Whisky-Botschafter in Gevelsberg

In der Destillerie Habbel wird zwar auch selbst Whisky hergestellt, bei der Verköstigung werden aber amerikanische Tropfen vorgestellt. Michael Habbel und Tochter Michaelafreuen sich auf den Besuch von Heinfried Tacke.
In der Destillerie Habbel wird zwar auch selbst Whisky hergestellt, bei der Verköstigung werden aber amerikanische Tropfen vorgestellt. Michael Habbel und Tochter Michaelafreuen sich auf den Besuch von Heinfried Tacke.
Foto: WP

Gevelsberg..  Von schottischen Whiskys hat jeder schon mal gehört, von den großen Namen der amerikanische Branche auch. Wer einmal besonders edle und rare Tropfen aus Übersee versuchen und dabei noch etwas lernen möchte, der sollte am Samstag, 13. Juni, in der Destillerie Habbel vorbeischauen. Der Whisky-Botschafter Heinfried Tacke lädt zu einem „American Whiskey Tasting“ ein.

Edler Tropfen im Salon

Dass dieser Abend etwas Besonderes wird, da ist sich Michael Habbel sicher. Nicht nur, weil der Autor des „Whisky-Guides“, quasi der Verantwortliche für den Michelin für Whiskys aller Art, zu Gast ist, sondern weil es etwas zu kosten gibt, das hierzulande nicht zu haben, wie der Inhaber der Destillerie Habbel betont.

Serviert werden sechs bis acht amerikanische Whiskys, die in kleinen Betrieben hergestellt wurden.

Der Alkohol sei länger gelagert worden, meist in speziellen Weißeichenfässern herangereift, per Hand gefertigt, mit anderen Zutaten versehen und oft aus einer anderen Getreidesorte entstanden. „Es sind richtig hochwertige Produkte, die ganz anders schmecken, als die herkömmlichen Whiskys“, betont Michael Habbel, der auch bei seinen eigenen Produkten darauf Wert legt, sich von der Massenproduktion abzuheben.

Um genau das den angehenden Brennern und Destillateuren im Land zu zeigen, ist der Betrieb auf der Stadtgrenze Gevelsbergs Ausbildungsstation für die einzige Fachschule im deutschsprachigen Raum. Die befindet sich in Dortmund und veranstaltet regelmäßig Lernbesuche. Erst vor zwei Tagen waren wieder über 20 Auszubildende vor Ort und haben sich angeschaut, wie Alkohol entsteht. Angefangen mit der Pflege der Obstbäume auf dem Grundstück, der Ernte, wie das Getreide aus der Umgebung verarbeitet wird, der Herstellung der Kräutergrundstoffe bis zum fertigen Produkt. All diese Schritte nachverfolgen sollen am Ende auch die Gäste der Whisky-Verköstigung können. Heinfried Tacke wird viel dazu erzählen, zumal er in unzähligen Whisky-Brennereien auf der Welt selbst schon einmal gewesen ist. Da er auch Chefredakteur der Fachzeitschrift „Whisky Botschafter“ ist, kennt er sich auch mit den Daten und Fakten aus.

Eine Probe mit amerikanischen Whiskys dieser Art hat er in dieser Art noch nicht gegeben, zumindest habe das Heinfried Tacke erklärt, betont Michael Habbel. Als Tacke den Veranstaltungsraum des Betriebes, der als Salon hergerichtet ist, gesehen habe, sei ihm die Idee dazu gekommen, erklärt Michael Habbel. Auch Tochter Michaela Habbel ist von der Idee angetan. Sie freut sich auf ein „exklusives Erlebnis“. Denn viele dieser Getränke gibt es nicht in Deutschland und auch am Abend selbst nicht zu kaufen.

Und noch eine Besonderheit, die den amerikanischen Tropfen von den anderen unterscheidet: Der goldene Tropfen aus den Vereinigten Staaten wird mit e „Whiskey“ geschrieben, der „Whisky“ in den anderen Ländern ohne.