49-Jähriger schleift bewusstlose Frau in Essen über die Straße

Zu einem Einsatz wurde die Polizei ins Südviertel alarmiert.
Zu einem Einsatz wurde die Polizei ins Südviertel alarmiert.
Foto: Michael Kleinrensing
Was wir bereits wissen
  • Mann hat hilflose, offenbar bewusstlose Frau im Essener Südviertel aus einem Taxi gezogen
  • 49-Jähriger schleifte Frau über die Straße in ein Wohnhaus und dort in einen Aufzug
  • Couragierte Zeugen stellten sich dem Mann trotz massiver Drohungen in den Weg

Essen.. Eine hilflose, offenbar bewusstlose Frau ist auf der Steinstraße/Gärtnerstraße im Essener Südviertel von einem Taxifahrer und ihrem 49-jährigen Begleiter aus einem Taxi gezogen und auf die Straße gelegt worden. Anschließend hat der 49-Jährige die Frau laut Polizei über die Straße in ein Wohnhaus geschleift. Zeugen versuchten, den Täter daran zu hindern, wurden aber von ihm bedroht. Das Opfer erlitt schwere Verletzungen.

Der Vorfall ereignete sich bereits am Sonntag, kurz nach Mitternacht. Das Kommissariat KK 34 steht noch am Anfang ihrer Ermittlungen. Das Opfer befindet sich zur stationären Behandlung im Krankenhaus und ist noch nicht vernehmungsfähig.

Zeugen ließen sich trotz massiver Drohungen nicht abschrecken

Die Frau hatte Quetschungen und andere Verletzungen erlitten, als der Mann die Liegende über Fahrbahn und Gehweg zog. Während sich der Taxifahrer von dannen machte, eilten Anwohner und Zeugen der Frau zu Hilfe. Doch der Mann war laut Polizei so aggressiv, dass sie Abstand zu ihm halten mussten und die Polizei alarmierten. „Wir sind dankbar, dass diese couragierten Zeugen sich trotz der massiven Drohungen nicht abschrecken ließen und sich ihm gegenüber stellten“, erklärte Polizeisprecher Peter Elke.

Als der 49-Jährige versuchte, die regungslose Frau in den Fahrstuhl zu zwängen, trafen die alarmierten Polizisten ein. Sie wurden ebenfalls bedroht und daran gehindert, der Verletzten zu helfen. Die Beamten überwältigten den 49-Jährigen durch gezielte Faustschläge. Er wurde gefesselt und in Gewahrsam genommen.

Der Täter, der eine gemeinsame Wohnung mit der Frau hat, ist inzwischen wieder auf freien Fuß. Gegen ihn wird unter anderem wegen Körperverletzung, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Bedrohung ermittelt.