Tränen im Frühling

Ennepe-Ruhr..  Bei vielen Einwohnern des Altkreises Ennepe währte die Freude über die wärmende Frühlingssonne nur kurz: „Kaum hat sich der milde Winter verabschiedet, läuft bei vielen Bürgern sogleich die Nase, die Augen tränen und jucken“, sagt Apothekerin Claudia Schneppel, Sprecherin der Apothekerschaft im Ennepe-Ruhr-Kreis (Altkreis Ennepe). Der Grund: Die Heuschnupfen-Saison hat begonnen. Gleichzeitig warnt Schneppel davor, die Pollen-Allergie als Bagatelle abzutun: „Unbehandelt kann Heuschnupfen zu allergischem Asthma führen. Daher sollten entsprechende Arzneimittel frühzeitig eingesetzt werden.“

Pollen sind überall in der Atemluft

Dass die Pollen wieder fliegen, merken jedes Jahr die Betroffenen, die mit allergischen Reaktionen der Nasenschleimhaut und der Augenbindehaut auf den Pollenflug reagieren. Abhängig davon, welche Pflanze gerade blüht, ist der Heuschnupfen stärker oder schwächer. Pollen sind mikroskopisch klein und fast überall in der Atemluft. Nur im Hochgebirge und am Meer enthält die Luft weniger Pollen.

Eine Pollenallergie kann unabhängig vom Alter einsetzen. Den Patienten ist nicht immer klar, ob eine Allergie oder eine Erkältung die Ursache ist. „Bei einem Schnupfen, der ohne weitere Erkältungszeichen wie Kopfschmerzen oder Husten auftaucht und über Wochen anhält, sollte man deshalb an Heuschnupfen denken. Gleiches gilt, wenn sich ein Schnupfen jedes Jahr zwischen Februar und August zur gleichen Zeit einstellt“, betont Apothekerin Schneppel.

Auf jeden Fall sei es wichtig, Heuschnupfen zu behandeln. Sonst kann es zu einem „Abrutschen“ der allergischen Reaktion auf die unteren Atemwege in der Lunge kommen. Der Grund: Die entzündete Nasenschleimhaut funktioniert nicht mehr als Filter und Luftbefeuchter. Dazu Schneppel: „Dann gelangt die Atemluft mit den Pollen weitgehend ungereinigt in die Bronchien, in denen die in der Atemluft enthaltenen Pollen eine Überempfindlichkeitsreaktion auslösen.

Überempfindlichkeitsreaktion

Ein allergisches Asthma entsteht. Fiepende Geräusche beim Luftholen deuten auf einen solchen Etagenwechsel hin. Wenn sich die Probleme hin zum Husten oder zur Atemnot verschlimmern, sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden.“

Etwa jedes zehnte Kind und jeder zwanzigste Erwachsene haben Heuschnupfen, weil sie allergisch auf Pollen reagieren.