Zauberer Poètes gibt eine der letzten Vorstellungen

Die Italienische Mission feierte Kinderkarneval im Saal der St. Engelbertkirche
Die Italienische Mission feierte Kinderkarneval im Saal der St. Engelbertkirche
Foto: WP

Prinzessinnen, FBI-Agenten, Polizisten, Feen, Clowns und Cowboys: An diesem Wochenende übernahmen die Kleinen die Kontrolle im Saal der St. Engelbertkirche. Die Nachwuchsnarren feierten im Rahmen des Kinderkarnevals der Italienischen Mission – mit allem, was dazugehört.

Im gesamten Saal tummeln sich Kinder, ein ausgelassenes Gewusel, während die Eltern am Rand ein wenig durchschnaufen, Kaffee und Kuchen genießen und sich mit Freunden und Bekannten unterhalten – es ist wieder Karneval. Ein wenig hatte die Italienische Mission im Vorfeld die Werbetrommel gerührt, doch im Grunde läuft der jährlich stattfindende Kinderkarneval schon lange über „Mund-zu-Mund-Propaganda“. „Die Leute erzählen sich davon“, sagt Carmelo Dellaria, 1. Vorsitzender. 80 bis 100 Kinder im Alter von zwei bis elf Jahren besuchen im Schnitt die Veranstaltung. Im Vordergrund stehen bei allem Spiel und Spaß über kulturelle Grenzen hinweg. Neben Tauziehen und Ballschlagen stehen auch einige traditionell italienische Spiele auf dem Programm, deutsche und italienische Partyschlager wechseln sich ab. Denn die Gäste des Kinderkarnevals, die nicht nur aus Gevelsberg, sondern auch aus der Umgebung, aus Schwelm und Ennepetal kommen, haben viele Nationalitäten. Deutsch und Italienisch, natürlich, aber zum Beispiel auch Türkisch. Wer woher kommt, spielt eigentlich keine Rolle. Wichtig ist, dass sich alle wohl fühlen.

Prinzenpaar verteilt Kamelle

Für die Kinder gab es auch in diesem Jahr einiges zu sehen. Der Zauberer Poètes aus Köln, mittlerweile Stammgast beim Kinderkarneval der Italienischen Mission, gab eine seiner letzten Vorführungen, bevor er den Zauberstab fürs erste niederlegt. Mit atemberaubenden Tricks schaffte er es, für gespannte Stille im Raum zu sorgen – zumindest kurz. Sobald die jeweiligen Helfer ihre süße Belohnung bekommen hatten, ging das Gewusel wieder los: Es gab allerhand Spiele, das Prinzenpaar Dirk I. und Petra IV. kam vorbei und verteilte Kamelle, auch Bürgermeister Claus Jacobi stattete den Karnevalisten einen Besuch ab. Und selbst, wenn am Ende des Tages der ein oder andere erstmal eine kleine Ruhepause brauchte, waren sich wohl alle einig: es war alles andere als langweilig.