„Wuff“ und „Platsch“ – Hunde schwimmen im Freibad

Schwelm..  Ganz vorsichtig wagt sich Barney an den Beckenrand. So richtig geheuer ist dem Landseher-Rüden das kühle Nass nicht. „Hol die Kuh“, fordert Frauchen ihren achtjährigen Vierbeiner auf, das kuhähnliche Wasserspielzeug endlich aus dem Becken zu fischen. „Er braucht immer ein bisschen Zeit, aber wir kommen öfter zum Hundeschwimmen in das Schwelmebad“, sagt sie.

„Platsch!“ – Labrador Paul ist bereits mit Anlauf in das Becken gesprungen. Auch der Golden-Retriever-Rüde Sammy ist mutiger als Barney. Er strampelt quer durch das kleine Schwimmerbecken des Schwelmer Freibads und rettet einen Tennisball nach dem anderen. Nach den ersten vier Stunden zählte Ernst Walter Siepmann, 1. Vorsitzender des Trägervereins des Schwelmebads, bereits 60 Hunde und 85 Begleitpersonen.

Zweimal im Jahr für Tiere geöffnet

Seit mehr als drei Jahren gibt es außergewöhnliche Tierevents im Schwelmer Freibad – immer vor Beginn und nach der Saison. Die Besitzer der Vierbeiner nutzen die Gelegenheit, um sich auszutauschen oder den Hunden einfach beim Spielen zuzuschauen.

Dabei gibt es nur zwei Arten von Hunden: Die einen lieben das Wasser und schwimmen für ihr Leben gern, die anderen stehen lange am Beckenrand und versuchen das Spielzeug, das Herrchen oder Frauchen unverständlicherweise einfach in das Wasser geworfen hat, ohne schwimmen zu müssen irgendwie wieder zu bekommen. Erst wenn alle Versuche vergeblich waren, schwimmen auch sie, um ihr geliebtes Spielzeug wieder zu bekommen. Wieder aus dem Wasser schütteln sie ihr nasses Fell direkt neben ihrem Besitzer aus – die sollen ja schließlich auch etwas davon haben.

Heute wird mit der Reinigung des Freibades begonnen. „Mitte Mai wollen wir eröffnen“, erklärt Siepmann. Das nächste Hundeschwimmen im Schwelmebad ist für Anfang Oktober geplant.