200 Essener Mitarbeiter der Post im Ausstand

Die streikende Post-Mitarbeiter marschieren zum Briefzentrum.
Die streikende Post-Mitarbeiter marschieren zum Briefzentrum.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Demnächst soll auch die mechanisierte Zustellbasis in der Emscherbruchallee in Essen bestreikt werden.

Essen.. Die Streiks bei der Deutschen Post sind am Montag auch in Essen noch einmal ausgeweitet worden. Die Gewerkschaft Verdi rief weitere Brief- und Paketzusteller zur unbefristeten Arbeitsniederlegung auf. Damit sind allein in Nordrhein-Westfalen inzwischen über 5500 Beschäftigte im Streik. In Essen streiken zur Zeit nach Angaben der Gewerkschaft zwischen 180 und 200 Mitarbeiter. „Darunter etwa 60 bis 70 Briefträger“, sagte der für Essen zuständige Streikkoordinator Volker Coert.

Neben dem Briefzentrum wird in Essen mittlerweile auch die Zustellbasis in der Graf-Beust-Allee in der zweiten Woche bestreikt. „Außerdem wollen wir demnächst die mechanisierte Zustellbasis an der Emscherbruchallee einbeziehen“, kündigte Coert an. Ein Zeitpunkt dafür stehe jedoch noch nicht fest. Ebenso wenig für das Paketzentrum in Dorsten, das für Essen zuständig ist und das ebenfalls bestreikt werden soll.

Post behauptet, Auswirkungen seien gering

Laut Gewerkschaft sehe es in einigen Zustellpunkten inzwischen „chaotisch“ aus, weil Sendungen nicht bearbeitet würden, so Uwe Speckenwirth, NRW-Fachbereichsleiter für Postdienste.

Die Post gibt ein anderes Lagebild. Achim Gahr, Sprecher der Deutschen Post, erklärte, dass die Auswirkungen relativ gering seien. „Bundesweit werden 85 Prozent der täglich 65 Millionen Briefe zugestellt, bei den Paketen sind es 75 Prozent von 3,5 Millionen täglich,“ erklärt Gahr. „Den Rest werden wir dann am nächsten Tag zustellen“. „Die Auswirkungen sollen so gering sein, wie möglich.“