Verwaltung hält an Kunstrasenplänen in Linderhausen fest

Schwelm..  Der Stadtverwaltung Schwelm bläst Gegenwind bei der Planung des Sportparks Nord entgegen. Statt die beiden Kunstrasenplätze in Linderhausen auf der grünen Wiese zu bauen, fordern sowohl VfB als auch fünf im Stadtrat vertretene Fraktionen in einem gemeinsamen Antrag das Rathaus auf, den Umbau der Sportanlage an der Rennbahn auf Machbarkeit hin zu prüfen. Vor der heutigen Sitzung des Finanzausschusses um 17 Uhr in Schwelm begründet die Schwelmer Verwaltung in einer Stellungnahme ihre Auffassung, warum Kunstrasen nur in Linderhausen möglich ist.

Im April Weichen gestellt

Die Ideen seien nicht neu, sagt das Rathaus, ihre Machbarkeit sei vor sechs Jahren geprüft worden mit dem Ergebnis, dass ein umfassendes Raum- und Flächenkonzept fehle, das nur ein Fachplaner erstellen könne. „Dem VfB wurde in einem Gespräch am 21. Mai 2010 empfohlen, einen Fachplaner zu beauftragen und/oder eine reduzierte Planung zu prüfen“, heißt es in der Stellungnahme. Ergänzende Informationen seien dem Verein noch im Mai 2010 zur Verfügung gestellt worden. Eine weitere Kontaktaufnahme seitens des VfB sei nicht erfolgt.

Die Sportflächenkommission habe mit Beschluss im April die Weichen für die Planung eines Sportparks in Linderhauser gestellt. Die Stadt: „Die Vorstellung der Vorentwurfsplanung ,Sportpark Nord’ führte zur Entscheidung des VfB und der Spielvereinigung Linderhausen, dieses Projekt gemeinsam zu verfolgen.

Keine neuen Erkenntnisse

So teilen die beiden Vereine der Stadt am 20. August 2014 ihren gemeinsamen Beschluss für den Erwerb der Linderhauser Flächen und einen Bebauungsplan für das Grundstück des VfB am Brunnen mit.

Die Stellungnahme der Verwaltung endet in der Feststellung: „Für die Stadt hat die aktuelle Prüfung ergeben, dass sich keine Anhaltspunkte dafür abzeichnen, dass die damalige, vom VfB Schwelm mitgetragene Entscheidung, gegen die Rennbahn bei einer neuen Bewertung der Situation neue Erkenntnisse erbringen könnte.“ Und weiter: Die Eigentümer der für den Sportpark Nord in Rede stehenden Flächen würden das Ankaufsrecht für die Stadt Schwelm, das am 30. Juni 2015 endet, wohl nicht über diesen Zeitpunkt hinaus aufrecht erhalten.