Viele Bürgermeister-Bewerbungen

Schwelm..  Der Neujahrsempfang der Schwelmer FDP fand zum ersten Mal unter dem neuen Logo der Liberalen statt. Zum deftigen Grünkohl kamen die Mitglieder am Sonntagabend im Restaurant Ochsenhirt zusammen. Doch zuvor: ein Rück- und Ausblick auf das politische Geschehen, mit Philipp Beckmann und Michael Schwunk.

Gerade die gemeinsame Stellenausschreibung von allen Parteien – die Sozialdemokraten und die Linken ausgeschlossen – für einen Bürgermeisterkandidaten hat es in der Form in Schwelm noch nicht gegeben. Schwunk habe auf diese Entscheidung viele positive Rückmeldungen bekommen, sagt er. „Auch die Bürger merken: Das Hickhack ist vorbei!“ Es werde endlich wieder an einem Strang gezogen. Wer sich noch bewerben möchte: Die Ausschreibungsfrist endet am 26. Januar. „Doch schon jetzt sind sehr viele Bewerbungen eingegangen, was ich nicht für möglich gehalten habe“, sagte Schwunk. Es werde schwerfallen, da eine Auswahl zu treffen.

Doch noch steht die Wahl des Bürgermeisters nicht an erster Stelle. Eine Entscheidung über den Schwelmer Haushalt steht bald an. „Wir werden nicht auf den Sparkommissar warten, aber wir brauchen belastbare Zahlen.“ Gebe es die, könne von diesem Standpunkt aus überlegt werden, wie die Bürger weiter zu entlasten seien. An den Einsparungsvorschlägen der Freien Demokraten Schwelms wolle man festhalten, sie konstruktiv verbessern. Einsparungen seien nie schön. „Doch wo ist die Alternative? Nicht in einer Grundsteuer von 900 Punkten und mehr.“

Auf Kreisebene gehe es um die Hilfe zur Selbsthilfe. „Während der vergangenen sechs Jahre sind die Sozialausgaben um 40 Prozent gestiegen“, sagte Schwunk, der die Hauptverantwortung beim Land sieht. Daher müsse man vor Ort die Probleme selbst anpacken, beispielsweise den Breitbandausbau vorantreiben und die Finanzprobleme lösen, in einem Solidarpakt mit den anderen. Dazu gehöre auch die interkommunale Kooperation. „Man muss sich leider davon verabschieden, dass jeder alles hat.“ Doch auch hier versuche die FDP, Fingerspitzengefühl unter Beweis zu stellen. Beispiel Hallenbad: Zur Möglichkeit eines Neubaus werde auch die Mitnutzung von Bädern in der Umgebung geprüft.

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