Trauer um Siegfried Ullmann

Ennepetal..  Das Erzgebirge war seine erste Heimat, aber in Ennepetal wirkte er nach dem Zweiten Weltkrieg am demokratischen Aufbau mit: Siegfried Ullmann. Er starb am Freitag nach langer Krankheit im Alter von 88 Jahren.

Siegfried Ullmann gehörte von 1961 bis 1989 der SPD-Fraktion im Rat der Stadt an und war in den 1970er Jahren ein enger Mitstreiter von Bürgermeister Ewald Rettberg. Siegfried Ullmann wirkte in zahlreichen Ratsausschüssen mit, unter anderem 19 Jahre lang im Bauausschuss. 2004 wurde er zum Ehrenratsmitglied ernannt.

Für 60-jährige Treue zur SPD geehrt

Lange Zeit war er auch Mitglied des Vorstandes des damaligen SPD-Ortsvereins Milspe. Im Jahr 2006 wurde Ullmann von der Bundes-SPD für 60-jährige Treue geehrt. Der SPD-Ortsverein Ennepetal würdigt in einem Nachruf die Verdienste seines ältesten Mitglieds. „Bereits nur ein halbes Jahr, nachdem die britische Militärregierung nach dem Zusammenbruch der Naziherrschaft 1945 die Wiedergründung von Parteien zugelassen hat, ist Siegfried Ullmann am 1. Januar 1946 in die SPD eingetreten und hat danach zuerst in Milspe sowie nach der Stadtgründung auch in Ennepetal maßgeblich daran mitgewirkt, die demokratischen Strukturen aufzubauen“, schreiben die Sozialdemokraten.

Beruflich war Siegfried Ullmann Geschäftsstellenleiter der Westfälischen Rundschau in Gevelsberg und Ennepetal. Viele Jahre arbeitete er im Verlag auch als Anzeigenberater.

Der Verstorbene hinterlässt seine Ehefrau Ilse, Tochter Jutta, Sohn Peter und die Enkelinnen Lisa und Lena. Seine Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt.