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Familiendrama

41-jährige Frau tötete wohl erst ihre Tochter (7) und dann sich selbst in Rüttenscheid

12.08.2012 | 12:32 Uhr
41-jährige Frau tötete wohl erst ihre Tochter (7) und dann sich selbst in Rüttenscheid
Am Fundort der Leichen in der Emmastraße haben Unbekannte Blumen als Zeichen des Trauers abgelegt.Foto: dapd

Essen.   Keine 24 Stunden nach einer schrecklichen Bluttat in Rüttenscheid scheint der Fall geklärt. Offenbar hat eine 41-jährige Frau ihre siebenjährige Tochter mit einem Messer getötet und sich dann selbst das Leben genommen. Die Polizei fand die blutüberströmten Leichen im Bett des Kindes.

Eine Besatzung eines Streifenwagens hat am Samstagabend in Rüttenscheid eine furchtbare Entdeckung gemacht. Gegen 22.30 Uhr traf die Streife an einer Wohnung in der Emmastraße ein. Die Polizei war ausgerückt, weil kurz vorher eine Vermisstenmeldung nach der Wohnungsinhaberin aufgegeben worden war - eigentlich ist das ein Routineeinsatz. Als die Beamten die verschlossene Erdgeschosswohnung betraten, fanden sie eine 41- jährige Frau und ihre siebenjährige Tochter leblos auf. Mutter und Tochter lagen blutüberströmt mit massiven Verletzungen im Kinderbett des Mädchens. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen.

Leichen noch am Sonntag in der Rechtsmedizin untersucht

Die 41-Jährige und ihre Tochter wurden noch am Sonntag in der Rechtsmedizin im Uniklinikum untersucht. Noch ist der Tathergang nicht vollständig geklärt, nach ersten Erkenntnissen aber sieht es so aus, dass die Mutter wohl zunächst die Tochter mit einem Haushaltsmesser getötet hat. An der Leiche des Kindes stellten die Rechstmediziner massive Halsverletzungen fest, die zum Tod der Siebenjährigen geführt haben. Danach trennte sich die Mutter ihre Halsschlagader mit dem Messer auf. Sie starb im Bett des Kindes, in dem die Polizei die beiden Toten fand.

Die 41-jährige Mutter hat wohl zunächst ihre Tochter und danach sich selbst erstochen.

Der getrennt lebende 47-jährige Ex-Ehemann und Vater des Kindes hatte am Samstagabend die Polizei eingeschaltet, nachdem er seine frühere Ehefrau und die Tochter über Stunden nicht erreichen konnte. Er wurde bis zum Sonntag Nachmittag von den Beamten der Mordkommission aus Polizei und Staatsanwaltschaft befragt. Die Ermittlungen werden fortgesetzt. Die Polizisten, die in Begleitung einer jungen Auszubildenden zuerst am Tatort waren, wurden außer Dienst genommen und werden von Seelsorgern betreut.

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