Wuppertal gibt Einblick in seine Zukunftsprojekte

Wuppertal..  Wie soll Wuppertal in zehn Jahren aussehen? Wie verändern demografischer Wandel, steigende Mobilität, ein anderes Einkaufs- und Freizeitverhalten oder neue Arbeitswelten das Leben in der Stadt? Antworten auf diese Fragen soll die Strategie Wuppertal 2025 geben. Mit einem Ratsbeschluss Ende 2013 als Handlungsprogramm verabschiedet, umfasst es 13 innovative Schlüsselprojekte. Sie wurden aus über 120 Vorschlägen ausgewählt, die vor etwa zwei Jahren in einer ersten Beteiligungsphase von Bürgern eingereicht worden waren.

Eine neue Broschüre zeigt nun den Zwischenstand der 13 Schlüsselprojekte. Sie wurde von Oberbürgermeister Peter Jung und Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig vorgestellt. Zwei der Projekte sind aktuell in aller Munde: die Seilbahn, die vielleicht einmal zwischen Hauptbahnhof und Südhöhen fährt und deren technische und wirtschaftliche Machbarkeit die Wuppertaler Stadtwerke gerade bestätigt haben, sowie das Pina-Bausch-Zentrum im ehemaligen Schauspielhaus, dessen Planungskosten durch Zusagen von Bund, Land NRW und Stadt Wuppertal finanziert sind.

Doch machte OB Jung auch deutlich, dass alle anderen Projekte genauso wichtig seien und der Prozess „Wuppertal 2025“ nur im Zusammenhang gesehen werden könne. Jung sagte: „Alle Projekte liegen in einem Korb.“

Zahl der Arbeitsplätze steigt

Besonders wichtig ist dem Oberbürgermeister das Projekt Qualitätsoffensive Innenstadt. „Elberfelds Innenstadt reduziert sich nicht auf den Döppersberg“, betonte Jung, auch alle anderen angestammten Teile der City müssten nach vorn gebracht werden. Die Broschüre zeige, ergänzte Stadtdirektor Dr. Slawig, dass 2025 auf Nachhaltigkeit und Langfristigkeit setze: „Wir haben uns erfolgreich auf den Weg gemacht.“ Nach über einem Jahr Strategieprozess sei klar, alle 13 Projekte haben Potenzial. Aber einzelne könnten auch scheitern. Slawig: „Über Erfolg oder Misserfolg entscheiden auch viele externe Faktoren.“

Gemeinsam betonten Oberbürgermeister und Stadtdirektor den Charakter der Projekte. Es seien keine „des Rathauses oder allein für Fachleute“, sondern solche, die für Begeisterung bei den Bürgern sorgen sollen. Ein Erfolg werde es nur bei breiter Rückendeckung durch die Menschen in der Stadt. Einen bereits messbaren Erfolg eines Projekts präsentierte Dr. Rolf Volmerig, Leiter der Wirtschaftsförderung, und zuständig für das Projekt „New Deal“. In einer bundesweit einmaligen Partnerschaft zwischen Wirtschaft und Stadt wurde beschlossen: Je 2000 neu geschaffener Arbeitsplätze werde der Gewerbesteuerhebesatz um fünf Prozentpunkte gesenkt. Volmerig: „Seit Juni 2013 sind bereits 1600 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstanden. Das ist eine motivierende Zwischenbilanz.“

Die Broschüre liegt in den kommenden Tagen in allen öffentlichen Einrichtungen zum Mitnehmen aus.