Zu schnell für ein Dankeschön

„Geiz ist geil“, „Vorfahrt, ich komme“ und „Was scheren mich die Probleme anderer“. Sprüche wie diese, vor allem die Gedanken dahinter, kennen wir zur Genüge.

Doch es geht auch anders. Es gibt Menschen, die nehmen Rücksicht und springen einem sogar helfend zur Seite, wenn man ein Problem hat. Auch wenn man sich gar nicht kennt. Einem solchen Menschen begegnete ich dieser Tage in Schwelm.

Ich war morgens zu faul, die Scheiben freizukratzen, und tuckerte mit dem Auto in Schrittgeschwindigkeit durch die Siedlung. Nach zweihundert Metern sah ich ein, dass ich eigentlich zu wenig sah und fuhr rechts ran. Da hielt auch schon ein Auto hinter mir, und eine Frau stieg aus, die mir mit ihrem Enteiser die Scheiben freisprühte. Zipp, zipp, zipp, und schon hatte ich freie Sicht. Die Frau lachte mich an, riet mir noch, beim nächsten Mal besser zu kratzen, und – schwupps – war sie wieder weg. Das ging alles so schnell, und ich war so baff, dass ich ihr nicht einmal Danke sagen konnte.

Jetzt aber: Ein herzliches Dankeschön an die Unbekannte!