Vom ersten Tag der Klinik mit dabei

Zehn Jahre besteht die Fliedner-Klinik in Gevelsberg. Chefarzt Marc-Andreas Edel ehrte die Mitarbeiterinnen der ersten Stunde Lore Störring, Beate Bödeker, Alexandra Flucke und Helene Kremer (von links).
Zehn Jahre besteht die Fliedner-Klinik in Gevelsberg. Chefarzt Marc-Andreas Edel ehrte die Mitarbeiterinnen der ersten Stunde Lore Störring, Beate Bödeker, Alexandra Flucke und Helene Kremer (von links).
Foto: WP

Gevelsberg..  Es ist kein normales Arbeitsjubiläum. Zehn Jahre ist die Fliedner-Klinik in Gevelsberg alt geworden - und von Anfang an dabei waren fünf Mitarbeiter. „Ihre Arbeit steht dafür, dass die Klinik in der Fachwelt, bei Institutionen und in der Öffentlichkeit einen so guten Ruf hat“, lobte Chefarzt Marc-Andreas Edel gestern bei einer kleinen Feierstunde Beate Bödeker, Alexandra Flucke, Helene Kremer und Lore Störring. Der Mann im Quintett, Karl-Heinz Seringhaus, war wegen einer Krankheit verhindert.

Bewährtes bewahrt, offen für Neues

Die fünf Angestellten der Fliedner-Stiftung mussten eine Menge Pionierarbeit leisten. Bei der Eröffnung am 1. Februar 2005 habe es noch nicht einmal einen Tisch und einen Stuhl gegeben. „Als ich hier ankam, habe ich gedacht: Du bist falsch, das kann hier nicht sein“, erinnert sich Verwaltungskoordinatorin Lore Störring an ihren ersten Arbeitstag.

Mit den Patienten in öffentlichen Verkehrsmitteln seien sie zum Mittagsessen ins Dorf am Hagebölling gefahren, weil es in dem ehemaligen Gevelsberger Krankenhaus nichts gab, erinnern sich die Pflegekräfte. Es gab auch keinen Therapieplan, die Ärzte hätten die Medikamente für die Patienten in den Apotheken abgeholt. Es war auch alles andere als normal, dass eine Klinik eröffnet wurde. Als eine Krankenkasse nach der Patienten-Nummer fragte und die „eins“ als Antwort erhielt, „da war es am anderen Ende der Leitung erst einmal stumm.“

Die zehn Jahre hätten sich gelohnt, meint Marc-Andreas Edel: „Sie haben das Bewährte bewahrt und sind offen für das Neue. Die Fliedner-Klinik ist zu einer echten Marke geworden.“ Bei der Eröffnung arbeiteten dort 15 Mitarbeiter, heute sind daraus 26 geworden. Und Lob geben die langjährigen Mitarbeiterinnen an den noch neuen Chefarzt, der frischen Wind in die Klinik gebracht habe, zurück. „Es ist so, als hätte ich einen neuen Beruf ohne den Arbeitgeber zu wechseln“, sagt Helene Kremer. So werden auch die nächsten zehn Jahre nicht langweilig.