Wintereinbruch gemeistert

Ennepe-Ruhr..  Nun ist der Winter doch noch in den Süden des Ennepe-Ruhr-Kreises eingezogen. Zugegeben: Für eine „echte“ weiße Weihnacht kamen die Schneefälle einen Tag zu spät. Viele Menschen nutzten allerdings den blauen Himmel am gestrigen Sonntag, um den Festtagsspaziergang, der am ersten Weihnachtstag wegen des im wahrsten Sinne des Wortes Sauwetters ausgefallen war, noch nachzuholen.

Der plötzliche Wintereinbruch hat die Menschen im Ennepe-Ruhr-Kreis nicht vor allzu große Probleme gestellt. Das war gestern die übereinstimmende Aussage von Polizei und Feuerwehr auf Anfragen unserer Zeitung. Die Leitstelle der Feuerwehr hatte nur einen nennenswerten Wetter-Einsatz zu vermelden. Die Wehr musste auf die Autobahn 1 von Köln nach Bremen ausrücken. Dort war am Samstag in den frühen Morgenstunden ein Wagen in die Leitplanken gerutscht. „Es ist aber nicht viel passiert. Es gab keine Verletzte“, beruhigte ein Sprecher der Kreisleitstelle der Feuerwehr in Schwelm.

So konnte er sich selbst über den Winter freuen. Die Leitstelle ist im obersten Stockwerk des Kreishauses untergebracht. Und von dort aus haben die Feuerwehrfrauen und -männer einen traumhaften Blick auf ein im Augenblick verschneites Schwelm.

Einen ruhigen Dienst hatten auch die Freunde und Helfer von der Polizei. Von Samstag, dem 27. Dezember, 6 Uhr morgens, bis gestern, Sonntag, um 3 Uhr in der Frühe, also in der kritischen Zeit des Wintereinbruchs, wurden im kompletten Ennepe-Ruhr-Kreis ohne Witten lediglich sechs wetterbedingte Unfälle gezählt.

13 300 Euro Gesamtschaden

Dabei sei ein Gesamtschaden von 13 300 Euro entstanden. „Wir können den Verkehrsteilnehmern aus unserer Sicht ein gutes Zeugnis ausstellen. Sie haben den Wintereinbruch gemeistert“, lobte ein Sprecher der Leitstelle der Polizei in der Kreisstadt. Ein Chaos wie in Nachbarstädten ist also in Ennepetal, Gevelsberg und Schwelm ausgeblieben. Natürlich gab es die eine oder andere Verletzung, weil Menschen ausgerutscht und gefallen waren. Nach dem Schneefall am Samstag folgte einige Stunden Tauwetter, bevor das Thermometer tief in die Minusgrade stürzte. Das brachte Glatteis mit sich.

Temperaturen um den Gefrierpunkt

Wer seine Vorräte nach Weihnachten auf dem Gevelsberger Wochenmarkt auffrischen wollte, der wurde enttäuscht. Das Angebot war am Samstag recht überschaubar. Lediglich ein Gemüsehändler und ein Bäcker hatten sich durchgeschlagen und boten ihre Waren an.

Auch in den nächsten Tagen und Wochen rechnen die Meteorologen damit, dass die Temperaturen im Süden des Ennepe-Ruhr-Kreises um den Gefrierpunkt schwanken. Bis zum Jahreswechsel könnte es ein wenig Schnee geben. In den ersten beiden Wochen des neuen Jahres sei dann mit Regen bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt zu rechnen.