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Viele helfende Hände verhindern Einsturz der Reithalle

04.02.2010 | 19:29 Uhr
Viele helfende Hände verhindern Einsturz der Reithalle

Ennepetal. Großer Schrecken für Edith Dürholt und ihre Tochter Daniela: Am Mittwochnachmittag drohte das Dach ihrer Reithalle und der integrierten Stallungen einzustürzen.

Die beiden Ennepetalerinnen betreiben seit 2005 gemeinsam die „5-Sterne-Reitanlage” am Schlagbaum und sahen sich gestern plötzlich in ihrer Existenz bedroht. Denn so schön die weiße Winterpracht auch anzusehen ist, für viele Dächer wird sie derzeit zur Belastungsprobe. Die Schneemassen der vergangenen Tage und der zu Wochenbeginn einsetzende Regen hatten den Druck auf die Konstruktion erhöht; und das, obwohl das Dach angeschrägt ist.

„Gestern Mittag konnte ich auf einmal sehen, dass sich die Sichtfenster der Reithalle durchgebogen haben”, berichtet Edith Dürholt, die noch unter dem Eindruck der Ereignisse steht. Sie habe dann sofort einen Dachdecker kommen lassen und auch die Feuerwehr alarmiert. Ein Statiker und das THW fanden sich ebenfalls an der B483 ein. „Der Experte hat dann die Nutzung des Stalls untersagt.” 48 Pferde waren zu dieser Zeit in den Stallungen untergebracht und mussten in kurzer Zeit umquartiert werden. Dass dieser logistische Aufwand bewältigt werden konnte, ist einer Vielzahl von Helfern zu verdanken.

»Wir haben um Hilfe gerufen und die

Menschen kamen. Das war großartig.«

„Wir haben um Hilfe gerufen und die Menschen kamen. Das war großartig”, so die 60-jährige Stallbesitzerin. Gemeinsam mit Nachbarn, Freunden und den Pferdebesitzern wurden die Vierbeiner aus den Boxen auf die umliegenden Weiden gebracht. „Die Pferde waren absolut ruhig und kooperativ”, so Daniela Dürholt. Auch habe es auf den unterteilten Wiesen keine Keilereien zwischen den Tieren gegeben. „Ich kenne unsere Tiere alle ziemlich gut und weiß, wer sich mit wem verträgt und wer nicht.” So konnte die angehende C-Trainerin passende Grüppchen zusammen stellen. Auch die raue Witterung sei nicht das Problem: Die Pferde sind in dicke Decken eingepackt und bekommen wie gewöhnlich ihr Futter, nur eben nicht im Stall.

THW und Feuerwehr waren bis in die frühen Morgenstunden des Donnerstags mit Schneeräumarbeiten beschäftigt; auch viele Freiwillige halfen mit - versorgt vom DRK und Familie Dürholt. Allerdings durfte das Dach der Stallungen nicht mehr betreten werden, so dass es nicht gänzlich frei geräumt werden konnte. Im Laufe des Vormittags wurden großvolumige Heizgeräte in der Halle aufgestellt, damit die Schneemassen von unten her auftauen und abfließen konnten. Aber auch einen Kran haben Dürholts geordert, damit das Dach vorsichtig aus der Luft von seiner Last befreit werden kann.

„Wir hoffen, dass morgen wieder der normale Betrieb losgehen kann”, so Edith Dürholt. Am Nachmittag könne der Statiker vermutlich die Sperrung aufheben. „Im nächsten Winter räumen wir vorher den Schnee weg. Und wenn an der Konstruktion etwas nachgebessert werden muss, nehmen wir das auch in Angriff.” Mutter und Tochter sind erleichtert, dass nicht mehr passiert ist. „Vielen Dank an all die Menschen, die uns unterstützt haben”, sagen die beiden Frauen und lächeln.

Viele helfende Hände verhindern Einsturz...

Lea Dommel

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