Kulturhauptstadt : 200.000 Besucher feiern den Start von Ruhr2010

Essen. Essen hat am Wochenende ein riesiges Spektakel zur Eröffnung des Kulturhauptstadtjahres Ruhr2010 erlebt. 200 000 Besucher feierten zum Auftakt auf Zeche Zollverein. Tausende strömten ins neue Ruhrmuseum. Und Grönemeyers Ruhrgebiets-Hymne geht in den Download-Charts ab wie eine Rakete.
Mit einem langen Kabarett-Abend geht das zweitägige Fest auf Zollverein zur Eröffnung des Kulturhauptstadtjahres zu Ende. Vor den Hallen, in denen die Topacts wie Piet Klocke, Fritz Eckenga und Hagen Rether oder Stefan Stoppoks Rockband auftreten, bildeten sich bis zu 50 Meter lange Schlangen, in denen die Besucher mehr oder weniger geduldig auf Einlass warteten. Die Veranstalter sprechen inzwischen von 200 000 Besuchern, Experten schätzen die Besucherzahl auf deutlich mehr als 100 000. Herbert Grönemeyers Song „Komm zur Ruhr“, der am Samstag beim Eröffnungs-Festakt vorgestellt wurde, liegt im Internet inzwischen auf Platz drei der meistgeladenen Titel in Deutschland.
Zur Eröffnung des neuen Ruhr Museums am Wochendende kamen etwa 15 000 Besucher, was angesichts der späten Eröffnung am Samstag auch bedeutet: mehr geht nicht.
Schon am ersten Tag nahmen nach Schätzung des Veranstalters Ruhr.2010 rund 100 000 Menschen an der Eröffnung des Kulturhauptstadtjahres teil. Die gesamte Veranstaltung vom Festakt bis zum nächtlichen Feuerwerk sei ohne Zwischenfälle verkaufen, sagte Projektleiter Kersten Sattler: „Polizei, Feuerwehr und Hilfsdienste - alle haben keine Vorkommnisse gemeldet.“
Während die Geschäftsführer der Ruhr.2010 der Essener Verkehrs AG ein großes Kompliment aussprachen, werden zum An- und Abtransport der Besucher auch kritische Stimmen laut. Weil die Gelsenkirchener Straße anders als angekündigt am Abend nicht mehr für den Pkw-Verkehr gesperrt war, standen Sonderbusse und Bahnen in beide Richtungen im Stau. Die Sonderbusse Richtung Zollverein standen in Rückstaus bis zur Ernestinenstraße. Am Bahnhof Zollverein-Nord fuhren anders als angekündigt kurz vor Mitternacht weder S-Bahnen, Regionalexpresse noch Busse. Die Evag selbst meldete, sie sei mit ihrer Transportkapazität zwischen Hauptbahnhof und Zollverein (10 000 Fahrgäste pro Stunde in jede Richtung) bis an ihre Kapazitätsgrenze gegangen.
Hier hören Sie die Ruhr.2010-Hymne von Herbert Grönemeyer












