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06.11.2008 | 19:26 Uhr

Reibekuchen, Glühwein, Kinderkarussell - alles schon da in der City: Bummler haben den Eindruck, der Weihnachtsmarkt hat längst begonnen. Dabei startet er erst am 20. November. Fragen und Antworten zum Thema

Weihnachtsmarkt-Monteur im T-Shirt: Marcel Bartel gestern Mittag beim Aufbau von einem von 250 Weihnachtsmarkt-Ständen auf dem Kennedyplatz.Heißer Kakao vorm Riesenrad: Ehepaar Bigus aus Dorsten.An der Teig-Press-Maschine: Verkäuferin Irmhild Nöcker.

Auf der Kettwiger Straße und an der Porschekanzel haben schon Glühwein- und Bratwurststände geöffnet. Warum?

Insgesamt acht Imbissbetriebe haben sind schon geöffnet. Auch das Riesenrad auf dem Burgplatz dreht sich bereits. Deshalb glauben derzeit viele Passanten, dass der Weihnachtsmarkt schon geöffnet hat. Das stimmt aber nicht: Die Buden und das Riesenrad sind Teil der so genannten "Lichtwochen-Gastronomie". Die Lichtwochen starteten am 26. Oktober.

Was ist denn der Unterschied zwischen "Lichtwochen-Gastronomie" und Weihnachtsmarkt?

Gute Frage! Faktisch: keiner. Aber nicht alle Buden, die jetzt geöffnet haben, bleiben auch zum Weihnachtsmarkt stehen. "Drei werden wieder abgebaut", teilt Nicola Schwedt vom Veranstalter Essen Marketing GmbH mit. Es gibt aber auch Schausteller, die nicht zum Ende des Weihnachtsmarkts (23. Dezember) abbauen, sondern bis zum 3. Januar stehen bleiben.

Kann es sein, dass der Weihnachtsmarkt jedes Jahr früher beginnt?

Nein. In Essen öffnet er immer am Donnerstag nach Buß- und Bettag. In diesem Jahr fällt der Buß- und Bettag auf Mittwoch, 19. November. Er wurde als gesetzlicher Feiertag 1995 abgeschafft. Einen Tag später, 20. November, wird der Weihnachtsmarkt eröffnet.

Trinken die Leute denn jetzt schon Glühwein?

"Na klar", sagt die Verkäuferin an einem Stand vor dem Burgplatz. Und ein Kunde, der eine dampfende Tasse in der Hand hält, meint: "Man darf sich halt nur nicht zu warm anziehen." Wem heißes zu heiß ist, der bestellt gerne auch ein Pils - zumindest, wenn es so warm ist wie gestern.

Und auch heiße Imbisse werden schon reichlich geordert: Die Verkäufer am Stand auf der Porschekanzel haben reichlich zu tun - im Angebot sind Champignons, Zwiebelfleisch, Bratwurst oder Schaschlik. Oben an der Kettwiger, vor der "Thalia"-Buchhandlung (früher Baedeker), verkauft Heide Jarczok süßes Fettgebäck - Quarkmuzen, spanische Churros und Öl-Krapfen. "Viele Kunden sagen: ,Schön, dass Sie wieder da sind'", berichtet Heide Jarczok. "Für uns lohnt sich die Präsenz hier auf jeden Fall, auch, wenn noch kein Weihnachtsmarkt ist." Klarer Fall: "Lichtwochen-Backstube" hat sie ihren Betrieb genannt.

Darf jeder Schausteller einfach so eine Bude aufstellen?

Nein, natürlich nicht. Erforderlich ist eine "Sondernutzungserlaubnis" des Stadtamtes 39 (Verkehr- und Baustellenmanagement). Wer Alkohol ausschenken will, braucht außerdem eine "gaststättenrechtliche Erlaubnis".

Von Martin Spletter und Kerstin Kokoska (Fotos)

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Kommentare
06.11.2008
20:55
13° C, Sonne, Budenzauber
von friesenbraut | #1

Hab ich bislang falsch geschaut, oder sind dieses Jahr keine Spezialitäten-Stände vom Gastland der Lichtwochen aufgestellt worden?

Zur Weihnachtsmarkt-Eröffnung muss ich sagen, dass diese eindeutig zu früh statt findet! In anderen Gegenden kommt man auch damit klar, den Weihnachtsmarkt nach dem Ewigkeitssonntag beginnen zu lassen, warum nicht hier? Ich persönlich finde es nämlich geschmacklos, zwischen Volkstrauertag und Totensonntag schon mit Weihnachtsmusik beschallt zu werden und Adventsstimmung aufgedrückt zu bekommen!
Man sollte den Menschen bei allem Umsatz und Geschäftssinn die Zeit des Gedenkens nicht nehmen!
Dem entsprechend werde ich es dieses Jahr genauso machen, wie die Jahre davor: Weihnachtsmarkt erst NACH TOTENSONNTAG!!! Die Tage vorher wird er ignoriert und ein großer Bogen um Kennedyplatz und Weihnachtsmarktbuden gemacht!

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