Was passiert in den Familien?
06.03.2008 | 19:30 Uhr 2008-03-06T19:30:26+0100Ennepetal. (HJS) Die Mitgliefer des Jugendhilfeausschusses der Stadt waren geschockt, als die Sozialpadaggin Dagmar Ante die Zahlen präsentierte.
Seit Anfang dieses Jahres wurde dem Jugendamt der Stadt 28 Fälle von Kindeswohlgefährdung gemeldet. Von den 28 aufgesuchten Haushalten war bei nur bei drei Familien alles in Ordnung. 22 Familien müssen intensiv betreut werden, von ihnen wurden zwei Frauen mit ihren Kindern im Frauenhaus untergebracht. In drei Fällen gab es eine gerichtliche Auseinandersetzung. Drei Kinder/Jugendliche mussten sofort in einem Heim untergebracht werden. Bei zwei Familien sei eine ambulante sozialpädagogische Betreuung notwendig. Gestern wurde die 29. Familie gemeldet. Das Jugendamt sei tätig, so der Pressesprecher der Stadt, Stephan Langhard.
Wer hat bisher solche Fälle dem Jugendamt gemeldet? Dagmar Ante sagte es vor dem Ausschus: Kinderärzte, Erzieherinnen aus den Kindergärten, die Polizei und auch Nachbarn. Einmal habe ein Hotelier fern von Ennepetal "Merkwürdiges" festgestellt und das Ennepetaler Jugendamt informiert.
Der Ausschuss sprach sich für verstärkte Präventation aus. Die Leiterin der Ev. Stiftung Lohernocken, Doris Gringel, sagte: "Das kostet Geld, zahlt sich aber aus!" Auch Michael Lingenberg (Ev. Jugend) und der kath. Gemeindereferent Macus Steiner unterstützten u. a. die Meinung Gringels.
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