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27-Jähriger bei Bauernhof-Brand in Essen verletzt

10.06.2012 | 11:14 Uhr
27-Jähriger bei Bauernhof-Brand in Essen verletzt
Die Feuerwehr war zeitweise mit 70 Einsatzkräften vor Ort, um den Brand zu löschen. Fotos: Feuerwehr, Mike Filzen

Essen-Dellwig.   Das Wohnhaus eines Bauerhofes in Dellwig ist am Samstagnachmittag in Brand geraten. Der 27-jährige Sohn der Familie, der selbst Löschversuche unternahm, erlitt eine Rauchvergiftung. Die Löscharbeiten zogen sich bis in die Nacht, teilweise waren 70 Feuerwehrleute vor Ort, um das Haus von 1903 zu retten.

Aus noch unbekannten Gründen ist im Wohnhaus eines Bauernhofes an der Schilfstraße in Dellwig am Samstagnachmittag ein Feuer ausgebrochen. Der 27-jährige Sohn der Familie, der sich als einziger im Haus aufhielt, versuchte noch, den Brand selbst zu löschen. Dabei zog er sich eine Rauchvergiftung zu und wurde ins Krankenhaus gebracht.

Das Wohnhaus wurde zum Teil erheblich beschädigt.

Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrleute waren die Rauchwolken schon weit sichtbar, das hölzerne Treppenhaus in dem Gebäude aus dem Jahr 1903 bot dem Feuer reichlich Nahrung. Der Brand war in das erste Obergeschoss gezogen, die Flammen schlugen aus den Fenstern des Gebäudes und drohten auf die angebauten Stallungen überzugreifen. Die dort untergebrachten Pferde waren zum Unglückszeitpunkt auf der Weide. Die Feuerwehrleute konnten die Stallungen zwar retten, am Wohnhaus entstand jedoch massiver Schaden. Bis zu 70 Feuerwehrleute waren am Samstag im Einsatz.

Die 57 Jahre alte Mutter des Verletzten war auf dem Feld bei der Erdbeerernte. Da die Stromversorgung durch den Brand abgeschnitten wurde, liefen zunächst weder die Pumpen zur Trinkwasserförderung noch die Kühlaggregate des Kühlhauses, in dem große Mengen Erdbeeren gelagert sind. Im Laufe des Abends wurde jedoch eine Lösung gefunden, um die Stallungen provisorisch mit Strom zu versorgen. Das Haus ist so stark beschädigt, dass es nicht mehr bewohnbar ist. Eine kirchliche Einrichtung aus der Nachbarschaft hat der Familie bereits Hilfsangebote gemacht, um in der Nähe des Hofes wohnen bleiben zu können. Schließlich müssen die Tiere versorgt werden. Noch am Sonntagmorgen schaute die Feuerwehr, ob der Brand endgültig gelöscht ist, starker Wind hätte kleine Glutnester sofort wieder anfachen können. Die Kripo hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.



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