Umbenennung eine Notwendigkeit

In der Diskussion um die Umbenennung des Dr.-Fritz-Textor-Rings meldet sich der Vorsitzende des Arbeitskreises Ennepetaler Stadtgeschichte, Hans Hermann Pöpsel, zu Wort. Er bezieht sich auf zwei von uns veröffentlichten Leserbriefe:


„In den Leserbriefen der Herren Stolz und Huckenbeck wird versucht, das Verhalten des ehemaligen Nationalsozialisten Dr. Fritz Textor in der Weise zu verharmlosen, dass seine ehemaligen Schüler oder dass die Anwohner der Straße Dr.-Fritz-Textor-Ring sich wohl gegen eine Umbenennung aussprechen würden. Das mag zwar sein, ändert aber nichts an der Tatsache, dass der Rat der Stadt einen überzeugten Anhänger der NS-Ideologie mit einer Straßenbenennung gewürdigt hat und nun die Möglichkeit erhält, diese Entscheidung auf würdige Weise zu korrigieren. Gerade der Hinweis auf die weltweit bekannten Ennepetaler Firmen macht doch die Notwendigkeit der Umbenennung sichtbar. Oder soll demnächst unsere Bürgermeisterin den eventuellen Besucherdelegationen dieser Firmen aus den USA oder Israel erklären, dass der Rat in vollem Wissen die Benennung einer Straße nach einem überzeugten Nazi so gelassen hat, wie sie zunächst aus Ahnungslosigkeit geschehen war? Da muss man sich ja schon beim Gedanken fremdschämen.


Im Widerstand gegen die Pegida-Demonstrationen sprechen sich alle Demokraten gegen Rassismus aus, und hier bei uns soll ein Vertreter der historisch schlimmsten Rassismus-Bewegung weiter geehrt bleiben? Hoffentlich nicht!“