Völlig planlos

Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: Da stuft Daniel Gräfe die Kandidatinnen Anita Schöneberg und Imke Heymann als „nicht wählbar“ ein. Parallel dazu arbeitet er zunächst seit November daran, sich selbst auf den Schild zu hieven, um nun im Falle einer Kandidatur von Dr. Ingo Mehner oder Tom Hoppe seine Bemühungen ruhen zu lassen.


Die Fachkompetenz spreche für Mehner, die Sympathiewerte für Hoppe, unverbraucht seien beide, so Gräfe. Letzteres ist bei Mehner mit Sicherheit nicht der Fall. Er bestritt seinen ersten Wahlkampf in den 70er Jahren und arbeitet parallel zu Gräfe daran, die selben Menschen zu überreden, in die Wahl einzugreifen.


Wer aufmerksam liest, stellt fest: Hier sind starke Egos unterwegs, die gern Ruhm und Ehre als Bürgermeister(-macher) ernten wollen. Wundern müssen sie sich nicht, dass ihnen eine derart planlose Sache um die Ohren fliegt, bevor sie überhaupt losgeht. Eine wählbare Alternative entsteht so nicht. Dieses Rumgeeier zieht das höchste Gut der Demokratie ins Lächerliche. Einzig Oliver Teske macht alles richtig und geht auf Distanz.