Das aktuelle Wetter Essen 21°C
Einzelhandel

2013 sollen 22 Sonntage in Essen verkaufsoffen sein

23.10.2012 | 12:00 Uhr
2013 sollen 22 Sonntage in Essen verkaufsoffen sein
Am 28. November will der Rat über die Freigabe der verkaufsoffenen Sonntage entscheiden.Foto: Alexander Völkel

Essen.   Da das Ladenöffnungsgesetz noch nicht geändert ist, schöpfen Essens Werbegemeinschaften aus dem Vollen: 2013 sollen 22 Sonntage verkaufsoffen werden. Der Identifikation mit katholischer und evangelischer Kirche dient es sicher nicht.

Sonntags die Läden öffnen, und sei es auch nur für fünf Stunden – muss das sein? Und dann auch noch so oft? Die Trennlinie zwischen Befürwortern und Gegnern ging da vor einem Jahr quer durch den Rat: Ausgerechnet die Christdemokraten winkten (bis auf einen) die Liste der verkaufsoffenen Sonntage durch, die Grünen beschworen den Untergang des Abendlandes, und eine sozialdemokratische Gewerkschafterin aus dem Einzelhandel fragte keck: Warum denn nicht?

Die Hoffnung, ein landesweit geändertes Ladenöffnungsgesetz würde einem vor Ort die Arbeit abnehmen, hat lange getrogen. Just heute steht das Thema auf der Tagesordnung des Landeskabinetts, doch wann die geplante deutliche Beschränkung kommt, weiß noch keiner. Der Landtag wird wohl frühestens Anfang 2013 beschließen. Und deshalb schöpfen Essens Werbegemeinschaften für 2013 noch einmal aus dem Vollen, und die Stadt sieht keinen Grund da irgendjemanden auszubremsen: Nicht weniger als 34 Anträge liegen vor, nach denen an 22 der 51 Sonntagen im kommenden Jahr irgendwo Sonntags-Shopping möglich ist.

Entscheidung am 28. November

Formell wird die Ladenöffnung am Tag des Herrn an örtliche Festivitäten angeflanscht, das dient, so formuliert es die Stadt, „der Identifikation der Bevölkerung mit ihrem jeweiligen Stadtteil“.

Nur der Identifikation mit katholischer und evangelischer Kirche dient es sicher nicht: Beide werden werden nicht müde, eine deutliche Verringerung der Zahl der verkaufsoffenen Sonntage einzufordern, bislang vergeblich, „was wir sehr bedauern“. Der Rat entscheidet über die Freigabe am 28. November.

Wolfgang Kintscher


Kommentare
Aus dem Ressort
Reporter verlässt Glaskasten früher - Psychologe rät dazu
ProSieben
"Lethargie. Müdigkeit. Schwäche. Kein positives Gefühl ist mehr übrig." So hatte der Reporter im Glaskasten seinen Zustand bereits am Dienstag beschrieben. Nun beendet ProSieben das Experiment früher als geplant. Und die Polizei berichtet Details der Messerstecherei unweit des Containers.
Verdächtige nach Drohung gegen Alte Synagoge in Essen frei
Polizei
Vier Männer, die auf Facebook mit einem Anschlag auf die als Kulturinstitut genutzte Alte Synagoge in Essen gedroht haben, sind wenige Stunden nach ihrer Festnahme wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Jetzt müsse geprüft werden, wie ernst sie ihre Drohung gemeint haben, so ein Polizeisprecher.
ProSieben-Kameras filmten Messerstecher in Essener City
Gewalt
Mitten in der Essener City stach am Donnerstagabend ein Jugendlicher auf einen Punk ein. Zur Attacke kam es in der Nähe des Prosieben-Glascontainer, ein Kamerateam filmte den flüchtenden Täter. Der Psychologe des TV-Experiments „We are watching you“ wollte dazwischengehen.
Fan- und Förderabteilung will alle RWE-Anhänger vertreten
Rot-Weiss Essen
Die 20102 gegründete Fan- und Förderabteilung (FFA) von Rot-Weiss Essen mischt im RWE-Aufsichtsrat mit und engagiert sich für die Anhänger des Kultklubs – nicht nur bei Aktionen wie dem Fahnenmaltag. Die FFA will im Verein Sprachrohr aller RWE-Fans sein. Wahrlich keine leichte Aufgabe.
Polizei musste Ruhestörer am Galileo-Container vertreiben
TV-Experiment
Das Experiment der ProSieben-Sendung Galileo neigt sich dem Ende zu. Die WAZ besuchte Thilo Mischke, der seit Tagen im Glascontainer auf dem Burgplatz lebt und fragte nach einem ersten Fazit. Vor allem die Nacht zu Donnerstag war für den jungen Mann eine besondere Prüfung.
Umfrage
Am Freitagabend zieht der Reporter des Prosieben-Wissenschaftsmagazins „Galileo“ nach fünf Tagen aus dem Glascontainer in der City. Wie bewerten Sie das TV-Experiment?

Am Freitagabend zieht der Reporter des Prosieben-Wissenschaftsmagazins „Galileo“ nach fünf Tagen aus dem Glascontainer in der City. Wie bewerten Sie das TV-Experiment?

 
Fotos und Videos
Schiller auf dem roten Teppich
Bildgalerie
Filmpremiere
Tief hinab ins Pumpwerk
Bildgalerie
WAZ öffnet Pforten
Stromhandel zeigt sich
Bildgalerie
WAZ öffnet Pforten
Das Univiertel, Essen Grüne Mitte
Bildgalerie
100 Orte