40 neue Sozialarbeiter für die Schulen

40 Sozialarbeiter sollen zum 1. August ihren Dienst aufnehmen.
40 Sozialarbeiter sollen zum 1. August ihren Dienst aufnehmen.
Foto: Jakob Studnar
Was wir bereits wissen
Die wichtige Arbeit ist für drei Jahre gesichert. Essen bekommt 2,7 Millionen Euro vom Land. Anträge und Ausgaben beim Bildungs- und Teilhabepaket auf neuem Höchststand. Essen liegt an der Spitze in NRW.

Essen.. Die soziale Arbeit an Schulen ist für drei Jahre gesichert: Nachdem das erfolgreiche Projekt nach einem Zuständigkeitsgerangel zwischen Bund und Land Ende des Jahres 2013 zum Leidwesen von Kindern und Lehrern bis auf wenige Ausnahme an den örtlichen Berufskollegs beendet worden war, steht nun eine Neuauflage der Förderung benachteiligter Schüler an.

Ab 1. August dieses Jahres sollen bis zu 40 Sozialarbeiter die wichtige Arbeit fortsetzen. 2,7 Millionen Euro stellt das Land der Stadt Essen, die einen Eigenanteil von 20 Prozent beisteuern muss, zu diesem Zweck zur Verfügung. Ein entsprechender Antrag ist auf dem Weg nach Düsseldorf, ein kommunales Konzept zwischen der Verwaltung und den beteiligten Wohlfahrts- und Jugendverbänden in der Abstimmung.

Lernförderung legte am deutlichsten zu

Vorgesehen sind sozialpädagogische Hilfen für Schüler, Angebote gegen Lern- und Verhaltenstörungen und für mehr soziale Kompetenz sowie neben vielen anderen Bausteinen auch Beratungen zur staatlich geförderten Bildung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Das einst als Bürokratie-Monster bezeichnete Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) hat zumindest in dieser Stadt seinen Schrecken längst verloren: Was die Antragszahlen und die Ausgaben für Lernförderung, Ausflüge und kulturelle Angebote für Kinder aus Hartz IV-Familien angeht, gehört Essen inzwischen zu den Spitzenreitern in Nordrhein-Westfalen, geht aus einer aktuellen Bilanz der Sozialverwaltung hervor.

Im Laufe des vergangenen Jahres wurden 45.759 BuT-Anträge gestellt und 43.520 davon bewilligt. Ein Plus von knapp 12 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor. Im Vergleich zu 2012 fällt die Steigerung mit einer Zunahme von über 30 Prozent noch deutlicher aus. Die Lernförderung legte als das wohl wichtigste Modul mit einem Plus von rund 24 Prozent am deutlichsten zu. Insgesamt schlugen die Kosten der zusätzlichen Angebote mit rund 12 Millionen Euro zu Buche. 2013 wurden 9 Millionen Euro verausgabt, im Jahr zuvor waren es keine 7 Millionen, was für die Stadt ein eindeutiger Beleg dafür ist: Das Bildungs- und Teilhabepaket ist bei den Eltern angekommen.