Vogelnest wird zum fünften Familienzentrum

Christine Möllenhoff (rechts) als Einrichtungsleiterin und Petra Lilie als Koordinatorin des Familienzentrums arbeiten an einem tragfähigen Konzept für das Ev. Kinder- und Familienzentrum Vogelnest in Gevelsberg.
Christine Möllenhoff (rechts) als Einrichtungsleiterin und Petra Lilie als Koordinatorin des Familienzentrums arbeiten an einem tragfähigen Konzept für das Ev. Kinder- und Familienzentrum Vogelnest in Gevelsberg.
Foto: WP

Gevelsberg..  Auch wenn die Zertifizierung zum Familienzentrum erst im Sommer diese Jahres erfolgt, darf sich die Einrichtung in der Bredderbruchstraße 29 in Gevelsberg jetzt schon mit dem neuen Namen schmücken.

„Wir sind mit der Entwicklung unserer Kindertagesstätte zu einem Familienzentrum dem Wunsch der Stadt Gevelsberg gefolgt“, erzählt die Leiterin der Einrichtung, Christine Möllenhoff. „Da es in unserem Stadtteil Vogelsang noch keine Familienzentrum gibt, sind wir diesem Wunsch gerne nachgekommen, zumal sich unter den bestehenden vier Einrichtungen noch keine in Evan-gelischer Trägerschaft befindet.“ Zurzeit gibt es vier Familienzentren in Gevelsberg: das Familienzentrum Schultenstraße von der Arbeiterwohlfahrt (AWo), St. Engelbert (Katholische Kirchengemeinde), Habichtstraße (Stadt) und Silschede (AWo).

Angebote zur Förderung

„Das Ziel eines Familienzentrums ist es, Angebote zur Förderung und Unterstützung von Kindern und Familien in unterschiedlichen Lebenslagen und mit unterschiedlichen Bedürfnissen bereitzustellen. Dabei ist es wichtig, dass die Angebote niederschwellig sind, das heißt alltagsnah gestaltet werden und ohne Hemmschwelle oder räumliche Hindernisse in Anspruch genommen werden können.“, heißt es in der Broschüre „Gütesiegel Familienzentrum“ des Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.

Um diesem Anspruch gerecht zu werden und die Einrichtung optimal auf die zukünftigen Aufgaben vorbereiten zu können, hat der Träger der Einrichtung, die Evangelische Kirchengemeinde Gevelsberg beschlossen, eine Erzieherin aus der Einrichtung mit 20 Stunden für die Koordination und den Aufbau des Familienzentrums freizustellen. Petra Lilie, die seit 2010 in der Kindertagesstätte arbeitet, wird zukünftig die Ansprechpartnerin für das Familienzentrum sein und so die Einrichtungsleiterin, Frau Möllenhoff, unterstützen und entlasten.

Neue Herausforderung

„Ich freue mich auf die neue Herausforderung und auf die enge Zusammenarbeit mit unserer Leiterin Frau Möllenhoff“, erklärt Petra Lilie, die schon begonnen hat, sich in ihre neue Aufgabe einzuarbeiten. „Eine Besonderheit unserer Arbeit wird sicher die enge Zusammenarbeit und Kooperation mit dem Bürgerhaus in der alten Johanneskirche sein“, entwickelt Petra Lilie schon erste Ideen für die Arbeit des Familienzentrums.

Natürlich will die engagierte Erzieherin auch bewährte Aktionen und Arbeitszweige weiter ausbauen. Das Elterncafé, das jetzt schon einmal im Monat stattfindet, gehört ebenso dazu, wie die Krabbelgruppenarbeit, die in der Einrichtung stattfindet. Auch Vater-Kind-Aktionen sollen in Zukunft stärker ausgebaut werden.

Lotsenfunktion für Eltern

„Darüber hinaus wird die Beratung und Information von Eltern sicher einen Arbeitsschwerpunkt für mich darstellen“, erklärt Petra Lilie, die ihre Aufgabe auch als eine Art „Lotsenfunktion“ versteht: „Es geht nicht darum, für alles eine Antwort zu haben. Wenn ich aber den Eltern Anlaufstellen nennen kann, wo ihnen konkret geholfen wird, dann erfülle ich die Lotsenfunktion, die mir wichtig erscheint.“

Bis zur endgültigen Zertifizierung, die durch die „Pädquiz gGmbH“ sowie die „Konkret Partner Consult GmbH“ im Auftrag der Landesregierung erfolgt, werden Christine Möllenhoff als Einrichtungsleiterin und Petra Lilie als Ko-ordinatorin des Familienzentrums weiter an einem tragfähigen Konzept für das Ev. Kinder- und Familienzentrum Vogelnest arbeiten.