzliche und hervorragend ausgestattete Gruppe für Kinder im Alter unter drei Jahren“, so Leiter Björn Regniet. Er ist der Vierte in der Geschichte der Kita, der die Verantwortung für die betreuten Kinder in Freisenbruch trägt, nachdem er 2013 die Leitung von Anneliese Göbelsmann – zuvor selbst 35 Jahre im Amt – übernahm. Brigitte Hager und Helene Jahnke hießen deren Vorgängerinnen.

Anneliese Göbelsmann steht vielleicht wie keine andere für die intensive Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinde und Eltern. Ihre Patenschaft für ein brasilianisches Kind etwa unterstreicht zudem ihr soziales Engagement über die Grenzen der Kita hinaus.

Es war Mitte 2011, als die Kirchengemeinde Freisenbruch/Horst/Eiberg die Trägerschaft der Kindertagesstätte an das Diakoniewerk Essen übertrug. Ein Schritt, den keiner der Kooperationspartner bislang bereut hat – ganz im Gegenteil. „Im Mittelpunkt unseres pädagogischen Handels steht, die Partizipation und freie Selbstbildung des Kindes so gut wie möglich zu fördern“, erklärt der 32-jährige Björn Regniet, selbst Pädagoge.

Die insgesamt 55 Kinder – aufgeteilt in drei Gruppen der Altersstufen zwischen vier Monaten bis sechs Jahren – sollen mitbestimmen können, was in der Kita passiert, „und sich durch eigenes Ausprobieren und Experimentieren individuell weiterentwickeln“, wie es Regniet beschreibt. „Auch da sind wir auf einem guten Weg.“

Dem kann Pfarrer Andreas Müller, Vorstandsvorsitzender der Diakonie, nur beipflichten: „Unser größter Wunsch ist es, den Kindern ein guter Wegbegleiter zu sein. Gleiches gilt für die Entwicklung unseres religionspädagogischen Konzepts, für die fachliche Ausbildung unserer Mitarbeiter und auch für die bestmögliche Gestaltung unserer Räumlichkeiten.“

Sein Dank gilt insbesondere dem teils jahrzehntelangen Engagement der Menschen, die vor Ort und jeden Tag aufs Neue ihre Arbeit gestaltet haben, zum Wohl der Kinder.