Typisch Schwelm

Typisch Schwelm, mag der Beobachter von außen denken. Und das ist gar nicht so abwegig. Während in der ganzen Region und weit darüber hinaus der Kunstrasen längst zum überwiegenden Standard geworden ist, trainieren in der Kreisstadt die meisten Fußballer noch auf Asche.

Viele Lösungen sind lange, ehrgeizig und ernsthaft seit dem Jahr 2006 geplant und aus den unterschiedlichsten Gründen wieder verworfen worden. Interessiert das die Eltern und die Kinder? Wenn der Lokalpatriotismus oder die Verbundenheit zum Verein nicht deutlich ausgeprägt sind: Nein. Die Kleinen werden ohnehin mit dem Auto zum Training gebracht und nach Wuppertal, Sprockhövel, Gevelsberg und Ennepetal hält sich die Fahrzeit in Grenzen.

Natürlich sind die Vereine gefordert, durch Eigenleistung und Sponsorenakquise zum Beispiel per Parzellenverkauf ihren Teil beizutragen. Aber will Schwelm auf Dauer beim Volkssport Nummer Eins nicht in der Versenkung verschwinden, müssen Politik und Verwaltung neben dem ohne Frage großzügigen Zuschuss von 450 000 Euro zeigen, dass sie geschlossen hinter der ehrenamtlichen Arbeit bei VfB und SpVG stehen.