14-Jähriger wurde stundenlang festgehalten und misshandelt

Ein 14-jähriger Junge wurde in Essen-Freisenbruch stundenlang von Jugendlichen festgehalten und misshandelt.
Ein 14-jähriger Junge wurde in Essen-Freisenbruch stundenlang von Jugendlichen festgehalten und misshandelt.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Seine Verletzungen zeugen noch Tage später von der Brutalität der Täter: Ein 14-Jähriger wurde in Essen stundenlang festgehalten und misshandelt.

Essen.. Einen besonders grausamen Fall von Gewalt unter Jugendlichen meldet die Polizei Essen: Stundenlang wurde nach Erkenntnissen der „Ermittlungsgruppe Jugend“ vom Donnerstag ein 14-jähriger Junge in Freisenbruch festgehalten, bedroht und verletzt.

Die Leidenszeit musste das Opfer bereits am Montag, 30. März, durchstehen. „Zahlreiche Prellungen, Stauchungen und Hautabschürfungen“, berichtete Polizeisprecher Peter Elke am Donnerstag, zeugen noch drei Tage später „von der Brutalität der Täter, welcher der Junge ausgesetzt war“.

Anscheinend wollte der mutmaßliche Haupttäter, ein 15-Jähriger, Geld von dem 14-Jährigen erpressen. Er bestellte sein Opfer dazu in die Wohnung eines 18-Jährigen an der Spinozastraße. Über mehrere Stunden, bis zum späten Montagnachmittag, wurde der 14-Jährige in dieser Wohnung festgehalten, getreten, geschlagen und mit einem großen Messer bedroht.

Zwei Beteiligte weiterhin unbekannt

Als der Junge derart gequält wurde, waren neben dem 15-Jährigen und dem 18 Jahre alten „Hausherrn“ noch weitere männliche Teenager und ein Mädchen in der Wohnung. Die Jugendlichen sind zwischen 14 und 18 Jahre alt, das Mädchen ist 13 Jahre alt. Die Ermittlungsgruppe Jugend konnten inzwischen die Personalien der meisten Beteiligten herausfinden. Unklar, so Elke, sei zurzeit noch, wer der Anwesenden wie an der Freiheitsberaubung, der Erpressung, der Misshandlung und an anderen Straftaten beteiligt war.

„Zwei noch unbekannte Jugendliche werden sicherlich in den nächsten Tagen namentlich bekannt sein“, so der Polizeisprecher: „Den noch unbekannten beiden Beteiligten wird dringend geraten, sich unverzüglich bei der Kriminalpolizei zu melden“.