Unbürokratische Hilfe fürs Leben

Wechsel an der Clubspitze: Wolfgang Steudtner (rechts) gibt das Amt des Präsidenten an Rainer Schönlau, links Joachim Behrens, und Markus Ballhausen (2. von links) vor dem Engelbertdenkmal.
Wechsel an der Clubspitze: Wolfgang Steudtner (rechts) gibt das Amt des Präsidenten an Rainer Schönlau, links Joachim Behrens, und Markus Ballhausen (2. von links) vor dem Engelbertdenkmal.
Foto: WP

Gevelsberg..  „Wir wollen helfen, die Welt jeden Tag ein bisschen besser zu machen“, sagt Wolfgang Steudtner über seinen Rotary Club Gevelsberg-Engelbert. Erreichen wollen das die Vereinsmitglieder, indem sie möglichst viele Spenden sammeln und mit dem Geld „schnell und unbürokratisch Menschen helfen, die selbst nicht dazu in der Lage sind“, wie der Gevelsberger betont. Knapp 20 000 Euro kamen während seiner einjährigen Amtszeit als Präsident zusammen, am 1. Juli übernimmt Rainer Schönlau den Posten im Verein und setzt auf Altbewährtes.

Etwa 20 000 Euro gespendet

„Wir wollen auch weiterhin vor allem die Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt unterstützen“, betont Schönlau. Und man werde genau hinschauen, wo was zu tun sei. Die Bekämpfung von Polio (Kinderlähmung), für die sich Rotary International seit Jahren einsetzt, bleibt weiter Thema bei der Gevelsberger Gruppe, auch nach der Erdbebenkatastophe in Nepal sei es gelungen, schnell Geldspenden zu sammeln. 3000 Euro flossen im vergangenen Jahr alleine ins Ausland.

Vor allem aber wollen sich die Rotarier für Projekte in der Region stark machen. Alleine 6900 Euro gingen während der vergangenen Monate an Kindergärten und Schulen: 900 Euro für ein gesundes Frühstück an die Kita Vogelnest, 1000 Euro an die Grundschule Vogelsang, 500 Euro an die AWo-Einrichtung Fettweide, 500 Euro an die Offene Ganztagsschule Vogelsang für ein Fest, 1000 Euro an Mentor - die Leselernhelfer und an das Gymnasium 1000 Euro für das Projekt „Gemeinsam gegen Gewalt“ sowie 2000 Euro für Klasse 2000.

Gespendet wurde aber auch an das Hospiz Emmaus. Die 4000 Euro sollen dabei helfen, ein Kinderhospiz aufzubauen. Die Flüchtlingshilfe der Stadt Gevelsberg ist mit 2000 Euro bedacht worden, 2500 Euro gab es für die Berufswahlförderung.

Jungen Menschen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verschaffen, sei eines der wichtigsten Ziele des Clubs, betont Wolfgang Steudtner. Und diese Förderung fängt für die Rotarier schon im Kindergartenalter an.

Finanziert wird die Arbeit über Spenden und Veranstaltungen. Eine der größten Aktionen ist das einmal im Jahr stattfindende Golfturnier auf Gut Berge, die Teilnahme beim Nach(t)schlag in Haßlinghausen gehört ebenfalls zum festen Programm, dazu kommen noch spontane Aktionen. Der Club sei offen für viele Themen, und auch für neue Mitglieder, betont Wolfgang Steudtner.

Kinder- und Jugendarbeit im Blick

Seit etwa fünf Jahren gibt es den Rotary Club Gevelsberg-Engelbert, mit regelmäßigen Clubabenden, Treffen und Vortragsveranstaltungen. Mit der Mitgliederentwicklung ist Wolfgang Steudtner zufrieden. Aktuell sind 25 Mitglieder dabei, vor allem Berufstätige ab 30 Jahren sind willkommen. Für die jüngere Generation sei der Rotaract Club Gevelsberg die richtige Adresse. Die Engelbert-Rotarier haben gemeinsam mit dem Rotary Club Gevelsberg die Patenschaft dafür übernommen. Doch auch sonst strebt der Verein noch mehr Kooperationen an, auch internationale. „Daran arbeiten wir intensiv“, versichern Steudtner und Schönlau.