Vorschau auf die Spielzeit 2015/2016

Wuppertal..  Die Vorschau auf die Spielzeit 2015/2016 der Wuppertaler Sinfoniekonzerte beschäftigt sich zunächst mit einem Rückblick, denn eine Ära neigt sich ihrem Ende: GMD Toshiyuki Kamioka wird Wuppertal verlassen. Die kommende Spielzeit wird also seine Abschiedssaison werden.

Im Herbst 2005 hatte er das Orchester übernommen und zu einem überragenden Klangkörper geformt. Die kommenden zehn Konzerte werden sich allerdings auch damit befassen müssen, den geeignetsten Nachfolger zu finden. An drei Abenden (Nr. 1, 2 und 5) werden darum Kandidaten am Pult stehen, die ihre Eignung beweisen sollen.

Überraschungskonzert am Ende

Dazu werden sinfonische Großformate wie sie die „Drei Orchesterstücke“ von Alban Berg, von Schönberg „Pelléas et Mélisande“ und Hindemith Op. 31 und Op. 34 zu dirigieren haben, zur allgemeinen Lockerung mit je einem berühmten Solistenkonzert (Schumann, Chopin, Tschaikowsky) gepaart. Außerhalb der Kandidaten-Konzerte für die Endrunden gibt es – wie sonst auch üblich - Gastdirigate mit Wunsch-Dirigenten. Antoni Witt (Nr. 4), Direktor der Polnischen Nationalphilharmonie wird ein polnisches Programm präsentieren, der niederländische Dirigent Jan Willem de Fried (Nr. 7) ist eingeladen, und der weibliche Shooting-Star Ariane Mitiakh(Nr. 8) wird das Orchester durch Nord- und Südamerika führen.

Bleiben vier Konzerte mit Toshiyuki Kamioka: Mit Mahlers Dritter wird er seinen Mahler-Zyklus fortsetzen (Nr.3), Mozart, Schubert und eine Uraufführung von Lutz Werner Hesse stehen auf dem Programm (Nr. 6) und ein großer R. Strauss-Abend mit „Also sprach Zarathustra“ und „Ein Heldenleben“ (Nr.9).

Am spannendsten aber wird sicher das letzte Konzert (Nr. 10) werden. Das ist Toshiyuki Kamiokas großes Abschiedskonzert im Juni 2016 – ein Überraschungskonzert.