Wanderer versinken im Matsch

Tiefe Fahrrillen statt Wege durchziehen den Wald zwischen Höhenweg und Oberloh.
Tiefe Fahrrillen statt Wege durchziehen den Wald zwischen Höhenweg und Oberloh.
Foto: WP

Schwelm..  Wenn zwei das Gleiche tun, ist das noch lange dasselbe: Diese Redensart trifft auch auf die Mountainbike-Strecke zu, die sich im Wäldchen am Oberloh befindet. Wie berichtet, hatten dort Privatpersonen mit Billigung der Stadt und der Forstbehörde einen Parcours angelegt. Nicht erlaubt war jedoch die Ausweitung der Strecke zu einem sogenannten Pump-Track. Spaziergänger berichteten dieser Zeitung nun jedoch von einer weiteren Umweltzerstörung längs des Höhenwegs. Mit schwerem Gerät wurde dort der Wald durchforstet.

Schlammpiste statt Idylle

Die Natur zeigt sich in diesen Tagen gnädig. Der Winter hat sein weißes Kleid über die malträtierten Waldwege gelegt. Vor dem einsetzenden Schneefall bot sich Spaziergängern ein ganz anderes Bild: Schlammpiste statt Idylle. „Man konnte nicht mal mehr die Wege erkennen. Sie waren unpassierbar. Bis kniehoch sind wir dort durch den Matsch gewatet“, so der Anwohner, der nicht genannt werden will. Mit einem Großgerät wurden bereits vor Wochen unzählige Baumstätte aus dem Unterholz geholt. Die lagern jetzt, zu hohen Stapeln aufgetürmt, neben der Fahrbahn des Höhenwegs. „Vier Wochen lang ist nichts passiert“, ereifert sich der Hundehalter über die Untätigkeit der Behörden und fragt: „Warum muss man Jugendliche verfolgen, wenn man anschließend selbst die Waldzerstörung beauftragt und sich nicht um die Folgen kümmert?“