1000 Skimming-Geschädigte an Geldautomaten
01.08.2010 | 13:00 Uhr 2010-08-01T13:00:00+0200
Essen. Die schlechte Nachricht: So viele Essener wie noch nie sind im ersten Halbjahr 2010 Opfer von Betrügereien an Geldautomaten geworden. Die gute Nachricht: Immer öfter werden die Ausspähversuche, das so genannte „Skimming“ erkannt.
Fast jeder Essener kennt derzeit jemanden, dem Unbekannte schon mit dieser Masche das Konto leer geräumt haben. 54 Angriffe auf Geldautomaten zählte die Essener Polizei seit Jahresbeginn. Ein „massiver Anstieg“ im Vergleich zu den Vorjahren“, sagt Polizeisprecher Raymund Sandach. Die Zahl der Geschädigten schätzt die Polizei auf rund 1000. Der dreisteste Fall war der Angriff auf einen Geldautomaten am Rüttenscheider Stern während des Rü-Festes.
Das Bundeskriminalamt registriert seit 2001 ein Ansteigen der Skimming-Fälle. Schwerpunkte sind seit Jahren Berlin, dazu Baden-Württemberg und NRW. Und derzeit speziell das Ruhrgebiet mit stark steigender Tendenz, sagt Sandach.
Osteuropäische Gruppen als Täter
Als Täter haben die Fahnder reisende osteuropäische Gruppen ausgemacht. Sie lesen die Kartendaten mit einem Vorsatzgerät am Türöffner oder am Automaten aus, holen sich mit einer versteckten Kamera oder einer über das Bedienfeld gelegten Tastatur die PIN-Nummer, wenn der Kunde sie eingibt, prägen mit einem preiswerten Baumarkt-Drucker neue Karten mit Magnetstreifen und heben damit im Ausland Geld vom Konto ab - immer gern kurz vor oder nach Mitternacht, um das zugelassene Tageslimit beim Abheben zu umgehen.
Immerhin: In 43 Fällen, sagen die Computerbetrugsexperten Friedel Sohlmann und Frank Eisenburger, haben aufmerksame Bankmitarbeiter erkannt, dass an den Türöffnern der Bankfilialen ein Vorsatzgerät angebracht worden war oder ein nachgemachtes Bedienfeld die Tastatur verdeckt, und so das Ausspähen verhindert oder beendet.
Ebenfalls immerhin: Sieben Täter haben die Essener Fahnder bereits dingfest gemacht; fünf in Essen, zwei in Rumänien. Und, sagt Raymund Sandach: „Mehrere Täter, die auch in Essen unterwegs waren, stehen derzeit anderswo vor Gericht oder sitzen schon in Haft.“

19:23
@ 15 ist bei uns in nrw vor ein paar jahren auch passiert. Wenn ich mich recht erinnere wurde in einem Baumarkt eingebrochen, nichts wurde entwendet. Erst spätr bemerkte man, das eigentliche Ziel der Täter, die Dinger, wo man die EC Karte reinschiebt.
@16 da stimm ich Dir zu, das verstehe ich auch nicht
19:02
Was für mich unbegreiflich ist : Warum machen (in der Regel) die Kamera`s so grottenschlechte Bilder ? in den Banken an den Geld-Automaten. ?????
10:02
@Michaalb
Nichts leichter als das ;)
http://www.sueddeutsche.de/geld/datensicherheit-spion-an-der-supermarktkasse-1.194052
08:10
Bevor man nicht über ein sicheres Auszahlsystem verfügt,sollte man wieder an einer Kasse in der Bank auszahlen.Das schafft Arbeitsplätze und ist sicher!
06:12
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22:03
Ich hole mir mittlerweile mein Bargeld bei PENNY an der Kasse. Eher unwahrscheinlich, dass dort jemand EC-Lese- und Eingabegerät unbemerkt manipulieren kann.
21:18
Den Schaden haben die Banken, die auf gefälschte Karten Geld auszahlen. Der Kunde muss nur der Abbuchung widersprechen.
17:20
naja @9 die Hände von den GA lassen wird schwerlich gehen. Viel Chanchen Manipulationen zu bemerken hat man ja eh nicht. Das einzige was man machen kann ist halt aufmerksam sein und optisch begutachten.
17:18
ich schmunzel grad
17:10
So lange das Geiz ist geil - Prinzip bei Banken vorherrscht, wird sich nichts bessern. Da kann die (machtlose und desinteressierte) Politik bitten wie sie will - sie haben das sagen!
Ansonsten sollten die Kunden die Finger von den Apparaten lassen!