172 von 257 Leuchtsteinen des Kulturpfades leuchten nicht mehr

Blau durch die Nacht, das ist nicht mehr. Zumindest ist die Orientierung in der Dunkelheit am Boden nicht ganz zuverlässig, sind doch 172 der Leuchtsteine des Essener Kulturpfades kaputt. Dieser existiert seit dem Jahr 2000 und führt über eine Strecke von rund vier Kilometern vom Museum Folkwang bis hin an den nördlichen Rand der Innenstadt. 257 blaue Steine sind im Bereich zwischen Erlöserkirche und Marktkirche in einem Abstand von zehn Metern verlegt. Und in den kleinen Kacheln steckt kostspielige Technik. Sie beinhalten eine Leuchtdiode als Leuchtmittel.

Nach wie vor sind die Steine alles andere als ein Schnäppchen für Sponsoren. Diese müssen 1 550 Euro für einen Stein mit ihrem Namen bezahlen. Mit ihrer Leuchtkraft sollten die Kacheln ursprünglich den Weg zu Kultureinrichtungen in der Stadt weisen. Das funktioniert nicht mehr und war deshalb bereits 2009 ein Thema. Damals wurde erstmals eine größere Anzahl an defekten Steinen gemeldet. Zum Kulturhauptstadtjahr wurden 125 Kacheln instand gesetzt, wie die Pressestelle der Stadt erklärt. Nach 2010 aufgefallene defekte Steine wurden aus Kostengründen nicht mehr repariert. Die Reparaturkosten für einen Stein betragen etwa 1000 Euro.