13 Menschen mit Rauchvergiftung nach Grill-Versuch

So wurde es leider nicht: Statt guter Hitze und ordentlich gebratenem Fleisch kam nur Qualm.
So wurde es leider nicht: Statt guter Hitze und ordentlich gebratenem Fleisch kam nur Qualm.
Foto: Stefan Reinke
Was wir bereits wissen
Zu viel Rauch: Teile der Ernestinenstraße in Stoppenberg standen im dichten Nebel, weil eine Familie den Grill auf dem Balkon nicht richtig anzündete

Essen.. Teile der Ernestinenstraße in Stoppenberg standen am Freitagabend im dichten Rauch – das Grillfest einer afrikanischen Familie war komplett außer Kontrolle geraten. Das teilte die Feuerwehr am Sonntag mit.

In einem großen Grill auf einem Balkon hatte die Familie versucht, Feuer zu entfachen – das muss gründlich schief gegangen sein: Wegen der starken Rauch-Entwicklung riefen Nachbarn bald die Feuerwehr. Die rückte an, löschte den Grill und stellte bei der Familie erhöhte CO-Werte im Blut fest – Verdacht auf Rauchvergiftung. 13 Personen, darunter vier Kleinkinder, wurden vorsorglich ins Krankenhaus gefahren.

Ansonsten zählte die Feuerwehr zwischen Samstag und Sonntag Mittag rund 200 Fahrten des Rettungsdienstes – das Doppelte der sonst üblichen Werte. „Vor allem Kreislaufprobleme“, berichtet Wachabteilungsleiter Sascha Keil, hätten die Menschen dazu gebracht, die Notruf-Nummer zu wählen. Beim Gewitter am Sonntagmorgen schlug der Blitz im Essener Süden in einen Schornstein ein, ansonsten wurden keine Personen verletzt. Einige Keller liefen voll.